München bewirbt sich für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044
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München bewirbt sich für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044
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München bewirbt sich für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044

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Eine Brücke schlagen: Münchens Aufgabe für die Paralympics

Eine Brücke schlagen: Münchens Aufgabe für die Paralympics

München wurde zum deutschen Bewerber für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 ernannt. Besonders was die Paralympics und die damit verbundene Barrierefreiheit angeht, kommt auf die Landeshauptstadt viel Arbeit zu.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Seit vergangenem Samstag ist es offiziell: München geht als deutscher Bewerber in das Rennen um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. So groß die Freude über den Zuschlag aber auch ausfiel: "Jetzt geht die Arbeit erst richtig los", unterstrich Marion Schöne, Geschäftsführerin der Olympiapark München GmbH, kurz nach der Bekanntgabe des Ergebnisses der Wahl des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am BR-Mikrofon.

Paralympische Spiele in München wären "enormer Schub"

Was sie damit meint? Zwar sticht die bayerische Landeshauptstadt mit dem Punkt Nachhaltigkeit in seinem Konzept heraus, der Olympiapark von den Sommerspielen 1972 gilt als das Herzstück. Damit ist es aber noch nicht getan.

Ein Großteil der paralympischen Wettkämpfe soll in denselben Anlagen stattfinden wie das olympische Pendant. "Diese räumliche und strukturelle Verbindung ist ein klares Zeichen für Gleichberechtigung, Inklusion und für ein gemeinsames Sportverständnis", heißt es auf der offiziellen Homepage der Münchner Olympiabewerbung. Das bringt auch eine große Aufgabe mit sich.

Um diese Vision verwirklichen zu können, müssen nämlich noch ein paar Hürden genommen werden. "Die Wettkampfstätten müssen barrierefrei gemacht werden. 1972 war das noch kein Thema", verwies Schöne auf die anstehenden Aufgaben - vor allem bei den älteren Wettkampfstätten. "Sollten wir die Paralympischen Spiele tatsächlich bekommen, wäre das aber ein enormer Schub für die Inklusion."

Paralympics erstmals in München? "Eine besondere Aufgabe"

Die ersten Paralympischen Spiele der Geschichte wurden 1960 in Rom ausgetragen, zwölf Jahre später zum ersten und bis dato einzigen Mal auf deutschem Boden - im Gegensatz zu Olympia aber nicht in München, sondern in Heidelberg. Seit 1988 finden die Paralympischen Sommerspiele am selben Austragungsort wie die Olympischen Spiele statt.

"Mittlerweile ist es selbstverständlich, dass sie am gleichen Ort ausgetragen werden", hob Joachim Herrmann, Bayerischer Innen- und Sportminister, hervor. "Für die Inklusion und Einbeziehung von Menschen mit Handicaps in unseren Lebensalltag ist das ein sehr wichtiges Signal. Das ist eine besondere Aufgabe und Herausforderung - aber eben auch eine Chance."

Das Ziel des Münchner Konzepts: Den Parasport "dauerhaft sichtbarer zu machen und ihm die Anerkennung zu geben, die er als selbstverständlicher, integraler und inspirierender Bestandteil des Sports und unserer Gesellschaft verdient", heißt es in einer diesbezüglichen Mitteilung. Um diese Botschaft erfolgreich zu vermitteln, soll eine Brücke zwischen gestern, heute und morgen geschlagen werden. "Der Olympiapark wird weiterleben und ein tolles Vermächtnis verbreiten", sagte Schöne. "Das ist noch einmal ein riesiger Entwicklungsschub."

Josia Topf: "Als Sportler ist es der Heilige Gral"

Bei den Athleten selbst ist die Vorfreude über mögliche Paralympische Spiele vor der eigenen Haustür jedenfalls grenzenlos. "Als Sportler ist es der Heilige Gral zu den Spielen zu kommen. Natürlich ist es tausend Mal mehr wert, wenn man weiß, dass sie im eigenen Land stattfinden", meinte Para-Schwimmer Josia Topf, der vor zwei Jahren in Paris jeweils eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille eroberte.

Auch Taliso Engel, seines Zeichens zweifacher Paralympics-Sieger im Schwimmen, sieht in einer Austragung in München eine einzigartige Chance. "Das Großereignis wäre für den ganzen Sport in Deutschland sehr bedeutend - und auch für unsere Gesellschaft", erklärte der 24-Jährige aus Franken. Sollte München den Zuschlag für 2036 erhalten, wäre Engel übrigens 34 Jahre alt. Ob man ihn dann noch im Becken sehen wird? "Es kommt ein bisschen darauf an. Wenn es tatsächlich 2036 werden sollte, könnte ich meine Karriere etwas in die Länge ziehen", merkte er mit einem breiten Lächeln an.

Bevor es jedoch um die Teilnehmer für die Sommerspiele in der fernen Zukunft geht, müssen in München zunächst die Ärmel hochgekrempelt werden - und die Brücke zwischen gestern und heute gebaut werden.