Am Ende scheint sich alles doch ganz gut zu fügen. Der Sportvorstand Max Eberl steht einem Medienbericht zufolge kurz vor der Vertragsverlängerung beim FC Bayern München. Der 52-Jährige sei auf der jüngsten Asien-Reise des deutschen Fußball-Rekordmeisters von Präsident Herbert Hainer über das positive Signal des Präsidialausschusses informiert worden, berichtete die "Sport Bild". Es ist der erste Schritt von zweien, die der Sportchef Eberl bewältigen muss.
Endgültige Entscheidung am 25. August?
Die endgültige Entscheidung in solchen Personalfragen trifft beim FC Bayern letztlich der Aufsichtsrat. Er muss den Vorschlag noch bestätigen. Die nächste Sitzung des Gremiums sei für den 25. August terminiert, hieß es weiter. Zuletzt hatte bereits Ehrenpräsident und Aufsichtsratsmitglied Uli Hoeneß am Rande eines Testspiels der Münchner in Rottach-Egern die Tendenz für eine Vertragsverlängerung bei Eberl auf "100 Prozent" beziffert.
Der Vertrag von Eberl läuft im Sommer 2027 aus. Noch im Mai hatte Hoeneß im Vorfeld des DFB-Pokalfinals in Berlin und dem Gewinn des Doubles Zweifel gestreut, ob Eberl der richtige Mann auf dieser Position sei. Seine Aussage "da sind noch Zweifel" und dass die Chancen auf eine Verlängerung bei 60:40 stünden, hatte seinerzeit für Irritationen gesorgt.
"Perfekte Transferperiode" - Uli Hoeneß hat seine Meinung geändert
Seine damaligen Aussagen sieht Hoeneß inzwischen selbst kritisch. Weil er Eberl mit seiner Wortwahl "nicht gut behandelt" habe, habe er sich beim Sportvorstand entschuldigt. Mittlerweile bescheinigt Hoeneß dem 52-Jährigen "eine perfekte Transferperiode".
Vor allem, weil der FC Bayern München in diesem Sommer allem Anschein nach nicht auf dem Wühltisch am Ende der Transferperiode tätig werden muss. Eberl hat die Münchner Hausaufgaben stattdessen bereits vor mehr als einem Monat gemacht.
Top-Transfers Brown und Saibari frühzeitig gesichert
Im WM-Sommer haben die Bayern den deutschen Nationalspieler Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt) und den marokkanischen WM-Teilnehmer Ismael Saibari (PSV Eindhoven) für jeweils rund 50 Millionen Euro Ablöse verpflichtet. Weit vor ihren Top-Leistungen bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko, die andere Klubs auf den Plan gerufen haben könnte, sollen sie bereits dem FCB ihre Zusage gegeben haben. Zudem machte Eberl auch die Verpflichtung von Bara Sapoko Ndiaye perfekt, einem Wunschspieler Kompanys als zentraler Mittelfeldspieler Nummer vier und damit eben auch als Leon-Goretzka-Ersatz. Gut, und in den vergangenen Jahren stehen ja auch die Transfers von Michael Olise oder Luis Diaz, die in die Eberl-Zeit fallen. Beide sind nun absolute Leistungsträger.
Dazu wurden zuletzt Spieler aus der zweiten Reihe für weit über 30 Millionen Euro verkauft, und die Münchner sparen sich auch das Gehalt das Gutverdieners Goretzka nach dessen Vertragsende. Weitere Abgänge sollen noch folgen. Abgeben will der Rekordmeister beispielsweise noch die Leihrückkehrer João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza. Erste Offerten sollen zumindest Berichten zufolge gerade eintreffen.
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