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Halbfinal-Aus in München: Zverev scheitert an trauerndem Cobolli

Halbfinal-Aus in München: Zverev scheitert an trauerndem Cobolli

Alexander Zverev muss beim ATP-Turnier in München im Halbfinale die Segel streichen. Die deutsche Nummer eins scheitert am genial aufspielenden Italiener Flavio Cobolli, der um einen verstorbenen Freund trauert.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier von München den Finaleinzug und damit die Chance auf den Rekordsieg verpasst. Der beste deutsche Tennisspieler unterlag im Halbfinale einem famos aufspielenden Flavio Cobolli mit 3:6, 3:6.

Zverev chancenlos gegen Cobolli

Gegen den Davis-Cup-Sieger aus Italien fand Zverev vor 6.500 Zuschauern auf dem Center Court der BMW Open kein Mittel. Der gebürtige Hamburger kassierte in diesem Jahr bei seiner fünften Halbfinalteilnahme auf der ATP-Tour - das gelang keinem anderen Profi - seine fünfte Niederlage.

Der Weltranglistendritte hatte den im Klassement auf Rang 16 geführten Cobolli in den bisherigen zwei Duellen jeweils bezwungen - unter anderem im Vorjahr bei den French Open. Beim Sandplatzevent in München aber war er diesmal chancenlos.

Cobolli überragt mit 20 Winnern in Satz eins

Der 23-Jährige aus Florenz überragte schon im ersten Satz mit 20 Winner-Schlägen. Zverev gelangen fünf. Beim vorentscheidenden Break zum 3:1 zermürbte Cobolli seinen deutschen Rivalen mit zwei Stoppbällen.

"Er ist ein junger Spieler, der auch sehr, sehr wild sein kann", hatte Zverev vor der Partie prognostiziert. "Wenn er gut spielt, kann er sehr, sehr gut spielen." Das bewies Cobolli eindrucksvoll und nahm Zverev im zweiten Durchgang direkt den Aufschlag im ersten Spiel und dann nochmal zum 5:2 ab.

Cobolli feiert Sieg unter Tränen

Der Italiener, der 2025 das ATP-500-Turnier in Hamburg gewonnen hatte, kassierte direkt danach zwar noch das Re-Break. Am Ende aber konnte er nach nur 69 Minuten jubeln - auch wenn er nach seinem Coup zunächst weinend auf der Bank Platz nahm. Er erzählte danach, dass am Freitag ein guter Freund von ihm gestorben sei.

Der an Nummer vier gesetzte Profi trifft im Endspiel am Sonntag auf Vorjahresfinalist Ben Shelton aus den USA, der das zweite Halbfinale gegen den slowakischen Qualifikanten Alex Molcan 6:3, 6:4 gewann.

Nächster Anlauf für Zverev in Madrid

Zverev indes muss weiter auf sein erstes Endspiel in diesem Kalenderjahr warten. Er war bei den Australian Open im Halbfinale gegen Carlos Alcaraz nach einem dramatischen Duell ausgeschieden. Bei den drei Masters-Events in Indian Wells, Miami und Monte-Carlo verlor er jeweils gegen den Weltranglistenersten Jannik Sinner. In der nächsten Woche geht es beim Masters von Madrid weiter.