Der Fußball trauert um Alexander Manninger. Der langjährige Torhüter des FC Augsburg verunglückte am Donnerstag bei einem Autounfall mit der Salzburger Lokalbahn. Der Österreicher, der von 2012 bis 2016 beim FCA unter Vertrag stand und unter anderem auch für Juventus Turin und den FC Arsenal auflief, wurde nur 48 Jahre alt.
Manninger nach Zusammenstoß mit Lokalbahn verstorben
Laut Angaben der Polizei erfasste am Donnerstagmorgen eine Lokalbahn den Kleinbus des Torhüters, als dieser einen unbeschrankten Übergang in der Gemeinde Nußdorf am Haunsberg überqueren wollte. Zunächst versuchten Ersthelfer das Leben des 48-Jährigen durch Reanimation zu retten, wenig später erlag er jedoch seinen Verletzungen.
FCA-Geschäftsführer Michael Ströll reagierte tief betroffen auf den Tod: "Wir sind zutiefst bestürzt über das Ableben unseres ehemaligen Spielers und Freundes Alexander Manninger. Alex war nicht nur ein erstklassiger Torhüter, sondern auch ein über die Grenzen hinweg geschätzter und herausragender Mensch, der mit seiner Art unsere Mannschaft und unseren gesamten Klub bereichert hat. Es ist schwer zu begreifen, dass Alex nicht mehr unter uns weilt, gerade da er noch vor Kurzem bei uns war. Wir sind in dieser schweren Zeit in Gedanken bei seiner Familie und seinen Angehörigen."
Erster Österreicher in der Premier League
Der gebürtige Salzburger startete seine Torhüter-Karriere 1993 beim SV Austria Salzburg. Bereits 1997 gelang ihm als erster Österreicher der Sprung in die Premier League, wo er bis ins Jahr 2002 39 Spiele für den FC Arsenal bestritt. Dort gewann der Keeper im Jahr 1997/98 die englische Meisterschaft und den FA-Cup.
Nach einigen Stationen in der italienischen Serie A, unter anderem beim FC Bologna, beim AC Siena und bei Juventus Turin (2008-2012, 37 Spiele) landete der Keeper im Jahr 2012 beim FC Augsburg. Für die Fuggerstädter bestritt er 36 Spiele in der Fußball-Bundesliga, bevor er 2016 für ein Jahr zurück nach England zum FC Liverpool ging, dort jedoch ohne Einsatz blieb.
Nationaltorhüter beim ÖFB
Beim FC Arsenal und bei Juventus Turin konnte der Torhüter auch insgesamt elf Spiele in der Champions League bestreiten.
1999 lief Manninger erstmals für die österreichische Nationalmannschaft auf und war bei der heimischen Europameisterschaft 2008 der Ersatzmann von Jürgen Macho. Unter Trainer Karel Brückner wurde er kurzzeitig zur Nummer eins im ÖFB-Tor befördert, bevor er 2009 nach 33 Einsätzen unter rot-weiß-roter Flagge seine Nationalmannschaftskarriere beendete.
