Mats Hummels und Thomas Müller wagen in der portugiesischen Liga ein neues Abenteuer
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Mats Hummels und Thomas Müller wagen in der portugiesischen Liga ein neues Abenteuer
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Mats Hummels und Thomas Müller wagen in der portugiesischen Liga ein neues Abenteuer

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Investoren in Portugal: Der neue Klub von Thomas Müller & Co.

Investoren in Portugal: Der neue Klub von Thomas Müller & Co.

Thomas Müller und Mats Hummels wagen ein neues Abenteuer: An der Seite von Johannes Mösmang, bis vor Kurzem als Teammanager beim FC Bayern München unter Vertrag, wollen sie einen portugiesischen Erstligisten zum Erfolg führen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Unweit der portugiesischen Hauptstadt Lissabon, in einem Vorort namens Amadora, ist ein neues Kapitel aufgeschlagen worden. Wie Erstligist Estrela Amadora am vergangenen Dienstag offiziell verkündete, hat eine Investorengruppe rund um Thomas Müller, Mats Hummels, Yann Sommer und Lucas Hernández - allesamt ehemalige Spieler des FC Bayern München - die mehrheitlichen Anteile des Vereins erworben. Unter dem neuen Klubpräsident Johannes Mösmang, der zwischen Juli 2016 und August 2026 als Teammanager an der Säbener Straße tätig war, soll das Märchen des Pokalsiegers von 1990 fortgesetzt werden.

Müller und Co. steigen in Portugal ein: "Expertise in allen Bereichen"

Einem Bericht des portugiesischen Nachrichtenportals A Bola zufolge ließ sich das Konsortium die gekauften 90 Prozent des Aktienkapitals des Vereins 40 Millionen Euro kosten. In diesem Projekt soll das Quartett rund um Bayern-Legende Müller nicht nur als stiller Teilhaber im Hintergrund mitwirken, sondern aktiv in das Geschehen eingebunden werden. "Wir wollen Expertisen in allen Bereichen. Deswegen auch die Namen Yann Sommer, Mats Hummels und Thomas Müller", ordnete Mösmang im Interview mit BR24Sport ein. "Yann ist für die Torhüter, Mats für die Defensive und Thomas für die Offensive zuständig. Sie helfen primär bei der Bewertung der Spieler und potenzieller Neuzugänge."

Ihre Aufgaben im Verein seien vielfältig. So sollen Müller und Co. etwa mitentscheiden, "ob sie für oder gegen eine Verpflichtung sind. Natürlich helfen sie aber auch in Sachen Netzwerk und Außendarstellung. Bei Spielergesprächen sind sie ebenso dabei. Für sie ist es eine erste Ebene, sich im Management wirklich austesten zu können."

Estrela Amadora soll in Portugal zum Sprungbrett werden

Die Liga Portugal Betclic gilt gemeinhin als Entwicklungsmarkt - das eröffnet Mösmang völlig andere Möglichkeiten als noch beim FC Bayern. Der Vorteil im portugiesischen Oberhaus ist, "dass ich keine Beschränkungen auf die Verpflichtung von Nicht-EU-Ausländern habe. Das heißt: Ich kann aus jedem Bereich der Welt Spieler verpflichten", erörterte der 35-Jährige.

Dadurch soll Estrela Amadora auf Dauer zum Sprungbrett für junge Spieler aus Fußballentwicklungsländern werden, die sich vor den Toren Lissabons im Estádio José Gomes für die großen europäischen Vereine empfehlen und wiederum Ablösesummen in die Vereinskassen spülen sollen.

Folgt mit Mösmang und Müller das nächste Wunder?

Auf den ersten Blick mag das Investment in Amadora wie ein Zufallsprodukt wirken. Tatsächlich ist Estrela Amadora im portugiesischen Fußball aber seit Jahren in aller Munde - und die Tricolores möchten auf ein bereits vollbrachtes Wunder ein weiteres folgen lassen. 2011 war Estrela aufgrund finanzieller Schwierigkeiten aufgelöst worden, im selben Jahr gründete eine Gruppe ehemaliger Mitglieder einen neuen Verein. Sieben Jahre lang bestand jedoch nur eine Nachwuchsabteilung, ehe die Rückkehr in die unterste Liga verwirklicht wurde und die Fusionierung mit Club Sintra Football dem einstigen Stolz von Amadora endgültig neues Leben einhauchte.

Durch die Zusammenlegung der Vereine war Estrela in der 3. Liga startberechtigt - und seitdem ging es steil bergauf. Nach lediglich zwei Jahren in Liga Portugal 2 gelang in der Saison 2022/23 der Aufstieg ins Oberhaus, wo sich Amadora mittlerweile im Tabellenmittelfeld etabliert hat. Kurios: Der nun scheidende Präsident Paulo Lopo hatte Estrela vor sechs Jahren für 72.000 Euro gekauft, nun waren den Investoren 90 Prozent seines Wirkens satte 40 Millionen Euro wert.

Ein waschechtes Märchen des modernen Fußballs, das mit der Ankunft von Mösmang, Müller und Co. seine Fortsetzung finden soll.