Remco Evenepoel hat die 15. Etappe der Tour de France 2026 gewonnen
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Remco Evenepoel hat die 15. Etappe der Tour de France 2026 gewonnen
Bildrechte: picture alliance / BELGA | DAVID PINTENS
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Remco Evenepoel hat die 15. Etappe der Tour de France 2026 gewonnen

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Evenepoels Krönung gegen Pogacar - Vingegaard gibt auf

Evenepoels Krönung gegen Pogacar - Vingegaard gibt auf

Remco Evenepoel hat Red Bull-Bora-hansgrohe auf der 15. Etappe der Tour de France den ersten Tagessieg beschert. Das Team mit Hauptsitz in Raubling durfte dank einer mentalen Meisterleistung jubeln. Jonas Vingegaard musste die Rundfahrt aufgeben.

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Auf den 183,9 Kilometern zwischen Champagnole und dem Tagesziel auf dem Plateua de Solaison lieferte Remco Evenepoel ein Kunststück auf zwei Rädern ab. Der belgische Doppel-Olympiasieger setzte sich im schwierigen Schlussanstieg gegen den Gesamtführenden Tadej Pogacar (UAE Team Emirates-XRG) sowie dessen Teamkollegen und Edelhelfer Isaac Del Toro durch. Die mit knapp 4000 Höhenmetern versehene Etappe wurde jedoch vom schweren Sturz von Jonas Vingegaard (Visma-Lease a Bike) rund 20 Kilometer vor dem Ziel überschattet: Der Däne musste die Tour aufgeben.

Evenepoel rückt auf Platz zwei vor

Aufgrund des Ausstiegs des 29-jährigen Mitfavoriten rückte Evenepoel im Gesamtklassement auf den zweiten Rang vor und liegt nun 5:00 Minuten hinter Titelverteidiger Pogacar. Auf Platz drei folgt Del Toro, der am Sonntagnachmittag einen satten Sprung nach vorne machte und an seinen Konkurrenten Paul Seixas (Decathlon CMA CGM Team), Juan Ayuso (Lidl-Trek) und Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe) vorbeizog.

Letzterer verlor im finalen Anstieg früh den Anschluss an die Spitze, als die Favoritengruppe rund um Pogacar das Tempo verschärfte. Lipowitz erreichte das Ziel mit 58 Sekunden Rückstand auf dem fünften Platz, auf den dritten Gesamtrang fehlen dem Vorjahresdritten aus Baden-Württemberg mittlerweile 50 Sekunden. Für Red Bull-Bora-hansgrohe ist die Situation dennoch ideal: Im Kampf um das Podium in der Gesamtwertung geht der Rennstall mit Hauptsitz in Raubling mit zwei Trümpfen in die entscheidenden Etappen.

Evenepoel: "Zittere buchstäblich vor Emotionen"

"Es ist einfach unglaublich. Ich zittere buchstäblich vor Emotionen. Was für ein Tag", sagte Evenepoel im offiziellen Siegerinterview über seinen Coup in den Alpen. "Man muss sich vor Augen führen, dass ich gegen den besten Fahrer aller Zeiten gefahren bin. Er hat am Schlussanstieg ein unglaubliches Tempo angeschlagen."

Der 26-Jährige wurde von Pogacar und Del Toro auf den letzten Kilometern in die Zange genommen, befreite sich aus dieser kniffligen Situation jedoch eindrucksvoll - und sicherte sich den dritten Tour-Etappensieg seiner Karriere. Mit Blick auf die Diskussionen rund um die Kapitänsrolle bei Red Bull-Bora-hansgrohe für die anstehende Schlusswoche hat Evenepoel nun die besseren Karten in der Hand.

Vingegaard muss Tour de France aufgeben

Die letzten sechs Etappen der Tour de France 2026 werden ohne einen großen Mitfavoriten über die Bühne gehen. Rund 20 Kilometer vor dem Ziel nahm die Rundfahrt eine dramatische Wendung: Der zweimalige Gesamtsieger Vingegaard stürzte in einem Kreisverkehr bei der Anfahrt zum Schlussanstieg schwer. Der Däne lag auf dem Asphalt und hielt sich die rechte Schulter. Kurz darauf stieg er unter starken Schmerzen in einen Krankenwagen.

Wie Visma-Lease a Bike anschließend verkündete, brach sich Vingegaard bei seinem Sturz das Schlüsselbein und zog sich mehrere Schürfwunden zu. "Aufgrund der Schwere des Schlüsselbeinbruchs wurde ein chirurgischer Eingriff empfohlen, der in den kommenden Tagen durchgeführt wird", hieß es.

Pogacar fühlte mit seinem Rivalen mit. "Die Tour wird ohne ihn nicht mehr dieselbe sein. Es ist wirklich traurig", sagte Pogacar und sprach von großem gegenseitigen Respekt: "Seit 2021 kämpfen wir eigentlich ständig gegeneinander um die Siege. Ich würde sogar sagen, dass wir inzwischen auch ein Stück weit Freunde geworden sind."