Volleyball Herrsching und Unterhaching
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Volleyball: Herrsching und Haching fusionieren mit Meister-Ziel

Volleyball: Herrsching und Haching fusionieren mit Meister-Ziel

Aus zwei mach eins: Der TSV Unterhaching und die WWK Volleys Herrsching schließen sich zu den WWK Volleys München zusammen. Die neue Profi-Plattform will Bayerns Volleyball sichtbarer machen – mit einem klaren Ziel: Deutscher Meister werden.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Ein Volleyballnetz hält nur, wenn die Knoten fest sitzen. Genau an so einem Knoten arbeiten gerade zwei bekannte Adressen im bayerischen Volleyball: Der TSV Unterhaching und die WWK Volleys Herrsching wollen ihre Kräfte bündeln und ab der kommenden Saison gemeinsam aufschlagen als "WWK Volleys München".

Der Schritt kommt nicht aus der Not heraus – beide Klubs könnten "grundsolide" als getrennte Bundesligisten weitermachen. Doch der Zeitpunkt scheint bewusst gewählt. Herrschings Pressesprecher André Bugl verweist im BR24Sport-Interview auf die sportliche Großwetterlage: "Volleyball erlebt einen Hype", sagt er. Es habe "mit die größten Zuwachsraten aller Teamsportarten in Deutschland". Und genau in diesem Moment, so Bugl, entscheiden sich zwei Vereine im Raum München dafür, "mehr erreichen" zu wollen: "Wir bündeln die Kräfte und starten."

Identität soll bleiben: "Zwei Wurzeln, ein Wille"

Ein Zusammenschluss ruft fast immer dieselbe Sorge hervor: Geht dabei etwas verloren? In diesem Fall lautet die Botschaft aus Herrsching: Nein. Bugl betont, "dass ehrlicherweise nichts verschwindet". Der Leitsatz der neuen Konstellation sei "zwei Wurzeln, ein Wille"– die Identitäten beider Vereine sollen erkennbar bleiben und bewusst eingebracht werden.

Auch strukturell ist die Zusammenarbeit klar umrissen: Die Stammvereine bleiben eigenständig, die Kooperation gilt explizit dem Profibereich. Geplant ist ein Drei-Standorte-Modell: Trainiert und gearbeitet wird in Herrsching, Unterhaching und in München.

Titel-DNA trifft Kultfaktor

Inhaltlich soll die Fusion genau das verbinden, was beide Klubs auszeichnet: "Haching hat schon Titel gewonnen – das haben wir in Herrsching nie geschafft", so Bugl. Herrsching wiederum bringe "Kreativität" und "Kultfaktor" mit – inklusive der Aktionen, für die der Klub bundesweit bekannt wurde - beispielsweise das legendäre Lederhosen-Trikot, in dem die Munich Volleys auch auflaufen werden. "Wir bündeln somit alles, was die letzten 20 Jahre gut war."

Unterhachings Geschäftsführer Mihai Paduretu sieht im Projekt ebenfalls einen Qualitätssprung – und spricht von viel Rückenwind aus dem Umfeld: "Wir freuen uns sehr und auch alle Fans und Sponsoren sind begeistert."

Meisterschaft als Ziel – "steht auch in unserer Vereinbarung"

Während viele neue Projekte sich vorsichtig an Ziele herantasten, formuliert Unterhaching bemerkenswert klar. Paduretu nennt als sportliche Zielmarke "nur ein einziges Ziel: Deutscher Meister". Und er legt nach: "Ja, das steht auch in unserer Vereinbarung. Unser Ziel ist, Deutscher Meister zu werden. Vielleicht nicht schon nächstes Jahr. Aber wer weiß. […] Die Liga ist enger geworden und jeder kann jeden schlagen."

Fans: Von Rivalität zur gemeinsamen Kurve?

Ex-Bundesligist Roy Friedrich stand schon für beide Seiten auf der Platte. Für ihn wird vor allem spannend, wie die Fanlager mit dem neuen Konstrukt umgehen – auch weil man schon "ein bisschen Rivalität zwischen den einzelnen Fanblocks" gespürt habe.

Paduretu hingegen wirkt gelassen, was mögliche kritische Stimmen angeht: Bisher habe er "noch keine einzige Stimme" dagegen gehört – und selbst wenn, "das werden wir verkraften". Arbeit werde es trotzdem - aber er sei "bereit, nochmals einen Sprint zu leisten, um dieses Projekt auf die Beine zu stellen".

Am Ende soll aus zwei Adressen eine neue Plattform entstehen, die den bayerischen Volleyball wieder sichtbarer macht mit einem Ziel, das bewusst hoch hängt – Deutscher Meister.

Audio: Volleyball-Bundesligisten Herrsching und Haching fusionieren

Spielszene Unterhaching- Herrsching
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