Marco Brenner breitete die Arme aus und konnte sein Glück kaum fassen. Der Augsburger gewann auf der 14. Etappe der Vuelta a España die Bergankunft in Sierra de la Pandera und feierte damit den bislang größten Erfolg seiner Karriere.
"Ich kann es nicht glauben. Für solche Tage bin ich Radprofi geworden. Es gibt nicht viele Fahrer, die einen Etappensieg bei einer Grand Tour holen", sagte Brenner nach seinem Triumph auf 1.800 Metern Höhe.
Sieg auf großer Bühne
Der 24-Jährige setzte sich nach 154,5 Kilometern aus einer großen Ausreißergruppe heraus durch. Im Schlussanstieg ließ Brenner dem Kolumbianer Santiago Buitrago im Bergauf-Sprint keine Chance und holte sich den Tagessieg.
Für Brenner war es der erste Etappenerfolg bei einer Grand Tour. Zugleich sorgte er für den ersten deutschen Etappensieg bei der Spanien-Rundfahrt seit Lennard Kämna vor drei Jahren.
Vom Talent zum Siegfahrer
Brenner zählt seit Jahren zu den großen deutschen Hoffnungen im Rundradsport. Der frühere deutsche Meister machte bereits im Nachwuchsbereich mit starken Leistungen auf sich aufmerksam und galt früh als Fahrer für die großen Rundfahrten.
Der Erfolg bei der Vuelta ist für den Augsburger ein weiterer Beleg seiner Entwicklung. Die Spanien-Rundfahrt gehört neben der Tour de France und dem Giro d'Italia zu den drei Grand Tours des Radsports. Ein Etappensieg bei einer dieser Rundfahrten zählt zu den prestigeträchtigsten Erfolgen im Profibereich.
Polen-Rundfahrt als Vorbote
Ganz überraschend kam Brenners Triumph nicht. Erst im August hatte er mit dem Gesamtsieg bei der Polen-Rundfahrt aufhorchen lassen. Nun setzte er bei der Vuelta noch einen drauf. Dass ihm der Sieg bei erst seiner dritten Grand Tour gelang, unterstreicht die Bedeutung des Erfolgs zusätzlich.
