Der Nordische Kombinierer Vinzenz Geiger
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IOC streicht Kombination aus Olympia-Programm - Russen zurück

IOC streicht Kombination aus Olympia-Programm - Russen zurück

Das Exekutivorgan des Internationalen Olympischen Komitees hat die Streichung der Nordischen Kombination aus dem Olympia-Programm beschlossen. Die Alpin-Snowboarder können derweil aufatmen. In 2030 wird es zudem eine komplett neue Sportart geben.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat auf dem Kongress des "Executive Boards" das Aus für die Nordische Kombination für das Programm der Winterspiele 2030 beschlossen. Für 2034 ist eine Rückkehr zwar möglich, aber abhängig von der Entwicklung der NoKo, wie IOC-Präsidentin Kirsty Coventry auf einer Pressekonferenz betonte.

IOC begründet Olympia-Aus für Kombination

Als Begründung für die Entscheidung nannte das IOC den Umstand, dass die Kombinationsevents bei den vergangenen vier Winterspielen in Sotschi 2014, Pyeongchang 2018, Peking 2022 und Mailand/Cortina d'Ampezzo 2026 jeweils am schlechtesten in Sachen Beliebtheit bei den Zuschauern abgeschnitten hatten.

Neben der fehlenden Popularität sei auch die geringe Leistungsdichte bei Frauen und Männern ausschlaggebend für die Herausnahme des Traditionssports aus dem Programm gewesen.

Alpin-Snowboarder können aufatmen

Bislang war die Nordische Kombination nur im Herrenbereich olympisch gewesen, nachdem dem IOC die Ausgeglichenheit bei den Damen für eine Aufnahme in Mailand/Cortina gefehlt hatte. Geschlechter-Parität ist allerdings das große Ziel des IOC für Olympia 2030, welches der Verband mit einem Starterfeld von nun 1525 Athletinnen und 1521 Athleten zu erreichen plant.

Die Alpin-Snowboarder können derweil aufatmen. Den Parallel-Riesenslalom, der ebenfalls unter Beobachtung gestanden hatte, bleibt auch weiterhin olympisch. Das Snowboard-Event habe in Italien Anfang des Jahres eine "signifikante Verbesserung seit Peking 2022 in einer Reihe von Beliebtheitsindikatoren" vorweisen können, erklärte das IOC und belohnte die Entwicklung prompt mit einem Mixed-Team-Wettkampf.

"Nach vielen Monaten des Wartens ist das eine riesige Erleichterung. Jetzt können wir wieder mit voller Überzeugung Richtung Olympia planen. Dass zusätzlich der Teamwettbewerb aufgenommen wurde, ist eine tolle Entwicklung und sorgt für noch mehr Sichtbarkeit für unseren Sport", jubelte Snowboarder Elias Huber (SC Schellenberg) über die Entscheidung.

IOC macht Freeride olympisch

Neben dem Aus für die Kombination gab das IOC mehrere neue Wettbewerbe bekannt, die 2030 erstmals ins Olympia-Programm aufgenommen werden sollen. Unter anderem bekommen die Biathleten mit der Mixed-Single-Staffel eine zusätzliche Medaillenchance.

Obendrein wird mit Freeride eine ganze Sportart bei den Winterspielen in Frankreich ihr Olympia-Debüt feiern. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen wird es dort Snowboard- und Ski-Wettkämpfe geben.

Diverse neue Wettbewerbe für Olympia

Daneben wird im mit synchro9 ein Synchron-Event im Eiskunstlauf eingeführt. Die Eisschnellläufer können sich zudem über die Aufnahme des Team Sprints bei Frauen und Männern freuen. Die Skisprung-Damen bekommen analog zu den Herren den Super-Team-Wettbewerb ins Programm, während die Skicrosser künftig auch im Mixed Team nach Edelmetall greifen können.

Nach dem erfolgreichen Olympia-Debüt in diesem Jahr wird 2030 außerdem das SkiMo-Programm ausgebaut. Neu dabei sind die Einzel-Events, die die Sprint-Wettbewerbe in Frankreich ergänzen werden.

IOC hebt Suspendierung von Russland auf

Neben Anpassungen am Programm nahm das IOC noch eine weitere bemerkenswerte Neuerung vor und hob die Suspendierung des Russischen Olympischen Komitees (ROC) vorläufig auf, womit russische Athleten wieder startberechtigt sind.