Drei Milliarden Euro hat die Bundesregierung für Privathaushalte reserviert, um 800.000 E-Autos auf die Straßen zu bringen. Das sei natürlich gut für Umwelt, aber Umweltminister Carsten Schneider (SPD) ist es im Gespräch mit dem BR auch wichtig zu betonen: "Ich fördere ganz gezielt niedrige Einkommen und Familien." Sein Programm verspricht: Wer weniger verdient oder Kinder hat, bekommt mehr Geld vom Staat. Doch wie hoch ist die Förderung für E-Autos? Und gilt die Prämie auch für Gebrauchtwagen?
Welche E-Autos fördert die Bundesregierung ab 2026?
Grundsätzlich gilt: Alle E-Autos, nur neu muss es sein. Das heißt, beim Kauf eines Neuwagens mit rein batterieelektrischem Antrieb, ist die Förderung sicher. Plug-in-Hybride und Range-Extender sind förderfähig, wenn die elektrische Reichweite über 80 Kilometer liegt oder deren CO2-Emissionen einen Wert von 60g CO2 pro Kilometer nicht überschreiten. Es gibt jedoch immer eine Einkommensgrenze.
💡 Was heißt Plug-in und Range-Extender?
Ein Plug-in-Hybrid hat sowohl einen Elektromotor als auch einen Verbrennungsmotor. Der Verbrennungsmotor muss das Auto meist nur bei längeren Strecken zuschalten. Beim Range-Extender ist der zusätzliche Verbrenner dazu da, die Batterie nachzuladen, treibt jedoch nicht das Fahrzeug an.
Wie hoch ist die Fördersumme für Elektroautos?
Die Förderhöhe liegt zwischen 1.500 und 6.000 Euro. Dabei sind zwei Faktoren zu beachten:
- Die Art des Fahrzeugs: Ist das Fahrzeug ein rein batterieelektrisches Auto, beträgt die Basisförderung 3.000 Euro. Für Plug-In-Hybride und Elektro-Autos mit Range-Extender beginnt die Förderung bei 1.500 Euro.
- Die Höhe des Haushaltseinkommens: Die Förderung ist an das gemeinsame zu versteuernde Einkommen eines Haushalts gekoppelt.
Wie viel darf ich verdienen, um die E-Auto-Förderung zu bekommen?
Bei einem Förderantrag kommt es künftig auf die Steuerbescheide der beiden Partner an: Liegt das gemeinsame zu versteuernde Einkommen zwischen 85.001 und 90.000 Euro im Jahr, fördert die Bundesregierung ein E-Auto mit 4.000 – aber nur bei einem Haushalt mit zwei Kindern unter 18. Zwischen 80.001 und 85.000 Euro reicht ein Kind und unter 80.000 Euro gibt es auch ohne Kinder mindestens die Basisförderung von 3.000 Euro oder mehr.
Rein batterieelektrische Fahrzeuge fördert die Bundesregierung gestaffelt nach Haushaltseinkommen.
Rentner, Paare ohne Trauschein, Alleinstehende: Wie kann ich die E-Auto-Prämie beantragen?
Auch bei eheähnlichen Gemeinschaften kommt es auf das gemeinsame Einkommen an, schreibt das Bundesumweltministerium in einem FAQ (externer Link). Rentnerinnen und Rentner können eine Rentenbescheinigung einreichen. Für Alleinstehende gelten die gleichen Regelungen.
Die Förderung gilt für Fahrzeuge, die ab dem 1. Januar 2026 zugelassen wurden. Das Portal, um die Förderung zu beantragen, soll jedoch erst ab Mai bereit sein. Zwar können Käufer die Prämie auch rückwirkend beantragen, Verbände befürchten trotzdem eine Kaufzurückhaltung.
Ist die Fördersumme für alle Autos gleich?
Nein. Für Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge und Range Extender gelten andere Fördersummen. Ein Haushalt mit 90.000 Euro Jahreseinkommen und zwei Kindern unter 18 bekommt zum Beispiel noch 2.500 Euro. Einen Haushalt ohne Kinder und 45.000 Euro Haushaltsjahreseinkommen fördert die Bundesregierung mit 3.500 Euro.
Gilt die Förderung auch für Leasing-Verträge?
Ja. Genau wie beim Kauf muss man das Auto aber mindestens drei Jahre lang behalten.
Bekomme ich für gebrauchte Elektroautos eine Förderung?
Nein. Laut Umweltminister Schneider will man gezielt Neuwagen fördern. Im Gespräch mit dem BR erklärt er, es gebe durchaus auch Neuwagen für unter 20.000 Euro, die für Haushalte mit niedrigem Einkommen in Frage kämen.
Wie hoch ist die Kfz-Steuer für E-Autos 2026?
Aktuell sind E-Autos bis zu zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Das gilt jedoch nur für batterieelektrische Fahrzeuge. "Meines Erachtens wird sich diese Technologie durchsetzen, weil sie eben nur einen Antrieb hat und nicht zwei", sagt Umweltminister Schneider mit Blick auf Plug-in-Hybride und Range Extender. Für diese Fahrzeugtypen sind die Steuern jedoch meist günstiger.
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