Lkw der Logistikfirma Dachser auf einer Autobahn
Lkw der Logistikfirma Dachser auf einer Autobahn
Bild
Der Allgäuer Logistikkonzern Dachser hat vergangenes Jahr seinen Umsatz gesteigert, auf einen neuen Rekord von rund 8,3 Milliarden Euro.
Bildrechte: picture alliance / M.i.S. | Bernd Feil
Schlagwörter
Bildrechte: picture alliance / M.i.S. | Bernd Feil
Audiobeitrag

Der Allgäuer Logistikkonzern Dachser hat vergangenes Jahr seinen Umsatz gesteigert, auf einen neuen Rekord von rund 8,3 Milliarden Euro.

Aktualisiert am
Audiobeitrag
Erschien zuerst am
> Wirtschaft >

Wie der Iran-Krieg den Allgäuer Logistikkonzern Dachser trifft

Wie der Iran-Krieg den Allgäuer Logistikkonzern Dachser trifft

Der Allgäuer Logistikkonzern Dachser hat vergangenes Jahr seinen Umsatz um 3,1 Prozent gesteigert, auf einen neuen Rekord von rund 8,3 Milliarden Euro. Doch zwei Entwicklungen machen dem Unternehmen zu schaffen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Der Logistikdienstleister Dachser steigerte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2025 auf rund 8,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem neuen Höchstwert in der Unternehmensgeschichte. Der Konzern ist zufrieden, gerade weil das konjunkturelle Umfeld schwierig sei. Aktuell belastet der Irankrieg das Geschäft.

Hohe Treibstoffpreise und weniger Kapazität für Luft- und Seefracht

Der Krieg im Nahen Osten verknappt die Kapazitäten für Luft -und Seefracht. Insbesondere auf der Route von Asien nach Europa, sagt der Vorstandsvorsitzende von Dachser, Burkhard Eling. Noch stärker würden aber die gestiegenen Treibstoffpreise den Markt unter Druck setzen und Transporte verteuern. "Wir haben mit den steigenden Kosten sowohl beim Treibstoff für Lkw als auch für Kerosin und Seefracht natürlich zu kämpfen. Wir sehen eine Kostensteigerung von rund 25 Prozent bei den Treibstoffkosten, 50 Prozent mehr bei Diesel als zum Beginn der Krise und von daher trifft es uns natürlich", sagt Eling.

Dachser will Flotte der Elektro-Lkw ausbauen

Einen Großteil der höheren Kosten könne man aber an die Kunden weitergeben über so genannte "Dieselfloater". Das sind Kraftstoffzuschläge, um schwankenden Dieselpreisen entgegenzuwirken. Diese sind in der Branche üblich und werden im Vorfeld vertraglich vereinbart.

Um sich weiter von hohen Dieselpreisen unabhängig zu machen, setzt Dachser auf Elektro-Lkw und will seine Flotte hier weiter ausbauen. Bisher sind allerdings erst 200 LKW elektrisch unterwegs. Zu wenig, um die aktuelle Steigerung des Dieselpreises auszugleichen, so Eling.

Dieser Artikel ist erstmals am 14. April 2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!