Corona? Im Bild: Ein Mann schnäuzt in ein Taschentuch
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Die Infektionszahlen bei den viralen Atemwegserkrankungen steigen, auch bei Corona - derzeit aber auf niedrigem Niveau.
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Die Infektionszahlen bei den viralen Atemwegserkrankungen steigen, auch bei Corona - derzeit aber auf niedrigem Niveau.

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Corona: Aktuelle Fallzahlen, Varianten, Symptome und Impfung

Corona: Aktuelle Fallzahlen, Varianten, Symptome und Impfung

Im Vergleich zu Ende September haben sich die Covid-19-Fälle in Bayern mittlerweile mehr als verdreifacht. Es sind aber immer noch wenige. Warum eine Impfung für manche trotzdem wichtig ist und welche Corona-Varianten aktuell kursieren.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Im Herbst steigt typischerweise die Zahl der Atemwegserkrankungen an. So auch in diesem Jahr. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet auf seinem aktuellen Infektionsradar (externer Link) bundesweit 1.332 Arztbesuche wegen Atemwegserkrankungen. Auch die Zahl der SARS-CoV-2- und der Influenza-Infektionen sind laut aktuellem Bericht des RKI zu den akuten respiratorischen Erkrankungen - ARE-Wochenbericht (externer Link) - im Vergleich zur Vorwoche in ganz Deutschland angestiegen.

Die aktuellen Zahlen (externer Link) des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zeigen ebenfalls einen Anstieg. Antworten auf wichtige Fragen zur Corona-Lage.

Wie viele Covid-19 gibt es derzeit in Bayern?

Laut LGL gibt es in Bayern 218 gemeldete Covid-19-Fälle (Stand: 15. Oktober/Zahlen der Kalenderwoche 41, bis 11.Oktober). Im Vergleich zur Vorwoche mit 139 gemeldeten Fällen (Kalenderwoche 40) ist das ein deutlicher Anstieg. Im Vergleich zu Ende September (mit 66 Fällen) hat sich die Zahl sogar mehr als verdreifacht.

Die meisten Fälle (116) gibt es in Oberbayern. Bayern hat bei der 7-Tage-Inzidenz (externer Link) laut RKI mit 1,4 Covid-19-Fällen pro 100.000 Einwohner den höchsten Wert in Deutschland. Laut LGL befinden sich derzeit drei Personen in Bayern mit einer Covid-19-Diagnose auf der Intensivstation.

Wie viele Corona-Infektionen es derzeit in Bayern gibt, zeigt das LGL in einer Trendanalyse (externer Link). Das LGL weist gegenüber dem BR darauf hin, dass es sich hier lediglich um Stichproben von am Corona-Sentinel – einem Überwachungssystem – teilnehmenden Praxen und den Gesundheitsämtern gemeldete Fälle handelt. Die Statistik bilde nicht die aktuellen Fälle in Bayern ab.

Corona: Welche Virus-Variante ist gerade vorherrschend?

Laut RKI wurde derzeit in Deutschland die Virusvariante Stratus (XFG) am häufigsten nachgewiesen. Weitere in Deutschland relevante Varianten sind Nimbus (NB.1.8.1) und Cicada (BA.3.2) sowie sogenannte Rekombinante Linien, also eine Mischung aus den vorhandenen Varianten. Alle sind Abkömmlinge der Omikron-Variante. Auch in Bayern beherrschen diese Virusvarianten das Infektionsgeschehen (externer Link).

Was sind die Symptome bei einer SARS-CoV-2-Infektion?

In der Regel verläuft eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus mittlerweile mild. Das liegt vor allem daran, dass die meisten Erwachsenen seit der Pandemie eine Immunität gegen das Virus aufgebaut haben, entweder durch Impfung oder eine durchgemachte Infektion oder beides.

Die Symptome bei einer Infektion mit den aktuell zirkulierenden SARS-CoV-2-Varianten ähneln den Symptomen bei anderen viralen Atemwegsinfektionen, sind also in der Regel: leichtes Fieber, Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Abgeschlagenheit.

Warum bleibt eine Corona-Impfung für manche Menschen wichtig?

Das RKI weist in einem ARE-Wochenbericht (externer Link) von Anfang Oktober darauf hin: "SARS-CoV-2 bleibt auch nach dem Ende der Coronavirus-Erkrankung-(COVID-19-)Pandemie von besonderer epidemiologischer Bedeutung, da es fortwährend weltweit zirkuliert und COVID-19 weiterhin zu Hospitalisierungen und Todesfällen führt."

Die STIKO (externer Link) empfiehlt eine jährliche Auffrischimpfung für Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf sowie für Menschen, die aufgrund ihres Arbeitsumfeldes einem erhöhten SARS-CoV-2-Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Das sind vor allem Menschen über 75 Jahre, Menschen mit Vor- beziehungsweise Grunderkrankungen und Menschen, die etwa in Pflegeeinrichtungen arbeiten.

Schützen die Corona-Impfstoffe auch vor den neuen Varianten?

Die Impfstoffe werden ständig an die neuen Virusvarianten angepasst. Sie sollten daher auch vor den neuen Varianten schützen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) empfehlen Impfstoffe, die auf die Varianten LP.8.1 und XFG abgestimmt sind. Es sei zu erwarten, dass sie "gleichgut vor schweren COVID-19-Erkrankungen schützen", heißt es auf der Internetseite des RKI (externer Link).

Schlagen Corona-Tests bei den neuen Varianten an?

Viren mutieren ständig, deshalb gibt es immer neue Virusvarianten. Die Schnelltests untersuchen aber meist das sogenannte Nukleokapsid-Protein, das sich nicht so stark verändert. Schnelltests sollten daher auch bei den neuen Varianten funktionieren.

Das LGL schreibt zur Wirksamkeit der Tests dem BR folgende Empfehlung: "Bisher gibt es laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) keine Anhaltspunkte dafür, dass die aktuell kursierenden Omikron-Varianten durch Antigen-Tests schlechter erkannt werden als vorherige Varianten. Wichtig für ein möglichst zuverlässiges Testergebnis ist die korrekte, der Bedienungsanleitung entsprechende Durchführung. Ist das Datum, bis zu dem ein Selbsttest sicher verwendet werden kann, abgelaufen, sollte dieser nicht mehr genutzt, sondern stattdessen entsorgt werden."

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