Wanderer spazieren an Kühen vorbei
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Nach tödlicher Kuhattacke: So verhalten sich Wanderer richtig
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Nach tödlicher Kuhattacke: So verhalten sich Wanderer richtig

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Nach tödlicher Kuhattacke: So verhalten Wanderer sich richtig

Nach tödlicher Kuhattacke: So verhalten Wanderer sich richtig

Immer wieder kommt es vor, dass Wanderer von Kühen angegriffen werden. Aber warum machen die Tiere das? Sind Kühe grundsätzlich gefährlich? Und wie kann man sich vor einer Kuhattacke schützen?

Über dieses Thema berichtet: Bayern 2 Die Welt am Abend am .

Kühe sind von Natur aus wenig angriffslustig, trotzdem kann es zu Zusammenstößen mit den Tieren kommen. In Tirol ist letztes Wochenende eine 67 Jahre alte Frau von einer Kuhherde attackiert und getötet worden. Ihr Ehemann wurde schwer verletzt. Der Grund für das aggressive Verhalten der Tiere ist noch unklar

Kuhangriffe auf Wanderer: Diese Fehler erhöhen das Risiko auf der Alm

Häufig ist der Grund für Kuhattacken ein Fehlverhalten der Wanderer – etwa wenn Hunde ohne Leine mitgeführt werden. Der Deutsche Alpenverein gibt Tipps, wie sich Wanderer bei einer Begegnung mit Kühen verhalten sollten (externer Link):

Der richtige Umgang mit Kühen auf der Weide

Viele Wanderer unterschätzen Kühe auf der Alm: Jungvieh oder Kühe können einige hundert Kilogramm wiegen und unvorsichtige Wanderer auch schon mal umhauen oder verletzen, selbst wenn ein Zusammenstoß gar nicht bösartig gemeint ist. Auch können sie schneller laufen, als man den schwergewichtigen Tieren zutrauen würde. Weitere Tipps des Deutschen Alpenvereins:

  • Wanderwege, die über Weiden führen, nicht verlassen!
  • Wanderer mit Hunden sollten Weideflächen lieber umgehen und ihren Hund an die Leine nehmen.
  • Beim Überqueren der Weide ist ein Abstand von mindestens 20 bis 50 Metern zu den Tieren angeraten. Dabei sollte man auch nicht laut schreien oder rumhüpfen, sondern ruhig und unauffällig passieren.
  • Wenn ein Rind oder eine Kuh ausgerechnet den Wanderweg versperrt oder es sich dort gar bequem gemacht hat, umgehen Sie das Tier mit möglichst großem Abstand.
  • Leichtsinnig ist es auch, die Tiere zu erschrecken oder ihnen direkt in die Augen zu starren.
  • Die Kuhweide ist kein Streichelzoo. Lassen Sie die Tiere einfach in Ruhe – nicht streicheln und nicht füttern.
  • Achten Sie auf Warnsignale: Senken die Tiere den Kopf, schnauben, scharren und brüllen, kann es brenzlig werden.
  • Kommen die Tiere näher, bleiben sie ruhig und ziehen sich langsam zurück – mit dem Blick auf die Kuh!
  • Fuchteln Sie nicht mit Ihrem Wanderstock durch die Gegend. Im größten Notfall kann ein gezielter Schlag auf die Nase die Kuh vertreiben.
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Kühe - Streichelzoo oder aggressive Angreifer?

Mutterkühe und Kälber: Warum Herden plötzlich aggressiv reagieren

Wie so häufig bei Muttertieren: Sie haben einen ausgeprägten Schutzinstinkt und wollen ihre Kälbchen vor Gefahr schützen. Auch wenn die kleinen Kälbchen süß aussehen, gilt: Finger weg! Denn Kühe sehen nicht besonders scharf und reagieren womöglich aggressiv, wenn sich ihrem Kälbchen "etwas" nähert.

Und das gilt im Übrigen nicht nur für die Mutter. Auch die anderen Kühe in der Herde verteidigen den Nachwuchs.

Wandern mit Hund: Warum Kühe besonders sensibel reagieren

Wanderer sollten ihren Hund anleinen, wenn sie über die Weide spazieren. So hat man ihren Jagdinstinkt unter Kontrolle und die Kühe werden nicht beunruhigt oder über die Weide gejagt. Falls es zu einem Angriff kommt, sollte der Hund jedoch abgeleint werden.

Oft konzentrieren sich angreifende Kühe auf den Hund, der mit seinem Tempo vermutlich auch die schnellste Kuh abhängen kann. Der Wanderer sollte die Zeit nutzen, sich in Sicherheit zu bringen. Idealer ist es grundsätzlich, mit einem angeleinten Hund die Weideflächen zu umgehen.

Gatter auf der Alm: Warum Wanderer sie richtig schließen sollten

Wenn Wanderer durch ein Gatter eine Weide betreten, sollte dieses auch wieder geschlossen werden, damit die Tiere nicht ihre Chance auf Freigang nutzen. Wenn das Gatter offen ist, lassen Sie es so, wie Sie es vorgefunden haben.

Denn es kann sein, dass es vom Almwirt absichtlich geöffnet wurde, damit die Tiere zum Beispiel an eine Wasserstelle auf einer anderen Weide kommen können. Auch das Wasser an einer Tränke sollte aus diesem Grund nicht auf- oder zugedreht werden.

Verhaltenskodex auf Almen: Welche Regeln für Wanderer gelten

Grundsätzlich sind Almwirte vor der Gefahr, dass ihre Kühe womöglich einen Menschen verletzen oder töten, nicht gefeit. Deshalb hat die Landwirtschaftskammer Tirol einen Verhaltenskodex für Wanderer (externer Link) herausgegeben.

Dieser Verhaltenskodex stellt ähnlich wie die FIS-Regeln beim Skifahren die Eigenverantwortung in den Mittelpunkt. Wenn sich ein Wanderer nicht daran halte, habe das im Schadensfall rechtliche Konsequenzen für ihn. Auch bayerische Landwirte wünschen sich einen solchen Kodex.

Im Audio: Ehepaar in Österreich von Kuhherde attackiert

Symbolbild: Kühe auf einer Weide
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Symbolbild: Kühe auf einer Weide

Dieser Artikel ist erstmals am 18. Mai 2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.

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