Eine Frau in Unschärfe im Hintergrund. Im Vordergrund ein Cremetiegel und eine Hand mit Creme an den Fingern.
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Kälte und Hautpflege: Was braucht die Haut im Winter?
Bildrechte: picture alliance / Zoonar | MAREVGENNA
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Kälte und Hautpflege: Was braucht die Haut im Winter?

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Rissig und trocken – Pflege für gestresste Winterhaut

Rissig und trocken – Pflege für gestresste Winterhaut

Frostige Temperaturen und trockene Heizungsluft setzen der Haut zu: Sie spannt, trocknet aus und verliert Feuchtigkeit. Darum muss die Haut im Winter ihr Fett wegkriegen! Hier gibt es Tipps für die richtige Hautpflege in der kalten Jahreszeit.

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Die Lippen werden trocken, die Haut spannt – im Winter gerät unsere Haut unter Stress. Die Talgdrüsen produzieren weniger Fett, die Haut verliert Feuchtigkeit, wird trocken, rissig, juckt und reagiert empfindlicher – besonders im Gesicht, an den Händen und Lippen. Zusätzlich entzieht der Wechsel zwischen frostiger Außenluft und trockener Heizungsluft der Haut Feuchtigkeit.

Individuelle Hautpflege: Nicht jedes Produkt passt zu jedem Hauttyp

Damit die Haut optimal versorgt wird, sollte die Pflege grundsätzlich auf den persönlichen Hauttyp abgestimmt sein. Mischhaut benötigt unterschiedliche Produkte für ölige Bereiche wie Stirn, Kinn und Nase sowie für trockene Partien wie die Wangen. Bei trockener Haut sollte die Pflege reichhaltiger sein, bei fettiger Haut, die zu Unreinheiten und Pickeln neigt, sind leichte Emulsionen besser geeignet.

Die richtige Creme für frostige Temperaturen

Grundsätzlich gilt: Im Winter braucht die Haut deutlich mehr Fett als im restlichen Jahr. Viele Cremes geben jedoch nicht an, wie ihr Wasser-Öl-Verhältnis ist – also wie viel Wasser und wie viel Fett enthalten ist. Es gibt folgende Varianten:

  • Öl-in-Wasser-Cremes sind leicht und schnell einziehend, eignen sich eher für den Sommer oder fettige Haut.
  • Wasser-in-Öl-Cremes wirken wie ein Schutzfilm und sind ideal für kalte Wintertage.

Für die kalte Jahreszeit sind fettreichere Cremes besser, da das Fett die Haut wie ein Schutzfilm umhüllt und vor Kälte und Feuchtigkeitsverlust schützt.

Die meisten Tagescremes sind jedoch auf Öl-in-Wasser-Basis und enthalten viel Wasser. Sie ziehen zwar schnell ein, können die Haut im Winter jedoch zusätzlich austrocknen Ein hoher Wasseranteil kann bei sehr niedrigen Temperaturen sogar auf der Haut auskühlen und in Extremfällen ein leichtes "Angefroren"-Gefühl verursachen. Eine alleinige Feuchtigkeitspflege bietet im Winter keinen ausreichenden Schutz. Deswegen können Nachtcremes, die oft reichhaltiger – sprich: fettreicher – sind im Winter tagsüber die bessere Wahl sein. Das Verhältnis von Öl und Wasser ist häufig auf den Cremes nicht angegeben, daher sind Hinweise wie "reichhaltig" ein guter Anhaltspunkt für einen höheren Fettgehalt.

Im Winter ist Fett für die Haut unerlässlich

Für die kalte Jahreszeit sollte eine Pflege mit einem Fett- beziehungsweise Lipidanteil von mindestens 50 Prozent gewählt werden. Zwei Anwendungen pro Tag sind in der Regel ausreichend. Fett allein reicht jedoch nicht aus: Für die tägliche Pflege trockener Winterhaut sind Cremes optimal, die sowohl pflegendes Fett als auch Feuchtigkeit liefern. Deshalb sollte man auf die Inhaltsstoffe achten: Besonders wirksam sind zum Beispiel Urea, Glycerin, Dexpanthenol, hautverwandte Lipide wie Ceramide oder Squalane sowie hochwertige pflanzliche Fette wie Sheabutter oder Nachtkerzenöl. Man kann auch zunächst ein feuchtigkeitsspendendes Produkt auftragen und anschließend eine fetthaltige Creme darüber geben. Diese zweite Schicht unterstützt die Haut dabei, die Feuchtigkeit zu bewahren.

Schonende Reinigung und Peeling vermeiden

Auch bei der Reinigung ist Vorsicht geboten: Seifen trocknen die Haut aus, besser sind milde Reinigungsemulsionen mit saurem pH-Wert. Peelings sollten im Winter nur sparsam oder gar nicht eingesetzt werden, da mechanische Schleifpartikel trockene und gereizte Haut zusätzlich belasten. Wer abgestorbene Hautzellen entfernen möchte, greift besser zu einem sanften Enzympeeling.

Sauna und Dampfbad: Wohlbefinden für Haut und Kreislauf

Viele genießen im Winter Sauna oder Dampfbad – und das tut auch der Haut gut. Kälte verengt die Blutgefäße, die Haut wird schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. In der Sauna oder im Dampfbad weiten sich die Gefäße, die Durchblutung wird angeregt, der Stoffwechsel angekurbelt. Schwitzen reinigt die Poren, verbessert das Hautbild und kann den pH-Wert der Haut positiv beeinflussen. Wichtig ist, danach kurz kalt zu duschen – ohne Seife oder Duschgel – um den Säureschutzmantel zu erhalten, die Durchblutung zu fördern und die Haut nicht auszutrocknen. Anschließend sanft trockentupfen und sofort eincremen.

Pflege nach dem Duschen und Baden

Nach dem Duschen oder Baden sollte die Haut sofort mit rückfettenden Cremes gepflegt werden. Ideal sind Produkte mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen wie Glycerin, Milchsäure oder Harnstoff. Bei Kindern oder offenen Hautstellen sollte auf Harnstoff verzichtet werden, da er brennen kann. Cremes ohne Duftstoffe, Konservierungsstoffe oder irritierende Emulgatoren sind besonders gut verträglich. Auch ätherische Öle können bei sensibler Haut zu Irritationen oder Kontaktallergien führen.

Im Video: Was ist wichtig bei der Hautpflege im Winter?

Hautpflege im Winter
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So pflegen Sie Ihre Haut im Winter

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