Ein grüner Matcha Latte und ein violetter Ube Latte im Glas.
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Trendgetränk Ube Latte: Ist die lila Latte wirklich gesund?
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Trendgetränk Ube Latte: Ist die lila Latte wirklich gesund?

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Trendgetränk Ube Latte: Ist die lila Latte auch gesund?

Trendgetränk Ube Latte: Ist die lila Latte auch gesund?

Erst Matcha, jetzt Ube: Knallig violett und auf TikTok gefeiert, erobert der Ube Latte die Cafés weltweit. Seine auffällige Farbe verdankt er der philippinischen Yamswurzel Ube. Doch ist der lila Latte tatsächlich so gesund, wie viele glauben?

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Knalllila und in vielen Cafés inzwischen zu haben: Der Ube Latte ist ein neuer Star am Himmel der Foodtrends. Vor allem in sozialen Netzwerken ist das Getränk mit seiner kräftigen Farbe ein beliebtes Motiv und wird oft als gesunde Alternative zu Kaffee- oder Sirup-Lattes angepriesen. Ist der Ube Latte tatsächlich gesund oder nur ein Social-Media-Hype?

Was ist Ube?

Ube ist die philippinische Bezeichnung für die violette Yamswurzel (Dioscorea alata). Im englischsprachigen Raum wird Ube auch als "Purple Sweet Potato" bezeichnet, was aber nicht korrekt ist, denn mit einer Süßkartoffel hat Ube botanisch nichts zu tun. Auf den Philippinen hat Ube eine lange Tradition und ist fester Bestandteil der dortigen Küche. Damit werden zum Beispiel Süßspeisen, Eiscreme, Gebäck oder die süße Paste "Ube Halaya" zubereitet.

Wie schmeckt ein Ube Latte?

Während Matcha oft herb und manchmal leicht bitter schmeckt, ist Ube eher mild, cremig und von Natur aus leicht süßlich. Häufig wird der Geschmack mit Vanille, Kokos, Haselnuss oder weißer Schokolade verglichen.

Für einen Ube Latte werden meist Ube-Pulver, Ube-Püree oder Ube-Sirup mit Milch vermischt. Einige Cafés geben zusätzlich Espresso hinzu, andere servieren das Getränk ohne Koffein.

Warum ist Ube lila?

Die violette Farbe von Ube kommt von sogenannten Anthocyanen, die in der Pflanze enthalten sind. Diese Pflanzenstoffe gehören zur Gruppe der Flavonoide und kommen auch in Heidelbeeren, Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren oder Rotkohl vor. In Pflanzen übernehmen sie Schutzfunktionen, etwa vor intensiver Sonneneinstrahlung und anderen Stressfaktoren.

Wie gesund ist Ube wirklich?

Anthocyane werden seit Jahren wissenschaftlich untersucht. Übersichtsarbeiten wie die im Fachjournal Molecules (externer Link) oder von der Royal Society of Chemistry (externer Link) zeigen, was die Forschung bisher über diese Pflanzenfarbstoffe weiß. Dabei geht es unter anderem um mögliche Zusammenhänge mit Entzündungsprozessen, der Herz-Kreislauf-Gesundheit und dem Stoffwechsel. Die bisherigen Ergebnisse liefern Hinweise auf mögliche Wirkungen, reichen aber noch nicht aus, um eindeutige gesundheitliche Effekte abzuleiten. Außerdem beziehen sich die Studien vor allem auf Anthocyane im Allgemeinen oder anthocyanreiche Lebensmittel und nicht speziell auf Ube.

Ist Ube ein Superfood?

Der Begriff "Superfood" ist wissenschaftlich nicht klar definiert. Ube enthält zwar Ballaststoffe, Mineralstoffe und Pflanzenstoffe, die die Wurzel zu einem nährstoffreichen Lebensmittel machen. Das bedeutet aber nicht, dass Ube einen außergewöhnlichen gesundheitlichen Vorteil gegenüber anderen pflanzlichen Lebensmitteln hat.

Wie gesund das Getränk tatsächlich ist, hängt vor allem davon ab, was darin steckt. Je nach Rezept kommen zusätzlich Zucker, Sirupe oder gesüßte Ube-Pasten dazu. Entscheidend ist also, ob der Latte vor allem aus Milch und Ube besteht oder eher ein Dessert zum Trinken ist.

Wird Ube der neue Matcha?

Ob der Ube Latte langfristig einen ähnlichen Kultstatus erreicht wie Matcha, lässt sich kaum vorhersagen. Fest steht aber, dass die lila Latte den Sprung von den sozialen Medien in die Cafés geschafft hat – auch in Bayern. Der Reiz liegt vor allem in der auffälligen Farbe und dem milden, leicht süßlichen Geschmack.

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