Eine Homöopathie-Studie, beauftragt vom Landtag vor einigen Jahren, sorgt für Unmut.
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Eine Homöopathie-Studie, beauftragt vom Landtag vor einigen Jahren, sorgt für Unmut.
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Landtag: Homöopathie-Studie mit Nachwirkungen

Landtag: Homöopathie-Studie mit Nachwirkungen

Eine Homöopathie-Studie, beauftragt vom Landtag vor einigen Jahren, sorgt für Unmut. Die SPD will klären, wie diese Studie der Technischen Universität München zustande kam. CSU, Freie Wähler und einige Grüne hatten für die Studie votiert.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Über 600.000 Euro hat die Studie gekostet und sollte prüfen, ob homöopathische Arzneimittel dazu beitragen können, die Gabe von Antibiotika zu reduzieren. In Auftrag gegeben hatte die Studie der Bayerische Landtag, mit den Stimmen von CSU, Freien Wählern und einigen Grünen. Die Studie sollte an über 200 Probandinnen durchgeführt werden, die unter wiederkehrenden Harnwegsentzündungen litten. Trotz zahlreicher Werbemaßnahmen – wie Plakate, Flyer und Info-Screens – fanden sich am Ende nur 40 Probandinnen, die bereit waren, mitzumachen.

Keine Belege für Wirkung von Globuli

Diese bekamen je zur Hälfte Globuli oder Placebos. Das jüngst bekannt gegebene Ergebnis: Die Studie konnte keine Belege erbringen, dass die prophylaktische Gabe von homöopathischen Arzneimitteln der Gabe eines Placebos überlegen war.

Da sich aber nur 40 statt der vorgesehenen 200 Probandinnen fanden, ist das Ergebnis wohl auch nur bedingt aussagekräftig.

Ethikkommission der TUM stimmt Studie zu

Für die SPD-Gesundheitsexpertin im Landtag, Ruth Waldmann, ist die ganze Studie "herausgeschmissenes Geld". Sie möchte nun wissen, warum der Landtag diesen fragwürdigen Forschungsauftrag durchsetzen konnte und die Ethikkommission der beauftragten Technischen Universität München (TUM) dem zugestimmt hat – obwohl sich ihre Mitglieder angeblich einig waren, dass Homöopathie unwirksam ist.

Die TUM ließ wissen: "Die Ethikkommission prüft, ob klinische Studien die Sicherheit von Teilnehmerinnen und Teilnehmern wahren und ob die Methodik der Studien voraussichtlich zu einem wissenschaftlich belastbaren Ergebnis führt."

SPD: Herkunft der Anwerbemittel unklar

Schließlich will Waldmann auch erfahren, woher die von der Staatsregierung angegebenen "Eigenmittel" stammten, mit denen die nur wenig erfolgreiche Anwerbekampagne finanziert wurde. Bei der TUM hieß es, für diese Ausgabepositionen seien keine Haushaltsmittel bereitgestellt worden.

Deswegen: "Die Finanzierung erfolgte aus Eigenmitteln." Wie sich diese genau zusammenstellen, will Waldmann nun erfragen.

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