Symbolbild Wasserverschwendung: Eine Frau wäscht unter fließendem Wasser eine Tasse ab
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Wasser sparen im Alltag: Was am meisten Wasser verbraucht
Bildrechte: picture alliance / dpa Themendienst | Inga Kjer
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Wasser sparen im Alltag: Was am meisten Wasser verbraucht

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Wasser sparen im Alltag: Was am meisten Wasser verbraucht

Wasser sparen im Alltag: Was am meisten Wasser verbraucht

Ob beim Duschen, Wäschewaschen oder Gießen: 126 Liter Trinkwasser verbraucht jeder in Deutschland pro Tag, in Bayern sogar 136 Liter. Wie lässt sich im Alltag Wasser sparen, ohne auf Komfort zu verzichten? Und welche Maßnahmen bringen wirklich etwas?

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Duschen, kochen, die Toilette spülen, Wäsche waschen oder Blumen gießen: Sauberes Wasser steht uns im Alltag jederzeit zur Verfügung. Dabei unterschätzen viele Menschen, wie viel Trinkwasser sie täglich im Haushalt verbrauchen. An vielen Stellen lässt sich der Verbrauch reduzieren, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.

Wie viel Wasser verbraucht jeder Bundesbürger täglich?

Im Schnitt nutzt jede Person in Deutschland nach Angaben des Umweltbundesamts [externer Link] täglich 126 Liter Trinkwasser im Bereich Haushalte und Kleingewerbe. Der Wert basiert auf den aktuellsten verfügbaren amtlichen Daten der öffentlichen Wasserversorgung aus dem Jahr 2022. Eine neuere Angabe des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. BDEW [externer Link] nennt für 2023 einen bundesweiten Durchschnitt von 121 Litern pro Person und Tag.

In Bayern liegt der Wert höher: 2022 waren es 136,1 Liter pro Kopf und Tag. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik [externer Link] spielen dabei mehrere Faktoren eine Rolle. Dazu gehören regionale Unterschiede in der Siedlungsstruktur und beim Wasserbedarf, aber auch klimatische Veränderungen mit wärmeren und trockeneren Sommern.

Wofür wird im Haushalt am meisten Wasser verbraucht?

Der größte Teil des Trinkwassers wird für Körperpflege, Reinigung und Toilettenspülung genutzt. Essen und Trinken machen nur einen kleinen Anteil aus, so das Umweltbundesamt. Wer Wasser sparen will, sollte deshalb zuerst Bad, Toilette, Waschmaschine, Spülmaschine und Garten im Blick haben.

Wasser sparen im Haushalt: Diese Maßnahmen bringen am meisten

Am meisten bringt es, warmes Wasser einzusparen: kürzer duschen, beim Einseifen den Hahn zudrehen und einen sparsamen Duschkopf nutzen. Das spart nicht nur Trinkwasser, sondern auch Energie für die Erwärmung des Wassers. Für die Verbraucherzentrale [externer Link] ist Warmwasser deshalb ein besonders lohnenswerter Ansatz, weil man dadurch Trinkwasser, Abwassergebühren und Energiekosten senken kann.

Auch bei der Toilettenspülung kann man Wasser sparen: Die Spartaste oder Zwei-Mengen-Spülung verbraucht pro Spülung deutlich weniger Wasser. Waschmaschine und Geschirrspüler sollten möglichst voll laufen. Moderne Maschinen haben Eco-Programme, die Wasser und Energie sparen. Außerdem hilft: lieber kurz duschen statt baden und tropfende Wasserhähne oder laufende Spülkästen schnell reparieren lassen.

Wasser sparen im Garten: Regenwasser statt Trinkwasser

Im Garten ist Regenwasser die beste Wahl. Das Umweltbundesamt rät, nur morgens oder abends zu gießen, nah am Boden zu wässern und kommunale Vorgaben bei Trockenheit zu beachten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) [externer Link] empfiehlt ebenfalls, Regenwasser statt Trinkwasser zu verwenden.

Gerade in Hitzeperioden entlastet das die öffentliche Versorgung. Auch wenn gelegentliche Regenfälle angekündigt sind, haben diese bei Hitzeperioden oft keine ausreichende Wirkung, um angespannte Wassersituationen nachhaltig zu entschärfen.

Was bringt Wassersparen für die Gesamtbilanz?

Direktes Wassersparen kann vor allem lokal helfen, etwa bei Hitze, Trockenperioden und hohen Verbrauchsspitzen. Deutschland zählt zu den wasserreichen Ländern Europas. Der Wasserentnahmeindex lag 2022 bei 10,1 Prozent und damit unter der internationalen Orientierungsmarke von 20 Prozent für Wasserstress, so das Umweltbundesamt [externer Link].

Der Wert zeigt, wie viel Wasser im Verhältnis zu den erneuerbaren Wasserressourcen entnommen wird. Trotzdem ist Wasser nicht überall gleichermaßen verfügbar. Vor allem regional und während längerer Trockenphasen kann der Nutzungsdruck deutlich zunehmen, wie auch der BUND [externer Link] betont.

Virtuelles Wasser: Wie unser Konsum den Wasserverbrauch beeinflusst

Für die gesamte Wasserbilanz ist außerdem das "virtuelle Wasser" entscheidend: Für Lebensmittel, Kleidung und andere Produkte werden nach Berechnungen zum Wasserfußabdruck rechnerisch rund 7.200 Liter Wasser pro Person und Tag genutzt. Diese Wassermenge umfasst nicht nur den direkten Verbrauch zu Hause, sondern auch Wasser, das bei der Herstellung von Produkten anfällt. Wer saisonal und regional einkauft, Lebensmittelverschwendung vermeidet, weniger Fleisch konsumiert und Kleidung länger nutzt, kann den Wasserfußabdruck deutlich stärker reduzieren, als es allein durch kleine Einsparungen beim direkten Wasserverbrauch möglich wäre.

Wassersparen ohne Verzicht: Was wirklich sinnvoll ist

Wassersparen ist sinnvoll, wenn es darum geht, Verschwendung zu vermeiden. Es sollte aber nicht zulasten von Hygiene oder Gesundheit gehen. Auch Rohrnetze können bei sehr niedrigem Wasserverbrauch und längeren Stillstandzeiten Probleme bekommen. Diese Herausforderungen müssen jedoch die Wasserversorger technisch lösen. Haushalte sollten deshalb nicht absichtlich mehr Wasser verbrauchen (müssen). Der sinnvolle Ansatz lautet: Wasser bewusst nutzen, Warmwasser sparen, Regenwasser zum Gießen nutzen und beim Einkauf den virtuellen Wasserverbrauch mitdenken.

Dieser Artikel ist erstmals am 16.07.2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.

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