Die Fahne Israels weht vor dem Israelischen Generalkonsulat.
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24-Jähriger wirft Steine auf israelisches Konsulat in München

24-Jähriger wirft Steine auf israelisches Konsulat in München

Mit Steinwürfen auf das israelische Generalkonsulat in München hat ein 24-Jähriger einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Röntgen-Roboter musste seinen abgestellten Rucksack untersuchen. Er selbst wurde festgenommen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

In München hat ein Mann mehrere Steine auf das Gebäude des israelischen Generalkonsulats geworfen und damit einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Beamte des Objektschutzes nahmen den 24-Jährigen vor Ort fest, wie die Polizei mitteilte. Laut Polizei besitzt der Mann die jemenitische Staatsangehörigkeit und wohnt in Fürstenfeldbruck. Es wurde niemand verletzt.

Röntgen-Roboter untersucht verdächtigen Rucksack

Allerdings mussten Spezialkräfte einen Rucksack, den er vor dem Konsulat abgelegt hatte, auf Waffen oder Sprengstoff untersuchen. Spezialisten der Polizei und der Sprengstoffgruppe des Bayerischen Landeskriminalamts wurden hinzugezogen, und es kam auch ein Röntgen-Roboter zum Einsatz. Das Gelände wurde während der Untersuchung weiträumig abgesperrt, auch die nahe Straßenbahn konnte zeitweilig nicht fahren. Der Inhalt des Rucksacks stellte sich nach etwa einer Stunde als harmlos heraus, und die Absperrungen konnten aufgehoben werden.

Der 24-Jährige muss sich nun unter anderem wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten, eine entsprechende Anzeige läuft bereits. Wegen akuter Eigen- und Fremdgefährdung kam er in eine Klinik.

Erinnerungen an Anschlag im Herbst 2024

Anfang September 2024 war das israelische Generalkonsulat in München Ziel eines Anschlags gewesen. Damals hatte ein 18-jähriger Österreicher aus antisemitischen Motiven Schüsse auf das Konsulat und das benachbarte NS-Dokumentationszentrum abgefeuert. Im Zuge des folgenden Polizeieinsatzes kam er bei einem Schusswechsel ums Leben.

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