Die wichtigsten News aus Bayern zur Kommunalwahl im Überblick:
- Amtlich – Münchens OB Reiter in Stichwahl gegen Krause (22.58 Uhr)
- Nürnberg: Stichwahl zwischen König (CSU) und Ahmed (SPD) (22.14 Uhr)
- Landratswahlen Dingolfing: AfD-Landeschef Protschka unterliegt (21.31 Uhr)
- Thomas Jung (SPD) bleibt Oberbürgermeister in Fürth (20.15 Uhr)
- Aktuelle News und Hintergründe zu den Kommunalwahlen in Bayern 2026
- Aktuelle News aus Ihrem Regierungsbezirk: Oberbayern, Niederbayern, Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken, Oberpfalz, Schwaben
Mit Informationen der Korrespondentinnen und -Korrespondenten des BR sowie der Nachrichtenagenturen AFP, dpa, epd, KNA und Reuters.
23.20 Uhr: Nahtloser Wechsel vom Landrat zum Bürgermeister
Der Noch-Landrat im oberbayerischen Kreis Berchtesgadener Land, Bernhard Kern, wird neuer Rathauschef in der rund 3.400 Einwohner großen Gemeinde Halblech (Landkreis Ostallgäu). Ohne offiziellen Gegenkandidaten kam Kern auf 90,1 Prozent, wie die Gemeinde mitteilte. 9,9 Prozent der Stimmen entfielen auf Kandidaten, die die Wähler selbst auf die Zettel schrieben. Die Beteiligung lag bei 69,2 Prozent. Der CSU-Politiker Kern, der ins Allgäu wechselte, wurde dort von örtlichen Wählergruppen nominiert.
23.15 Uhr: Bürgermeister tritt nicht mehr an – und wird gewählt
Mit 57,1 Prozent der Stimmen ist der amtierende Bürgermeister der Gemeinde Philippsreut im Bayerischen Wald (Landkreis Freyung-Grafenau) wiedergewählt worden. Dabei ist Helmut Knaus gar nicht mehr angetreten. Jedoch haben nach vorläufigem Ergebnis 216 Wähler seinen Namen auf den Stimmzettel geschrieben.
23.07 Uhr: Nur zwei Stimmen Vorsprung – keine Stichwahl in Steinhöring
Zwei Stimmen machen den Unterschied in Steinhöring im Landkreis Ebersberg. Sowohl der CSU-Kandidat Christian Schächer als auch die bisherige Bürgermeisterin Martina Lietsch (FLS) holten 50 Prozent - doch mit minimalem Unterschied. Deshalb gibt es keine Stichwahl. Lietsch (FLS) erhielt 1.163 Stimmen, Schächer 1.165 Stimmen - und liegt damit vorne.
"Eine Stichwahl würde es nur bei exakt gleicher Stimmen-Anzahl geben", so die zuständige Wahlleiterin Kerstin Schönfelder. Da das Ergebnis so knapp ist, hätten sie in Steinhöring teilweise "zwei- oder sogar dreimal nachgezählt". Wenn nun kein Bewerber eine neue Nachauszählung wünsche und der Wahlausschuss nichts Abweichendes feststelle, sei dies das Ergebnis, sagte die Wahlleiterin.
22.58 Uhr: Amtlich – Münchens OB Reiter in Stichwahl gegen Krause
Jetzt ist es amtlich: Die Wahl des Münchner Oberbürgermeisters wird erst in der Stichwahl zwischen SPD-Amtsinhaber Dieter Reiter und dem Zweitplatzierten, Dominik Krause (Grüne), entschieden. Reiter hatte im ersten Wahlgang laut mit 35,6 Prozent ein durchaus überraschend schwaches Ergebnis eingefahren. Krause holte dagegen 29,5 Prozent und verblüffte damit auch viele seiner Parteifreunde. CSU-Kandidat Clemens Baumgärtner landete laut vorläufigem Ergebnis weit abgeschlagen mit 21,3 Prozent auf einem sicher auch für Parteichef Markus Söder enttäuschenden dritten Rang.
Für Krause war es die erste Wahl als Spitzenkandidat. "Es ist ein kleiner Freudentaumel", sagte der 35-Jährige. Die Stichwahl werde eine Wahl zwischen verschiedenen Generationen. "Ich stehe hier als junger Kandidat."
Die Stichwahl findet am 22. März statt. Reiter hatte sich schon 2014 und 2020 jeweils erst in der Stichwahl gegen seine Kontrahenten durchsetzen können. Deswegen hatten in der SPD auch in diesem Jahr nur wenige mit einem Sieg gleich im ersten Wahlgang gerechnet. Dennoch zeigte sich der 67-Jährige bereits während der Auszählung enttäuscht: "Ich habe in den letzten zwei Wochen ein, zwei Fehler gemacht."
22.28 Uhr: Fast 90 Prozent der Stimmen geholt
Während in vielen Orten Bayerns in zwei Wochen eine Stichwahl abgehalten wird, weil keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichte, gibt es mancherorts auch Ergebnisse von über 80 Prozent. So konnte beispielsweise in Mittenwald Amtsinhaber Enrico Corongiu (SPD) 89,6 der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen. Gegenkandidat Heinz Pfeffer (CSU) kam auf 10,4 Prozent.
In der niederbayerischen Stadt Freyung holte der bisherige Bürgermeister und alleinige Kandidat Olaf Heinrich (CSU) ebenfalls 89,6 Prozent der Stimmen. In Obermaiselstein im Landkreis Oberallgäu war Philine Blees (CSU) mit 89,5 Prozent der Stimmen fast ebenso erfolgreich. Die 27-jährige war als alleinige Kandidatin für die sogenannte Einheitsliste Obermaiselstein angetreten. In der oberbayerischen Gemeinde Türkenfeld wurde der bisherige Bürgermeister Emanuel Staffler (CSU) ohne Gegenkandidat sogar mit 94,8 Prozent der Stimmen wiedergewählt.
22.22 Uhr: Politologin Münch – Viele trauen AfD noch keine exekutiven Ämter zu
Die AfD scheint bei den Kommunalwahlen in Bayern nicht so stark abgeschnitten zu haben, wie von der Partei erhofft. Laut der Politikwissenschaftlerin Ursula Münch könnte ein Grund darin liegen, dass viele AfD-Kandidaten noch nicht so bekannt sind. "Man traut ihnen dann letztendlich nicht so viel zu, zumindest nicht bei der Führung einer Stadt oder eines Landkreises", sagte Münch im BR Fernsehen. Münch verwies aber darauf, dass derzeit nur die voraussichtlichen Abstimmungsergebnisse bei den exekutiven Ämtern bekannt seien. Man müsse abwarten, es könne durchaus sein, dass die AfD in den Stadträten, Gemeinderäten und Kreistagen besser dastehe.
Auch bei den Ergebnissen der Grünen mahnte Münch zum Abwarten, bis in voraussichtlich zwei Tagen alle Ergebnisse feststehen. Erfolgreich sei die Partei klar in einzelnen Städten gewesen, Universitätsstädten, betonte Münch. Inwiefern sich dieser Erfolg dann auch in den Stadträten widerspiegele, müsse abgewartet werden. Bei der Kommunalwahl 2020 etwa hätten die Grünen zunächst schlecht dagestanden. Am Ende hätten sie doch viele Mandate gehabt.
21.22 Uhr: Stichwahl zwischen Herausforderer und Amtsinhaber, der nicht mehr antrat
Kurioses Ergebnis in Glött: Dort war Amtsinhaber Friedrich Käsmeyr (CSU) nach längerem Hin und Her nicht mehr angetreten. Auf dem Wahlzettel stand nur eine Person, und zwar Thomas Heidel, der ebenfalls für die CSU antrat. Nun aber kommt es doch zu einer Stichwahl zwischen den beiden: Während Heidel 42,9 Prozent der Stimmen erhielt, wollten zahlreiche Wählerinnen und Wähler offenbar ihren Bürgermeister behalten und haben den Namen "Friedrich Käsmeyr" auf den Wahlzettel geschrieben. Laut dem Geschäftsstellenführer wurden zudem noch andere Namen notiert, genaue Zahlen könnten momentan noch nicht genannt werden.
22.14 Uhr: Nürnberg – Stichwahl zwischen König (CSU) und Ahmed (SPD)
Im Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters in Bayerns zweitgrößter Stadt Nürnberg kommt es zu einer Stichwahl zwischen Amtsinhaber Marcus König (CSU) und dem SPD-Herausforderer Nasser Ahmed. Nach der Auszählung aller 726 Gebiete kam König auf 46 Prozent der Stimmen, Ahmed auf etwa 26,5 Prozent. Die Grünen-Bewerberin Britta Walthelm und der AfD-Kandidat Roland-Alexander Hübscher lagen bei 10,4 und 9,1 Prozent und damit deutlich zurück.
Die CSU kann in der Heimatstadt von Ministerpräsident Markus Söder ihre 2020 errungene Mehrheit im Stadtrat voraussichtlich ebenfalls deutlich ausbauen. Nach Auszählung eines Großteils der Stimmen lag die CSU bei 37,2 Prozent, vor der SPD mit 17,8 und der AfD mit 13,5 Prozent, die gegenüber 2020 deutlich zulegen konnte. Die Grünen kamen demnach auf 12,9 Prozent.
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22.07 Uhr: Nur ein Bürgermeisterkandidat – dennoch Stichwahl
Wie bisher von zwei bayerischen Gemeinden bekannt ist, stand jeweils nur ein Bürgermeisterkandidat auf dem Wahlzettel. Dennoch müssen diese Kandidaten in die Stichwahl, weil die Wähler einfach andere Personen aufschrieben, die sie gerne als Bürgermeister hätten. So geschehen in Bayerns kleinster Gemeinde Chiemsee, die 144 Wahlberechtigte bei rund 200 Einwohnern hat, und in Mittelsinn im Landkreis Main-Spessart.
In Chiemsee erzielte Amtsinhaber Armin Krämmer (Freie Wählergemeinschaft Chiemsee) nach dem Zwischenergebnis der Verwaltungsgemeinschaft Breitbrunn a. Chiemsee nach Auszählung aller Stimmen nur 47,7 Prozent. 52,3 Prozent schrieben andere Namen auf den Wahlzettel. In Mittelsinn erhielt Kandidat Philipp Kuhn, der für CSU, SPD und die Unabhängigen Bürger angetreten war, 49,1 Prozent. Laut der Gemeinde hätten "wählerbenannte Personen" 50,9 Prozent der Stimmen erreicht. Kuhn ist bisher Dritter Bürgermeister der Gemeinde. Gegen wen sowohl Krämmer als auch Kuhn bei der Stichwahl antreten, ist noch nicht bekannt.
21.51 Uhr: Politologin Münch – Reiter-Abstrafung und schlechtes AfD-Abschneiden bemerkenswert
Für die Politikwissenschaftlerin Ursula Münch sind die größten Überraschungen der Kommunalwahlen die Abstrafung der Wähler für Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und das Abschneiden der AfD. Deren Ergebnisse seien hinter den Erwartungen der Partei zurückgeblieben. Das sagte Münch gut zwei Stunden nach dem Schließen der Wahllokale im BR Fernsehen.
Das schlechte Wahlergebnis Reiters ist für die Politikwissenschaftlerin besonders deshalb bemerkenswert, weil es nicht allein auf Skandale, die im Wahlkampfendspurt publik wurden, zurückzuführen sei: "Es muss Reiter Sorgen machen, dass es schon vor Bekanntwerden eine gewisse Abwanderbewegung gegeben hat." Briefwähler hätten früher abgestimmt und nicht alle hätten von Reiters Engagement beim FC Bayern gewusst, das erst vor ein paar Tagen bekannt geworden war. "Es reicht nicht, dass er sich entschuldigt für diese Geschichte mit dem FC Bayern", so die Politikwissenschaftlerin. Reiter müsse sich überlegen, was er falsch gemacht habe, das zeige "vielleicht auch eine gewisse Arroganz der Macht", so Münch. "Das kommt nie gut an."
21.38 Uhr: Überraschung im Landkreis Berchtesgadener Land?
Eine Überraschung zeichnet sich im Landkreis Berchtesgadener Land ab. Dort könnte zum ersten Mal seit der Kreisreform 1972 ein Kandidat Landrat werden, der kein CSU-Parteibuch hat. Es kommt zur Stichwahl zwischen Franz Rasp (CSU) und Michael Koller (Freie Wähler). Derzeit liegt Koller mit 36,9 Prozent der Stimmen leicht vor Rasp (33,4 Prozent).
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21.35 Uhr: Keine Ausweispflicht bei Kommunalwahlen
Der Personalausweis muss vor der Stimmabgabe im Wahllokal nicht kontrolliert werden – anders als in Posts auf Social Media behauptet. Wenn der Ausweis nicht kontrolliert werde, ermögliche das Wahlbetrug, heißt es häufig.
Doch die Gemeinde- und Landkreiswahlordnung [externer Link] verlangt nicht [externer Link], dass sich Bürger im Wahlraum standardmäßig ausweisen müssen. Die Wahlbenachrichtigung reicht im Regelfall aus.
Die Wahlhelfer müssen nicht nach dem Ausweis fragen, wenn der Wähler eine Wahlbenachrichtigung dabei hat. Wenn ein Wähler keine Wahlbenachrichtigung dabei hat, muss bei der Abgabe des Stimmzettels allerdings ein Ausweis vorgezeigt werden.
Laut der bayerischen Gemeinde- und Landkreiswahlordnung muss in der Wahlbenachrichtigung stehen, dass neben der Wahlbenachrichtigung auch der Personalausweis, von ausländischen EU-Bürgern ein Identitätsausweis oder der Reisepass zur Abstimmung im Wahllokal mitzubringen sind [externer Link]. Wer den Personalausweis nicht vorzeigen kann oder verweigert, die Identität feststellen zu lassen, wenn der Wahlvorstand das fordert, muss vom Wahlvorsteher abgewiesen werden [externer Link].
21.31 Uhr: Landkreis Dingolfing – CSU-Mann übertrumpft AfD-Herausforderer Protschka
Bayerns AfD-Landesvorsitzender Stephan Protschka hat bei der Landratswahl im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau den Amtsinhaber von der CSU, Walter Bumeder, herausgefordert. Bumeder holte sich jedoch nach jetzigem Stand mit 65,2 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit. Protschka sammelte 18,3 Prozent der Stimmen, Werner Straubinger (Pro Dingolfing-Landau) 10,8 Prozent und Thomas Maier (Grüne) 5,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,6 Prozent.
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21.24 Uhr: Fürstenfeldbruck – langjähriger Landrat Karmasin muss in die Stichwahl
Im Landkreis Fürstenfeldbruck muss der amtierende Landrat Thomas Karmasin (CSU) in die Stichwahl. Nach dem vorläufigen Endergebnis kommt er auf 45,0 Prozent der Stimmen. Karmasin ist bereits seit 1996 Landrat von Fürstenfeldbruck und seit 2002 Präsident des Bayerischen Landkreistags. Bei der Kommunalwahl 2020 bekam er 52,5 Prozent der Stimmen. Seine Herausforderin bei der Stichwahl in zwei Wochen ist Ronja von Wurm-Seibel. Die Grünen-Kandidatin kam heute auf 21,7 Prozent der Stimmen.
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21.20 Uhr: Nach Kokainbesitz – CSU-Bürgermeister verpasst Sieg knapp
Der Bürgermeister der Gemeinde Neubiberg nahe München hat auch nach seiner Bestrafung wegen Kokainbesitzes beinahe das Rennen um den Ratshaussessel gemacht. Der CSU-Politiker Thomas Pardeller verfehlte nach dem vorläufigen Ergebnis bei der Kommunalwahl mit 49,7 Prozent die Mehrheit nur knapp. Bei den Kommunalwahlen 2020 hatte er in der Vorwahl 37,5 Prozent erreicht, in der Stichwahl 55,8 Prozent. Pardeller tritt nun in der Stichwahl gegen die Grünen-Politikerin Carola Grimminger an, die auch für die ÖDP in die Wahl gezogen war. Sie bekam 35,3 Prozent.
Die Polizei hatte bei Pardeller im vergangenen Oktober eine geringe Menge Kokains gefunden. Er akzeptierte einen Strafbefehl über 60 Tagessätze zu je 190 Euro, insgesamt 11.400 Euro. Er sprach selbst von einem "Riesenfehler" und einer "Riesendummheit". Sein CSU-Ortsverband stellte sich hinter ihn – betonte aber, man halte an der grundsätzlich restriktiven Drogenpolitik der Gesamtpartei fest.
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21.15 Uhr: Münchner Grünen-Kandidat Krause im "Freudentaumel"
Der Münchner Oberbürgermeisterkandidat Dominik Krause und die Grünen feiern das überraschend starke Abschneiden bei der Kommunalwahl. "Es ist ein kleiner Freudentaumel", sagte Krause bei der Wahlparty seiner Partei. Zwar habe sich in den vergangenen Wochen schon großer Zuspruch abgezeichnet, dass es so gut laufen würde, sei aber "eine sehr positive Überraschung".
Krause lag nach der Auszählung von 1.364 von 1.376 Wahlkreisen bei 29,4 Prozent der Stimmen und damit nahe an Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD), der mit 35,6 Prozent deutliche Verluste hinnehmen musste. Damit kommt es am 22. März zur Stichwahl zwischen Krause und Reiter. Der 35 Jahre alte Krause nannte es "historisch", dass ein Grünen-Kandidat in die Stichwahl um das Münchner Rathaus einzieht. CSU-Kandidat Clemens Baumgärtner kam nur auf 21,4 Prozent der Stimmen.
Es ist auch eine Wahl zwischen verschiedenen Generationen. "Ich stehe hier als junger Kandidat", sagte Krause und dafür, dass sich etwas bewege in München. Der 67-jährige Reiter, der eine dritte Amtszeit anstrebt, war unter anderem mit dem Slogan "München. Reiter. Passt" angetreten.
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21.10 Uhr: Die BR24-Analyse im Stream
Live im Stream ab 21.10 Uhr: Die Analyse der bisherigen Kommunalwahl-Ergebnisse, mit dem Leiter der BR-Landespolitik, Achim Wendler. Außerdem viele Reaktionen aus der Politik. Den Stream finden Sie oben eingebettet über dem Artikel.
20.52 Uhr: Stichwahl in Augsburg zwischen Weber (CSU) und Freund (SPD)
Augsburgs amtierende Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) muss in die Stichwahl gegen Florian Freund (SPD). Sie holte 34 Prozent der Stimmen, Freund holte 19,9 Prozent. Auch in der letzten Kommunalwahl 2020 musste Weber schon in die Stichwahl gegen den damaligen SPD-Kandidaten. Damals hatte sie allerdings knapp zehn Prozent mehr Stimmen im ersten Wahlgang erhalten.
- Mehr dazu im Kommunalwahl-Ticker Schwaben
20.44 Uhr: Stichwahl in Regensburg – enges Rennen um Platz zwei
In Regensburg steht in zwei Wochen eine Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt an. CSU-Kandidatin Astrid Freudenstein kommt nach dem vorläufigen Ergebnis auf 37,5 Prozent der Stimmen. Das Rennen um Platz zwei war eng: Letztlich lag Thomas Burger (SPD) hauchdünn mit 19,1 Prozent vorn – Grünen-Kandidatin Helene Sigloch kam auf 18,9 Prozent. Burger geht damit in die Stichwahl gegen Freudenstein.
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20.41 Uhr: Gibt es nur einen Kandidaten, darf man selbst einen Vorschlag machen
Einzelne BR24-User wundern sich über Stimmzettel zur Bürgermeisterwahl, bei denen Wähler handschriftlich Namen hinzufügen konnten. Manche sorgen sich, dass dadurch der Stimmzettel ungültig werden könnte.
Tatsächlich erlaubt das bayerische Wahlrecht [externer Link] das freie Eintragen eines Namens bei Mehrheitswahlen – falls nur ein Kandidat oder eine Kandidatin zur Wahl steht. Dann ist es möglich, jede Person, die deutscher Staatsbürger und älter als 18 Jahre ist, auf den Stimmzettel zu schreiben, wenn man sie wählen will. Voraussetzung ist [externer Link], dass die Person seit mindestens drei Monaten im Wahlkreis eine Wohnung hat oder sich dort gewöhnlich aufhält.
Diese Stimmen werden dann gezählt. In Röttingen im Landkreis Würzburg etwa wurde so Steffen Romstöck 2024 zum Bürgermeister gewählt, obwohl er ursprünglich nicht auf dem Stimmzettel stand. Mehrere hundert Wähler hatten seinen Namen händisch auf den Stimmzettel geschrieben. Auch bei den aktuellen Kommunalwahlen gab es einen solchen Fall (siehe unten: Eintrag von 20.24 Uhr). Eine derart gewählte Person kann die Wahl aber auch ablehnen.
20.36 Uhr: Stichwahl in Bamberg – Ex-Ministerin Huml raus
Im Bamberg wird es nach vorläufigem amtlichen Endergebnis zu einer Stichwahl zwischen Jonas Glüsenkamp (Grüne) und Sebastian Niedermaier (SPD) kommen. Auf Glüsenkamp, der derzeit Zweiter Bürgermeister ist, entfielen 30,3 Prozent der Stimmen, auf Niedermaier 29 Prozent.
Die ehemalige bayerische Gesundheits- und Europaministerin Melanie Huml (CSU) kam mit 28,2 Prozent der Stimmen auf Platz drei und ist damit ausgeschieden. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,3 Prozent und ist damit höher als 2020. Der bisherige Amtsinhaber Andreas Starke (SPD) war nicht mehr angetreten.
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20.33 Uhr: München – Baumgärtner (CSU) gesteht Niederlage ein
Der Herausforderer für das Amt des Münchner Oberbürgermeisters, Clemens Baumgärtner (CSU), hat seine Niederlage bei der Wahl eingestanden. Bei einer Pressekonferenz sagte er: "Ich glaube, dass wir wirklich alles alles gegeben haben, was Frauschaft, Mannschaft und Material hergibt. Aber soviel gehört auch zur Politik dazu, man muss der Wahrheit ins Gesicht schauen und dieses Ergebnis heißt, ich gratuliere hiermit Dieter Reiter und Dominik Krause zur Stichwahl. Das gehört auch zur aufrechten Haltung dazu unter guten Demokraten, auch wenn ich's mir anders gewünscht hätte."
Nach Auszählung von mehr als 1.000 von 1.376 Gebieten kommt Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) auf 35,6 Prozent der Stimmen, gefolgt von dem Grünen-Kandidaten Dominik Krause mit 29,5 Prozent. Clemens Baumgärtner (CSU) lag mit 21,4 Prozent hinter den beiden. Das Rennen um den OB-Posten wird in München damit erst in der Stichwahl am 22. März entschieden.
- Mehr dazu im Kommunalwahl-Ticker Oberbayern
20.28 Uhr: Grünen-Chefin Sengl sieht "Tag der Trendumkehr"
Die bayerische Grünen-Vorsitzende Gisela Sengl sieht ihre Partei nach den jüngsten Wahlerfolgen im Aufwind. Besonders begeistert zeigte sie sich im Interview im BR Fernsehen über das Abschneiden des Münchner Oberbürgermeisterkandidaten Dominik Krause. Der Grünen-Politiker zieht nach derzeitigem Stand gegen SPD-Amtsinhaber Dieter Reiter in die Stichwahl. "Ich freue mich so wahnsinnig, dass Dominik das geschafft hat. Und das hat er voll verdient", sagte Sengl. Krause habe "krass tollen Wahlkampf gemacht", die Menschen wollten "einfach den Fortschritt und nicht mehr den Rückschritt".
Die bundesweite Krise der Grünen sieht Sengl überwunden. Entscheidend seien die vielen Unterstützer vor Ort gewesen, vor allem "die krassen ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen – ich glaube, heute ist wirklich der Tag der Trendumkehr".
Mit Blick auf Baden-Württemberg wies Sengl die Bezeichnung von Cem Özdemir als "Grüner light" zurück. Özdemir habe die Wahl gewonnen, das sei "einfach wahnsinnig toll".
20.24 Uhr: Nicht auf dem Stimmzettel: Markus Wintergerst wird Bürgermeister in Untrasried
Obwohl er nicht auf dem Stimmzettel stand, wird Markus Wintergerst neuer Bürgermeister der 1.700-Einwohner-Gemeinde Untrasried im Ostallgäu. Nach Auszählung aller Stimmen kam Wintergerst auf 95,5 Prozent der Stimmen.
Wintergerst war als einziger Kandidat kurzfristig eingesprungen, weil der ursprüngliche Bewerber aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen musste. Diese Entscheidung kam allerdings erst nach Ende der offiziellen Nominierungsfrist. Deshalb stand der Name des ersten Bewerbers noch auf dem Wahlzettel, der des neuen Kandidaten Wintergerst aber nicht. Die Untrasrieder mussten Wintergersts Namen nun handschriftlich auf dem Wahlzettel eintragen.
Obwohl der ursprüngliche Kandidat zurückgezogen hatte, erhielt dieser bei der Wahl immer noch 4,5 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 79,1 Prozent.
- Mehr dazu im Kommunalwahl-Ticker Schwaben
20.15 Uhr: Beeindruckende Mehrheit – Thomas Jung (SPD) bleibt OB in Fürth
In Fürth ist Amtsinhaber und SPD-Urgestein Thomas Jung erneut mit beeindruckender Mehrheit zum Oberbürgermeister gewählt worden. Jung kam nach Auszählung von 144 der 148 Gebiete auf 72,13 Prozent der Stimmen und wiederholte damit in etwa sein Ergebnis von vor vier Jahren, als er 72,9 Prozent der Stimmen erhalten hatte. 2008 hatte der SPD-Mann mit über 80 Prozent ein Rekordergebnis eingefahren. Der 64-Jährige steht der Stadt Fürth bereits seit 2002 als Oberbürgermeister vor. Sollte er die nächste Wahlperiode als Amtsinhaber beenden, wäre er 30 Jahre lang Oberbürgermeister der Großstadt im Westen Nürnbergs.
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20.10 Uhr: Sensation im Landkreis Kulmbach?
Der 27 Jahre alte CSU-Kandidat für den Posten als Landrat im oberfränkischen Kreis Kulmbach, Jonas Gleich, liegt aktuell mit 51,1 Prozent der Stimmen klar vorne. Aktuell sind 125 von 151 Wahlbezirken ausgezählt. Bleibt Gleich bei mehr als 50 Prozent, kann er im ersten Durchgang ins Landratsamt einziehen. Hinter ihm liegt Oliver Hempfling (Freie Wähler) mit 23,1 Prozent.
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20.06 Uhr: Holzbuntstifte sind erlaubt, Mehr-Augen-Prinzip beugt Ausradieren vor
Die Machart der Stifte in Wahlkabinen ist ein Dauerbrenner-Thema. Ein AfD-Landtagskandidat aus Baden-Württemberg beschwerte sich am Sonntag auf X über Holzbuntstifte in den Wahlkabinen und behauptete fälschlicherweise, damit sei keine "sichere und unverfälschbare Stimmabgabe" möglich. Eine andere Person antwortete mit einem Foto aus Bayern von Stimmzetteln für die Kommunalwahlen im Landkreis Oberallgäu und einem dunklen Holzbuntstift: "wir hatten unsere Kugelschreiber dabei!!", schreibt sie.
Kreuzchen mit Buntstift sind aber erlaubt. Die bayerische Gemeinde- und Landkreiswahlordnung [externer Link] macht keine Vorgaben zur Stiftart, dort heißt es nur: "In den Wahlkabinen sollen Schreibstifte gleicher Farbe bereitliegen." In einer anderen Verordnung [externer Link] wird präzisiert, dass Bleistifte und Filzstifte nicht verwendet werden sollten, wegen schlechter Erkennbarkeit oder Durchscheinen. Verboten sind sie aber nicht. Eigene Stifte dürfen mitgebracht werden. Zurückzuweisen sind laut bayerischen Innenministerium nur Stimmzettel, die "in einer das Abstimmungsgeheimnis gefährdenden Weise erkennbar von den übrigen abweichen", etwa wenn Filzstift durchscheint. Ein Ausradieren von Stimmen soll durch gegenseitige Kontrolle der Wahlhelfer im Wahlvorstand verhindert werden.
20.04 Uhr: Garmisch-Partenkirchen – bisherige Bürgermeisterin unterliegt
In Garmisch-Partenkirchen zeichnet sich ein Wechsel im Bürgermeisteramt ab. Der Kandidat der Freien Wähler, Daniel Schimmer, holte 50,7 Prozent der Stimmen. Die jetzige Bürgermeisterin Elisabeth Koch (CSU) erreichte nach jetzigem Stand nur 26,4 Prozent der Stimmen. Vor sechs Jahren hatte sie in der Stichwahl noch einen deutlichen Sieg davongetragen.
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20.00 Uhr: SPD-Landeschefin Endres sieht Kommunalwahlen als Erfolg für SPD
In einer ersten Stellungnahme hat sich die bayerische SPD-Chefin Ronja Endres positiv zu den Kommunalwahlen in Bayern geäußert. Man habe Coburg gehalten, Weißenburg dazugewonnen und gehe in Augsburg, Nürnberg und Passau in die Stichwahl, sagte sie im Interview mit BR24.
Endres zeigte sich auch zuversichtlich, dass das Münchner Oberbürgermeisteramt am Ende wieder an die SPD gehen werde. Dort zeichnet sich eine Stichwahl zwischen Reiter und dem Kandidaten der Grünen, Dominik Krause, ab.
Ihr gutes Abschneiden in Bayern verdanke die SPD den "hervorragenden Leuten vor Ort", betonte Endres. Als Beispiele nannte sie den Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter. Oder auch Nasser Ahmed in Nürnberg. Auch der Coburger Oberbürgermeister Dominik Sauerteig genieße großes Vertrauen.
19.55 Uhr: Münchner OB Reiter: "Enttäuschender Wahlabend"
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) führt sein absehbar schlechtes Abschneiden bei der Kommunalwahl in der bayerischen Landeshauptstadt auf die Kritik der vergangenen Wochen zurück. "Ich habe in den letzten zwei Wochen ein, zwei Fehler gemacht", sagte er am Abend in München und sprach von einem "für mich doch enttäuschenden Wahlabend".
Es zeichnen sich nun deutliche Verluste für den OB ab, der eine dritte Amtszeit anstrebt. Nach Auszählung von mehr als 1.000 von 1.376 Gebieten kam er auf 35,5 Prozent der Stimmen, gefolgt von dem Grünen-Kandidaten Dominik Krause mit 29,5 Prozent. Damit würde das Rennen erst in der Stichwahl am 22. März entschieden. 2020 hatte Reiter im ersten Wahlgang noch 47,9 Prozent der Stimmen bekommen.
Der 67-Jährige bedankte sich bei seiner Partei und den Wählern, "die mir trotz der letzten zwei Wochen ihr Vertrauen geschenkt haben". Nun gelte es bis zur Stichwahl, "verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen".
Reiter war zuletzt wegen seiner Tätigkeit für den FC Bayern und seines Umgangs damit in der Kritik gewesen – unter anderem, weil er Einkünfte aus seinem Amt dort beim Stadtrat nicht angegeben hatte.
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19.48 Uhr: Fürth – eindeutiger Trend für amtierenden OB
Im mittelfränkischen Fürth scheint Oberbürgermeister Thomas Jung in eine weitere Amtszeit gehen zu können. Nach 91 Prozent ausgezählter Stimmen liegt der SPD-Politiker bei 72,0 Prozent der Stimmen. Die weiteren Kandidaten kommen nach dem aktuellen Trend auf nur einstellige Ergebnisse. Maximilian Ammon (CSU): 8,4 Prozent, Andreas Haas (AfD): 7,5 Prozent, Kamran Salimi (Grüne): 5,9 Prozent, Niklas Haupt (Die Linke): 4,4 Prozent und Heidi Lau (FW): 1,1 Prozent.
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19.32 Uhr: Augsburgs Rathauschefin Weber muss wohl in Stichwahl
Die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber muss ihren Posten voraussichtlich in zwei Wochen in einer Stichwahl verteidigen. Nach Angaben der Stadt lag die CSU-Politikerin nach der Auszählung von 205 der 254 Stimmgebiete bei 33,7 Prozent. Der SPD-Kandidat Florian Freund lag mit 19,6 Prozent auf dem zweiten Platz und kann sich damit Hoffnungen auf den Einzug in den zweiten Wahlgang machen.
Dahinter kamen die Grünen-Kandidatin Martina Wild mit 15,9 Prozent und der AfD-Bewerber Andreas Jurca mit 13,5 Prozent. Die sechs weiteren Kandidaten blieben alle deutlich im einstelligen Prozentbereich.
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19.22 Uhr: Münchens OB Reiter nur knapp vor einem Herausforderer
In München deutet sich ein überraschendes Ergebnis bei der Oberbürgermeisterwahl an: Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) muss deutliche Verluste hinnehmen und liegt nach etwa der Hälfte der ausgezählten Wahllokale bei rund 34,9 Prozent. Dominik Krause (Grüne) liegt derzeit als Zweiter bei 30,2 Prozent der Stimmen, Clemens Baumgärtner (CSU) bei 21,2 Prozent.
2020 hatte Reiter im ersten Wahlgang noch 47,9 Prozent der Stimmen bekommen. Reiter war zuletzt wegen seiner Tätigkeit für den FC Bayern und seinem Umgang damit in der Kritik gewesen.
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19.11 Uhr: In Erlangen zeichnet sich eine Stichwahl ab
In Erlangen zeichnet sich nach derzeitigem Stand eine Stichwahl ab. Amtsinhaber Florian Janik (SPD) wird gegen seinen CSU-Herausforderer Jörg Volleth antreten müssen. Janik liegt bei der Auszählung von 85 Prozent der Stimmen derzeit bei 28,7 Prozent, Volleth bei 35,7 Prozent. Volleth ist Zweiter Bürgermeister und spricht sich gegen die Stadt-Umland-Bahn aus.
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19.08 Uhr: Kaufbeuren – Stefan Bosse (CSU/FW) derzeit bei über 50 Prozent
Bei der Oberbürgermeisterwahl in Kaufbeuren liegt nach derzeitigem Trend Stefan Bosse (CSU/FW) bei 54,6 Prozent der Stimmen. Alexander Uhrle (Kaufbeurer Initiative) erreicht nach derzeitigem Trend 23,5 Prozent, Oliver Schill (Grüne) 16,5 Prozent und Pascal Lechler (SPD) 5,3 Prozent.
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19.02 Uhr: Nürnberg – Mögliche Stichwahl zwischen König und Ahmed
Im Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters in Bayerns zweitgrößter Stadt Nürnberg zeichnet sich eine Stichwahl zwischen Amtsinhaber Marcus König (CSU) und dem SPD-Herausforderer Nasser Ahmed ab. Nach der Auszählung der Hälfte der 726 Gebiete kam König auf fast 47 Prozent der Stimmen, Ahmed auf etwa 26 Prozent. Auch eine absolute Mehrheit für König und damit ein Sieg bereits im ersten Wahlgang ist noch im Bereich des Möglichen. Die Grünen-Bewerberin Britta Walthelm und der AfD-Kandidat Roland-Alexander Hübscher liegen bei rund zehn Prozent und damit deutlich zurück.
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18.58 Uhr: Trend in Passau – Andreas Rother (SPD) liegt vorne
Bei der Oberbürgermeisterwahl in Passau liegt nach aktuellem Trend Andreas Rother von der SPD mit 30,3 Prozent vorne, auf Platz zwei liegt Armin Dickl (CSU) mit 20,9 Prozent. Die weiteren bisherigen Werte: Holm Putzke (FDP): 16,8 Prozent; Urban Mangold (ÖDP/Aktive Passauer): 10,7 Prozent, Stefanie Auer (Grüne): 10,0 Prozent und Nika Kolitz (Die Linke): 3,9 Prozent. Bisher sind 38 Prozent der Stimmen ausgezählt.
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18.38 Uhr: CSU-Bürgermeister in Balderschwang wiedergewählt
Für Balderschwang im Oberallgäu liegt das Wahlergebnis vor: Der bislang amtierende Bürgermeister, Konrad Kienle (CSU), ist mit 91,5 Prozent wiedergewählt worden. Der 65-Jährige, der bereits seit 2014 im Amt ist, war ohne Gegenkandidaten angetreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,4 Prozent.
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18.37 Uhr: Philine Blees jüngstes Gemeindeoberhaupt Bayerns?
Philine Blees könnte jüngstes Gemeindeoberhaupt Bayerns werden. Mit 89,5 Prozent der Stimmen haben die Wähler und Wählerinnen in Obermaiselstein im schwäbischen Landkreis Oberallgäu die 27-jährige CSU-Politikerin zur neuen Bürgermeisterin gewählt. Blees war als alleinige Kandidatin für die sogenannte Einheitsliste Obermaiselstein angetreten. Die Wahlbeteiligung in Obermaiselstein lag bei 68 Prozent.
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18.08 Uhr: Große Städte melden leicht gestiegene Beteiligung
Große Städte wie München, Nürnberg oder Augsburg meldeten bis zum Nachmittag bereits eine leicht gestiegene Wahlbeteiligung im Vergleich zur Kommunalwahl 2020.
18.00 Uhr: Wahllokale geschlossen – Spannung steigt
Die Wahllokale sind nun geschlossen. Ab ca. 18.30 Uhr gibt es erste Ergebnisse, zunächst aus kleineren Gemeinden. Der Großteil der Wahlergebnisse zu Oberbürgermeistern und Landräten wird voraussichtlich zwischen 19.00 Uhr und 22.00 Uhr eintreffen. Unsere Korrespondentinnen und Korrespondenten berichten live aus den großen Städten in Bayern.
Wir bilden am Wahlabend Personenwahlen (Bürgermeister und Landräte) ab. Die Wahlen zu den Gremien (Stadt- und Gemeinderäte sowie Kreistage) werden erst später ausgezählt. Diese Ergebnisse gibt das Statistische Landesamt frühestens am Abend des nächsten oder übernächsten Tages (9. oder 10. März) bekannt. Ab dann sind auch bayernweite Ergebnisse der Parteien zu erwarten.
17.45 Uhr: Alles Wichtige jetzt im Stream
In wenigen Minuten schließen die Wahllokale. 10,1 Millionen Bürgerinnen und Bürger in ganz Bayern können heute noch bis 18 Uhr abstimmen, wer künftig in Städten, Gemeinden und Landkreisen an der Spitze steht. BR24 hält Sie auf dem Laufen. Alles Wichtige jetzt im Livestream – Sie finden ihn oben in diesem Ticker.
17.00 Uhr: So läuft der Wahlabend ab
Im Gegensatz zu Bundestags- und Landtagswahlen gibt es bei der Kommunalwahl in Bayern keine Hochrechnungen direkt um 18 Uhr nach dem Schluss der Wahllokale. Ein Überblick wird sich erst im Laufe des Abends ergeben.
Denn die einzelnen Gemeinden veröffentlichen ihre Zahlen Schritt für Schritt selbst. Hier bilden wir ausschließlich Personenwahlen ab. Die Ergebnisse der Wahlen zu den Gremien (Gemeinde- und Stadträte, Kreistage) werden frühestens am Abend des 9. März vom Statistischen Landesamt bekanntgegeben.
15.13 Uhr: Gute Beteiligung zeichnet sich ab
Bei angenehmem Frühlingswetter zeichnet sich eine gute Wahlbeteiligung ab – zumindest in den großen Städten. Vielerorts hatten um 14.00 Uhr mehr Menschen ihre Stimme abgegeben, als bei den bayerischen Kommunalwahlen 2020.
In Augsburg lag die Wahlbeteiligung um 14.00 Uhr bei 23 Prozent, 2020 waren es zu diesem Zeitpunkt 21,8 Prozent. Die Stadt Nürnberg meldete 34 Prozent, allerdings anteilig mit den Briefwahlstimmen (2020: 29,2 Prozent). In Würzburg wurde die Wahlbeteiligung erst um 15 Uhr erhoben. Sie lag demnach bei 21,9 Prozent (2020: 17,5 Prozent).
Die Stadt München bezog in ihre Auswertung alle ausgestellten Wahlscheine für die Briefwahl ein. Hier hatten bis 14.00 Uhr 43 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt, gegenüber 41,9 Prozent im Jahr 2020. Ausgewertet wurden hier allerdings exemplarisch nur die Stimmen für die Wahl des Oberbürgermeisterpostens. Die Unterschiede etwa zur Wahl des Stadtrats seien aber nur klein, sagte eine Sprecherin.
14.28 Uhr: Ehrenamt gefragt: über 200 Leute wollen Stadtrat in Höchstädt werden – bei nur 20 Plätzen
Großes Interesse an Ehrenamt und Politik herrscht offenbar in der gut 6.100-Einwohner-Stadt Höchstädt im Landkreis Dillingen: Es gibt 220 Kandidatinnen und Kandidaten, die am 8. März in den Stadtrat wollen. Plätze gibt es dort allerdings nur für 20 Personen.
Höchstädt hat damit mehr Bewerber als alle anderen Gemeinden und Städte im Landkreis Dillingen. Die Stadtteile Deisenhofen, Oberglauheim, Schwennenbach und Sonderheim sind besonders gut vertreten.
Außerdem gibt es eine Seniorenliste sowie weitere Gruppen, und auch jüngere Bewerberinnen und Bewerber haben Listen aufgestellt. Weil die Auszählung damit umfangreicher werde, seien mit über 100 besonders viele Wahlhelfer im Einsatz. Allein in der Stadt Höchstädt gebe es sechs Wahllokale und fünf zusätzliche Stimmbezirke für die Briefwahl.
In Höchstädt hat man mit solch hoher Beteiligung allerdings schon Erfahrung: Bei der letzten Kommunalwahl gab es statt wie dieses Jahr elf sogar 13 Listen, damals waren auch die FPD und die V-Partei noch mit einer Liste angetreten – diese gibt es diesmal laut einer Sprecherin der Stadt nicht mehr.
Da in Höchstädt keine Bürgermeisterwahl ansteht, geht die Verwaltung davon aus, mit der Auszählung des Stadtrats relativ frühzeitig fertig zu werden. Die Auszählung für den Kreistag werde allerdings länger dauern. Beim Dillinger Landratsamt rechnet man am Mittwoch nach der Wahl mit Ergebnissen.
14.23 Uhr: Nicht auf dem Stimmzettel – und trotzdem Hoffnung aufs Bürgermeisteramt
Die Stimmzettel sind lang, bei der Kommunalwahl am 8. März. Dennoch können noch mehr Kandidatinnen und Kandidaten gewählt werden, als daraufstehen: Die Wählerinnen und Wähler haben die Möglichkeit, auch selbst Namen auf die Stimmzettel zu schreiben.
Darauf hoffen etwa im Landkreis Dillingen besonders zwei Bewerber, die zwar auf den Bürgermeisterstuhl wollen, aber nicht auf dem Wahlzettel stehen: Dabei handelt es sich um Janosch Parge, der den Bächinger Amtsinhaber Siegmund Meck (Unabhängige Aktive Bürger Bächingen/CSU) herausfordert. Parge ist parteilos.
Auch in Glött gibt es mit Jürgen Uhl einen Kandidaten, der auf Stimmen hofft, dessen Namen die Wählerinnen und Wähler aber handschriftlich auf dem Wahlzettel notieren müssten. Er war bei den Versammlungen nicht nominiert worden.
Thomas Heidel (parteilos) dagegen steht auf dem Wahlzettel und will in Glött auf den amtierenden Friedrich Käsmeyer (CSU) folgen, der nach 36 Jahren im Amt nicht mehr antritt.
14.11 Uhr: Vier Frauen und ein Mann kämpfen um Rathaus in Gersthofen
Gleich vier Kandidatinnen bewerben sich in Gersthofen um das Bürgermeisteramt, der bisherige, parteilose Bürgermeister Michael Wörle tritt nach zwölf Jahren nicht mehr an. Ein seltenes Phänomen in dem von Männern dominierten Wahlkampf. Unter den Oberbürgermeisterinnen, Bürgermeisterinnen und Landrätinnen liegt der Frauenanteil bei nur etwa zehn Prozent.
Melanie Schappin ist eine der Kandidatinnen in Gersthofen, sie tritt für die Freien Wähler (FW) an. Für die SPD geht die Bauingenieurin Gülüzar Starizin an den Start. Ebenfalls kandidiert die parteilose Susanne Olita, die von der Christlich-Sozialen Union in Bayern unterstützt wird. Komplettiert wird das Feld durch Julia Romankiewicz-Döll, Angestellte im öffentlichen Dienst. Einziger männlicher Bewerber ist Anton Beringer von der AfD.
- Zum Artikel: Jung, weiblich, selten: Bürgermeisterinnen in Bayern
14.06 Uhr: Wilde Wahl in Brunnen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Die Bürger der kleinen Gemeinde Brunnen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen wählen ihren Bürgermeister "freestyle". Jeder Wähler darf auf seinen Wahlzettel einen eigenen Vorschlag schreiben, vorgedruckte Namen gibt es nicht. Der Grund für diese sogenannte "Wilde Wahl" oder "Urwahl" ist der Umstand, dass sich bis zum Ende der offiziellen Abgabefrist für die Wahlvorschläge kein Kandidat hat finden lassen. Danach aber hat sich das Blatt noch einmal gedreht.
Mittlerweile bewerben sich drei Frauen und Männer für den ehrenamtlichen Posten. Dazu zählt auch der Amtsinhaber Thomas Wagner von der CSU. Er hatte lange Zeit eine erneute Kandidatur kategorisch ausgeschlossen, will es nun aber doch noch einmal versuchen. Auch die Vize-Bürgermeisterin Tanja Artner von der Freien Wählergemeinschaft wirft ihren Hut in den Ring. Als dritter Kandidat traut sich Falk Bosse von den Grünen den Posten zu. Der 20-jährige Student ist seit Jahren kommunalpolitisch aktiv. Als Antwort auf das lange Zögern und Zaudern der anderen plakatierte der junge Kandidat den Spruch: "Ich mach's."
13.59 Uhr: Grüne in Neuburg an der Donau hoffen auf ersten OB in Oberbayern
Bei den Kommunalwahlen in Neuburg könnten die Grünen erstmals in Oberbayern einen Oberbürgermeister-Posten holen. Hoffnungsträger ist der OB-Kandidat für Neuburg an der Donau, Gerhard Schoder. Bislang ist das den Grünen im gesamten Freistaat nur einmal geglückt: Im Sommer 2025 mit Martin Heilig in Würzburg.
Bereits bei der vergangenen Kommunalwahl 2020 hatte es der 45-jährige Unternehmensberater in die Stichwahl um das Neuburger Rathaus geschafft. Letztendlich verlor Schoder gegen den langjährigen Amtsinhaber von der CSU, Bernhard Gmehling, holte aber 41 Prozent. Gmehling tritt heute nicht mehr an. Stattdessen schickt die CSU den ehemaligen Landtagsabgeordneten Matthias Enghuber (41) ins Rennen. Daneben kandidieren noch für das Bürgermeisteramt Florian Herold (46, FW), Franziska Hildebrandt (62, Wähler-Initiative Neuburg Donau) und der amtierende Landrat Peter von der Grün (53, FDP).
13.56 Uhr: Balderschwang - Wenn das Bürgermeisteramt Familientradition ist
In Balderschwang im Oberallgäu ist das Amt des Bürgermeisters so etwas wie eine Familientradition. Seit 2014 ist Konrad Kienle (65, CSU) das Gemeindeoberhaupt – genauso, wie es sein Vater, Großvater und Urgroßvater vor ihm schon gewesen waren. "Ja, das ist schon eine ganze Ahnenreihe bei uns", sagt Kienle im Gespräch mit dem BR.
Diese Reihe möchte Kienle auch die nächsten sechs Jahre fortsetzen: Er wurde von den Balderschwangern zum dritten Mal in Folge gebeten, zu kandidieren. "Ich hätte gerne auch jüngeren Kandidaten den Vortritt gelassen und die Verantwortung übergeben", sagt Kienle. Trotzdem freue er sich über das Vertrauen seiner Mitbürger. Kienle ist der einzige Kandidat für das Bürgermeisteramt.
In der höchstgelegenen Gemeinde Deutschlands (1.044 über dem Meeresspiegel) leben etwas mehr als 350 Menschen. Damit ist die Oberallgäuer Gemeinde nach Chiemsee in Oberbayern die zweitkleinste Gemeinde Bayerns und die kleinste in Schwaben. Erfahrungsgemäß kann Balderschwang deshalb an Wahltagen als erste schwäbische Gemeinde ein Wahlergebnis vorweisen.
13.14 Uhr: Ehemaliger Olympiasieger will Bürgermeister in Berchtesgaden werden
In Berchtesgaden in Oberbayern wird heute ein neues Kapitel aufgeschlagen. Bürgermeister Franz Rasp scheidet nach fast zwei Jahrzehnten aus dem Amt – weil er Landrat werden will. Als möglichen Nachfolger hat die CSU in Berchtesgaden Alexander Resch nominiert. Den 46-Jährigen kennen viele aus dem Spitzensport, denn Resch ist mehrfacher Weltmeister und sogar Olympiasieger als Rennrodler im Doppelsitzer. Er tritt an gegen Christoph Angerer (FW), Iris Edenhofer (Bündnis 90/Die Grünen) und Katharina Huber (SPD).
- Zum Überblick: Kommunalwahl in Oberbayern: Vielerorts ein Neuanfang
11.28 Uhr: Wahlämter geben erste Zwischenbilanz zu Wahlbeteiligung
Ohne besondere Vorkommnisse sind am Morgen die Kommunalwahlen in den großen bayerischen Städten gestartet. Bis 10.00 Uhr hatten etwa in den Augsburger Stimmbezirken durchschnittlich 6 Prozent der Berechtigten ihre Stimme abgegeben, in Würzburg im Schnitt 4,2 Prozent. Nürnberg meldete eine Beteiligung von 9,5 Prozent, allerdings floss hier die Briefwahl anteilig ein. Das seien übliche Werte, teilten die Wahlämter auf Anfrage mit. Die Lage sei ruhig, hieß es überall.
In München wurden alle ausgestellten Wahlscheine für Briefwahlen einbezogen. Hier meldete das Wahlamt bis 9.30 Uhr eine Wahlbeteiligung von 33,2 Prozent, geringfügig höher als bei der Kommunalwahl 2020 (31,5 Prozent). Ausgewertet wurden hier allerdings exemplarisch nur die Stimmen für die Wahl des Oberbürgermeister-Postens. Die Unterschiede etwa zur Wahl des Stadtrats seien aber nur klein, sagte eine Sprecherin.
11.04 Uhr: Kommt Bayerns jüngste Bürgermeisterin aus Schwaben?
Die Gemeinde Obermaiselstein könnte mit Philine Blees (CSU) das wohl jüngste weibliche Gemeindeoberhaupt Schwabens, unter Umständen sogar Bayerns, bekommen. Die 27-jährige, gebürtige Immenstädterin ist die einzige Bürgermeisterkandidatin in Obermaiselstein. Bei der Nominierungsversammlung der Einheitsliste im vergangenen Herbst erhielt die junge Frau 67 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen eine weitere Mitbewerberin und einen weiteren Mitbewerber durch.
10.40 Uhr: Landratswechsel im Ostallgäu
Im Ostallgäu wird heute eine neue Landrätin oder ein neuer Landrat gewählt. Nach zwölf Jahren im Amt tritt Amtsinhaberin Maria Rita Zinnecker (CSU) aus persönlichen Gründen nicht mehr bei der Wahl an. Sie war 2014 ins Amt gekommen – damals als erste Landrätin in Schwaben. Um ihre Nachfolge bewerben sich Andreas Bauer (CSU), Bernd Stapfner (FW), Wolfgang Dröse (AfD), Johannes Erd (Grüne) und Ilona Deckwerth (SPD).
10.21 Uhr: Lamerdingen hat künftig wieder ehrenamtlichen Bürgermeister
Die Gemeinde Lamerdingen am nördlichsten Rand des Ostallgäus kehrt mit der Kommunalwahl nach fünf Jahren von einem hauptamtlichen zu einem ehrenamtlichen Bürgermeisterposten zurück. Nach einer hitzigen Diskussion in dem 2.300-Einwohner-Ort hatte das der Gemeinderat Ende Juli so beschlossen. Zur Wahl stehen der bisherige Zweite Bürgermeister Winfried Kastl und Bianca Jaser.
10.10 Uhr: Wahlspannung im Ostallgäu
Bei den Bürgermeisterwahlen im Ostallgäu wird es in der Kreisstadt Marktoberdorf interessant. Dort tritt Amtsinhaber Wolfgang Hell von der CSU nicht mehr an. Es stehen fünf Kandidaten zur Wahl.
In der Gemeinde Halblech kandidiert als einziger Bewerber der bisherige Landrat aus dem Berchtesgadener Land, Bernhard Kern (CSU), für den Chefposten im Rathaus. Er tritt für die Parteilose Wählergemeinschaft Buching und die Überparteiliche Wählergemeinschaft Trauchgau an.
In Görisried bei Marktoberdorf wird mit Spannung erwartet, ob sich der Amtsinhaber Stephan Bea behaupten kann: Der Gemeinderat des 1.300-Einwohner-Orts hatte sich nach Unstimmigkeiten mit dem Bürgermeister vergangenes Jahr einstimmig dafür ausgesprochen, einen anderen Kandidaten ins Rennen zu schicken. Gemeinderat Werner Kunz tritt jetzt für die Allgemeine Wählerschaft Görisried an und fordert Bürgermeister Stephan Bea heraus. Dieser hatte nach dem Zwist mit dem Gemeinderat seine eigene Liste gegründet und tritt nun für die Bügerliste Miteinand Görisried zu einer Wiederwahl an.
10.04 Uhr: Vier Bewerber kämpfen um Landratsamt Unterallgäu
Für das Amt des Landrats im Unterallgäu kandidiert Alex Eder von den Freien Wählern nach seiner ersten Amtsperiode erneut. Herausforderer des ehemals jüngsten Landrats Bayerns sind Verena Winter (CSU), Christoph Maier (AfD) und Otto Schmid (Grüne). Daniel Steffen von der FDP hatte nur 51 von 385 benötigten Unterstützungsunterschriften erhalten und wurde nicht zur Wahl zugelassen. Rund 117.000 Unterallgäuerinnen und Unterallgäuer sind zur Wahl des Landrats aufgerufen.
09.50 Uhr: Künftig zwölf statt acht Gemeinderatsmitglieder in Oberschönegg
In Oberschönegg im Unterallgäu wird der Gemeinderat aufgestockt: Weil der Ort seit der letzten Kommunalwahl die Grenze von 1.000 Einwohnern überschritten hat, muss das Gremium künftig aus zwölf statt acht Ratsmitgliedern bestehen. In allen anderen Kommunen im Landkreis Unterallgäu bleibt die Größe des Gemeinde- oder Stadtrats gleich.
09.32 Uhr: Oberbürgermeister in Kempten und Kaufbeuren hoffen auf Wiederwahl
In den beiden Allgäuer kreisfreien Städten Kempten und Kaufbeuren hoffen die beiden amtierenden CSU-Oberbürgermeister Thomas Kiechle (Kempten) und Stefan Bosse (Kaufbeuren) auf ihre Wiederwahl. Kiechle ist seit 2014 im Amt. Er trifft bei der Wahl auf vier Herausforderer. Bosse sitzt seit 2004 auf dem Chefsessel im Kaufbeurer Rathaus und bewirbt sich um eine fünfte Amtszeit. Er muss sich bei der Wahl gegen drei Gegenkandidaten behaupten.
In der dritten kreisfreien Stadt im Allgäu, in Memmingen, wird heute kein Oberbürgermeister gewählt. Der OB dort, Jan Rothenbacher (SPD), kam erst 2023 ins Amt. Die nächste planmäßige Oberbürgermeisterwahl steht deshalb in Memmingen erst 2029 an.
09.23 Uhr: Bekannte Gesichter und neue Listen in Bad Wörishofen
Bei der Bürgermeisterwahl in Bad Wörishofen wollte die CSU Amtsinhaber Stefan Welzel nicht mehr unterstützen. Der trat aus der Partei aus und gründete die Bad Wörishofer Bürgerinnen- und Bürgerliste (BWB), für die er nun erneut als Rathauschef kandidiert. Der frühere Grüne Daniel Pflügl, aktuell schon zweiter Bürgermeister in Bad Wörishofen, wird jetzt auch von CSU und SPD unterstützt und ist im Zuge seiner Kandidatur bei den Grünen ausgetreten. Außerdem tritt Paul Gruschka für die Freien Wähler an, der bereits vor dem Amtsantritt Welzels im Jahr 2020 Bürgermeister in der Kneipp-Stadt war.
09.14 Uhr: Kuriose Wahlsituation in Untrasried im Ostallgäu
In Untrasried im schwäbischen Landkreis Ostallgäu steht der einzige Bürgermeisterkandidat nicht auf dem Wahlzettel. Stattdessen ist dort nur ein Kandidat zu finden, der eigentlich zurückgezogen hat.
Im Januar hatte der ursprüngliche, einzige Untrasrieder Bürgermeisterkandidat Robert Asam-Kugelmann bekannt gegeben, dass er aus gesundheitlichen Gründen das Amt im Falle seiner Wahl nicht wie geplant annehmen könne. Zum Zeitpunkt seines Rückzugs war die offizielle Nominierungsfrist aber bereits verstrichen. Deshalb steht Asam-Kugelmann immer noch als einziger Bürgermeisterkandidat auf dem Stimmzettel – obwohl mit Markus Wintergerst inzwischen ein neuer Bewerber gefunden wurde.
Um den neuen Kandidaten zu wählen, müssen die Untrasrieder nun dessen Namen handschriftlich auf den Wahlzettel schreiben. Wichtig dabei: Vor- und Nachname müssten auf dem Zettel stehen, damit die Stimme gezählt werden kann, wie der scheidende Bürgermeister Wölfle erläutert.
09.09 Uhr: Kommunalwahl im Unterallgäu sorgt für einige Wechsel
Nach der diesjährigen Kommunalwahl im Unterallgäu wird es einige neue Gesichter in den Chefsesseln der Rathäuser geben. In der Kreisstadt Mindelheim tritt Amtsinhaber Stephan Winter (CSU) nach 24 Jahren nicht mehr für das Bürgermeisteramt an. Die CSU unterstützt - wie auch die SPD - die Kandidatur des 35-jährigen, parteilosen Mindelheimer Stadtkämmerers Michael Schindler. Außerdem treten Stefan Drexel für die Freien Wähler und Richard Stein für die Mindelheimer Bürgergemeinschaft an.
In Babenhausen tritt mit Alexandra Hörtrich die bisherige Sekretärin des scheidenden Bürgermeisters Otto Göppel (CSU) als seine Nachfolgerin an. Sie wird von den Freien Wählern unterstützt und hatte sich nach der Hochwasserkatastrophe 2024 als ehrenamtliche Helferin einen Namen gemacht. Der 62-jährige Göppel stellt sich nach 18 Jahren als Bürgermeister nicht mehr zur Wahl. Für die CSU tritt dafür Kreisbrandinspektor Tobias Hiller an. Er hat sich – wie Hörtrich – ebenfalls während der Hochwasserkatastrophe als herausragender Einsatzkoordinator profiliert.
In Bad Grönenbach treten zwei Kandidaten an, die aktuell schon in anderen Kommunen Bürgermeister sind, dort aber nicht mehr kandidieren. Hintergrund ist, dass die jeweiligen Gemeinderäte entschieden haben, vom hauptamtlichen auf einen ehrenamtlichen Bürgermeister zu wechseln: Für die neu gegründete Bürgerliste Bad Grönenbach geht der parteilose, bisherige Bürgermeister von Lamerdingen im Ostallgäu, Manuel Fischer, ins Rennen. Für die CSU tritt Renate Schön an, die bisherige Bürgermeisterin von Wildpoldsried im Oberallgäu. Außerdem will der örtliche Bauhofleiter Herbert Liebelt für die neu gegründete Liste Zukunft Bad Grönenbach ebenfalls Bürgermeister werden. Der 64-jährige Amtsinhaber Bernhard Kerler (CSU) will aus Altersgründen nicht mehr kandidieren.
08.37 Uhr: Weniger Stimmberechtigte als bei der vergangenen Kommunalwahl in Bayern
Mit den bayernweit 10,05 Millionen Wahlberechtigten sind heute weniger Menschen zur Stimmabgabe aufgefordert als noch vor sechs Jahren. Zwar blieb die Bevölkerungszahl Bayerns in der Altersgruppe ab 18 Jahren seit 2020 nahezu konstant. Allerdings sank laut Statistischem Landesamt die Zahl der Deutschen und ebenfalls stimmberechtigten EU-Ausländer – während die Zahl der Nicht-EU-Ausländer über 18 gestiegen sei. Insgesamt sind bei der Kommunalwahl heute rund 220.000 Menschen weniger stimmberechtigt als 2020.
- Zum Überblick: Kommunalwahl Bayern 2026: Termine, Fristen und Ablauf
08.00 Uhr: Start der Kommunalwahl in den Wahllokalen
In Bayern haben die Wahllokale für die Kommunalwahl geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Bürgerinnen und Bürger im Freistaat dort ihre Stimmen abgeben und über Landräte, Bürgermeister, Gemeinderäte, Stadträte und Kreistage entscheiden. Wahlberechtigt sind gut zehn Millionen Menschen. Die Wahllokale nehmen noch bis 18.00 Uhr Stimmzettel an.
- Zum Erklärstück: Kommunalwahl in Bayern: So wählen Sie richtig
07.11 Uhr: Die Ergebnisse auf BR24.de
Um 18 Uhr wird ausgezählt – zunächst (Ober-)Bürgermeister und Landräte. Ab 18.00 Uhr finden Sie bei uns die (Zwischen-)Ergebnisse aus den Gemeinden. Die Stadträte, Gemeinderäte und Kreistage werden erst später ausgezählt.
Ein landesweites Ergebnis der Wahl wird deshalb erst im Verlauf der Woche erwartet, die Auszählung dauert wegen des komplexen Wahlsystems länger. Bereits für Sonntag werden aber aus Städten Resultate zu Oberbürgermeisterwahlen erwartet. Für besondere Spannung sorgt, ob in München der Amtsinhaber Dieter Reiter von der SPD eine dritte Amtszeit bekommt. Reiter geriet kurz vor der Wahl wegen eines Aufsichtsratsmandats beim FC Bayern München und einer als rassistisch wahrgenommenen Bemerkung in die Kritik.
06.20 Uhr: Mehr als 100.000 Briefwahlanträge in Nürnberg
Fast jeder und jede dritte Wahlberechtigte in Nürnberg wählt per Brief. Wie die Stadt mitteilt, sind bis zum Ende der Antragsfrist am Freitag 105.290 Anträge auf Briefwahl eingegangen. Das ist eine Steigerung im Vergleich zur letzten Kommunalwahl: 2020 hatten knapp 90.000 Wahlberechtigte ihre Stimme schriftlich abgegeben. In diesem Jahr sind in Nürnberg knapp 380.000 Menschen wahlberechtigt. Die Briefwahlunterlagen können noch bis heute um 18.00 Uhr beim Wahlamt am Unschlittplatz 7a abgegeben werden.
06.10 Uhr: Trend weg von den klassischen Parteien
Der Wahlforscher Florens Mayer sagt: "Je kleiner die Kommune (…), desto geringer ist die Bedeutung der langfristigen emotionalen Bindung an eine Partei für die Wahlentscheidung." In großen Städten habe die "Parteiidentifikation in der Regel eine vergleichbare Bedeutung wie bei Landtags- und Bundestagswahlen." Das gelte aber vorrangig für die Abstimmungen zu den Stadträten.
Der BR24 BayernTrend zur Kommunalwahl spiegelt diesen Trend wider. Die Umfrage registrierte ein gestiegenes Vertrauen in die Kompetenz lokaler Listen und nicht-etablierter Parteien. Im Vergleich zur letzten Kommunalwahl 2020 wuchs der Wert um 6 Punkte auf 13 Prozent.
06.00 Uhr: Kommunalwahl in Bayern startet – Wahllokale öffnen um 8 Uhr
In Bayern sind heute landesweit Kommunalwahlen. Die Wahllokale öffnen um 8 Uhr. Rund 10,05 Millionen Menschen sind aufgerufen, ihre Landräte, Oberbürgermeister und ersten Bürgermeister, ihre Gemeinderäte, Stadträte und Kreistage neu zu bestimmen. Unter dem Strich sind rund 39.300 Mandate zu vergeben. Die Wahl gilt auch als ein Stimmungstest für die CSU und alle anderen Parteien.
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