Marionetten bauen eine 25 – Szene aus der Sonderschau.
Marionetten bauen eine 25 – Szene aus der Sonderschau.
Bild
Mit einer Sonderschau feiert das Museum der Augsburger Puppenkiste der 25-jährige Jubiläum.
Bildrechte: BR/Barbara Leinfelder
Schlagwörter
Bildrechte: BR/Barbara Leinfelder
Audiobeitrag

Mit einer Sonderschau feiert das Museum der Augsburger Puppenkiste der 25-jährige Jubiläum.

Audiobeitrag
>

25 Jahre: Auf Entdeckungsreisen in der "Kiste"

25 Jahre: Auf Entdeckungsreisen in der "Kiste"

"Die Kiste", das Museum der Augsburger Puppenkiste, wird 25 Jahre alt. Ein Anlass, die eigene Arbeit in den Mittelpunkt zu rücken. In der neuen Sonderausstellung gibt es einen Blick hinter die Kulissen – natürlich von und mit vielen Marionetten.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Schwaben am .

Eigentlich ist seine Zeit lange vorbei. Und trotzdem ist Urmel aus dem Eis immer noch ein Star – und der Eyecacher der neuen Sonderschau im Museum der Augsburger Puppenkiste. 25 Jahre gibt es "Die Kiste" inzwischen, das wird mit einer ungewöhnlichen Ausstellung gefeiert.

Das Museum als Ausstellung

In "Abenteuer Museum - 25 Jahre auf Entdeckungsreisen in der Kiste" steht die Museumsarbeit im Mittelpunkt. Mit Hilfe der Marionetten wird spielerisch erklärt, wie die Arbeit im Museum funktioniert: Technik, Werkstatt oder der Aufbau einer Ausstellung.

Schnitzwerkstatt und Bühnenhelfer

Museumsdirektor Dr. Dr. Zwengelmann aus den Urmel-Verfilmungen hat in der neuen Ausstellung eine Hauptrolle bekommen, auch die Museumsratten erklären mit vielen anderen Marionetten die Kernaufgaben und Berufe in Museen. Empfang und Ticketschalter, Bühnenhelfer und Restauratoren, die Damen im Büro und nicht zu vergessen: Die Spezialisten für Holzköpfe in der Schnitzwerkstatt. Immer mit dabei auch die Vertreter von Presse. Funk und Fernsehen: Und weil einer immer hinterher kehren muss, werden auch die Putzkräfte der Puppenkiste mit einer eigenen Vitrine gewürdigt.

Bildrechte: BR/Barbara Leinfelder
Bildbeitrag

25 Jahre "die Kiste" wird mit einer Sonderausstellung gefeiert.

Auch "Die Kiste" ist ein Augsburger Aushängeschild

Seit der Eröffnung 2001 haben nach Angaben der Museumsverantwortlichen rund 1,4 Millionen Menschen das Puppentheatermuseum besucht. Anfangs rechnete man mit 100 Besuchern am Tag, erinnert sich Christoph Mayer, der Vorsitzende des Fördervereins. Doch es wurden schnell mehr. Mittlerweile kommen rund 70.000 Besucher pro Jahr in "Die Kiste". Die gilt längst ebenso als Augsburger Aushängeschild wie die Puppenkiste im Erdgeschoss des Hauses in der Spitalgasse, die heuer ihren 78. Geburtstag feiert.

Marionetten noch zeitgemäß?

Der erste Museumsdirektor der Kiste war Erik Raskopf. Er ist zum 25. Geburtstag extra vorbeigekommen. Puppentheater hält er auch heute für unverzichtbar: "Ich glaube an Analoges." Gerade in einer Zeit der Bilderflut sei es wichtig sich einzulassen, so Raskopf. "Es gibt ein sehr gutes Gefühl in Geschichten einzutauchen, Geschichten erzählt zu bekommen". Das sei das, was die Puppenkiste ausmache, dass man sich auf Figuren und Geschichten einlässt.

Seit Beginn gibt es in der "Kiste" regelmäßig Sonderausstellungen, zu denen die Museumsmacher Puppenensembles aus aller Welt einladen und mit Wissenschaftlern unterschiedlichster Fachrichtungen zusammenarbeiten. Die neue Sonderausstellung ist immer mittwochs bis sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!