Ein Regionalzug ist am Donnerstagmittag an einem Bahnübergang in Deisenhofen im Landkreis München mit einem Auto zusammengestoßen. Nach Angaben der Polizei wollte der 80-Jährige gegen 12:20 Uhr den Bahnübergang überqueren. Nach bisherigen Erkenntnissen schlossen sich die Schranken, als er mit seinem Wagen im Gleisbereich war. Kurz darauf wurde der Wagen von einem Zug der Bayerischen Regionalbahn erfasst, der Richtung Lenggries unterwegs war.
Fahrgäste bleiben unverletzt
Der Mann aus dem Landkreis München erlitt schwere Verletzungen am Knie und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Zugführer wurde leicht verletzt. Die rund 140 Fahrgäste des Regionalzugs blieben unverletzt.
Regionalzug nach Zusammenstoß in Deisenhofen schwer beschädigt
An dem Auto entstand Totalschaden. Auch der Triebwagen des Regionalzugs wurde schwer beschädigt und musste geborgen werden. Die Schrankenanlage ist seit dem Unfall nicht mehr funktionsfähig. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf etwa 200.000 bis 300.000 Euro. Die Fahrgäste wurden aus dem Zug geleitet und mit Bussen weiterbefördert. Die Gleise waren am Nachmittag kurz vor 16 Uhr wieder frei.
Kurz zuvor angeblich ähnlicher Vorfall
Warum sich die Schranken schlossen, ist noch unklar. Wenige Stunden zuvor soll es bereits zu einem ähnlichen Vorfall gekommen sein. Auch dabei sollen sich die Schranken geschlossen haben, obwohl sich ein Auto im Bahnübergang befand. Laut Polizei war der Bahnverkehr dabei nicht gefährdet.
Die Verkehrspolizei bittet Zeugen, die Hinweise zum Unfall oder zum vorangegangen Vorfall geben können, sich zu melden.
An Bahnübergängen kommt es immer wieder zu Unfällen, häufig an unbeschrankten Bahnübergängen. Mehr als 1.600 Bahnübergänge in Bayern sind unbeschrankt, also mehr als 57 Prozent der insgesamt knapp 2.900 Bahnübergänge. Wie ein Bahnübergang gesichert ist – ob mit Andreaskreuz, Blinklichtanlage oder Schranke – hängt unter anderem davon ab, wie viele Autos diesen Bahnübergang befahren, und zum anderen, wie schnell die Züge dort unterwegs sind.
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