Der ADAC Südbayern rechnet zum Ende der Pfingstferien mit sehr viel Verkehr und Staus in Bayern. "Es ist bereits jetzt sehr lebhaft", sagte ein Sprecher dem Bayerischen Rundfunk am Mittwoch. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten sich auf Verkehr einstellen, Geduld mitbringen und möglichst zu Randzeiten fahren.
Grund für Staus: Feiertag und Pfingstferien-Ende
Grund dafür ist die Kombination aus dem Ende der Pfingstferien in Bayern und Baden-Württemberg und Fronleichnam am 4. Juni, der außer in diesen beiden Bundesländern auch in Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland ein Feiertag ist. Viele Menschen nutzen den Feiertag, um ein langes Wochenende frei zu machen und wegzufahren. "Wir erwarten, dass die Zahl der Reisenden deutlich größer ist als die Fahrbahnkapazitäten", so der ADAC.
Viel los am Mittwoch, Donnerstag, Samstag und Sonntag
Besonders viel werde auf den Straßen am Mittwochnachmittag und Donnerstagvormittag los sein, wenn Urlauber für ein langes Wochenende wegfahren. Höhepunkte erwartet der ADAC dann am Samstag und Sonntag. "Je kürzer die Reise, desto später reisen Menschen zurück", sagt der ADAC-Sprecher zur Begründung. Am Wochenende werde es erfahrungsgemäß sehr viel Rückreiseverkehr aus dem Süden geben, aus Österreich und Italien.
Diese Autobahnen sind besonders betroffen
Folgende Autobahnen in Bayern sind laut ADAC besonders gefährdet für Staus: Die A3 zwischen Passau und Linz, die A6 zwischen Heilbronn, Nürnberg und Pilsen, die A7 zwischen Ulm und Füssen, die A8 zwischen Stuttgart, München und Salzburg und der Autobahnring A99 um München.
Voll werde es vermutlich auch an den Anschlussstellen in Deutschland nach der Fernpassroute in Österreich, also auf der A7 bei Füssen und der A95 bei Garmisch-Partenkirchen. Außerdem könne es auf der A93, von Kufstein in Tirol bis zum Inntaldreieck auf der A8, wegen Blockabfertigung zeitweise länger dauern – angekündigt ist die Blockabfertigung für Freitag, 5. Juni. Reisende sollten sich zudem darauf einstellen, dass an den Grenzen kontrolliert werde, etwa bei Kiefersfelden. Auch dadurch könne es zu Verzögerungen kommen.
Das empfiehlt der ADAC
Die staureichen Autobahnen in Bayern und Österreich zu umfahren, werde immer schwieriger, so der ADAC Südbayern. Es gebe nicht viele Ausweichstrecken. Von den Autobahnen auf Landstraßen abzufahren sei in Österreich und inzwischen auch vielerorts in Bayern untersagt, etwa im Landkreis Rosenheim. "Wir empfehlen daher, auf Tagesrandlagen auszuweichen, also früh am Morgen zu fahren", teilte ein ADAC-Sprecher mit. Den Großraum München sollten Reisende am besten schon vormittags passiert haben.
Außerdem erinnerte der Sprecher an die Rettungsgasse, sollte es zu einem Stau kommen. Ansonsten könne es teuer werden: In Deutschland droht ein Bußgeld von 200 bis 280 Euro, wenn Autofahrer keine Rettungsgasse bilden. In Österreich fällt mit bis zu 726 Euro deutlich mehr Geld an.
Rund um Nürnberg: Festival Rock im Park
Rund um Nürnberg können die Straßen zeitweise wegen des Festivals "Rock im Park" voll werden. Von Freitag bis Sonntag werden auf dem Festivalgelände etwa 80.000 Besucherinnen und Besucher pro Tag erwartet. Der Veranstalter empfiehlt Besuchern, Fahrgemeinschaften zu bilden und ab ausgewiesenen "Park & Ride"-Plätzen mit dem ÖPNV anzureisen. Rund um die Zufahrtswege könne es sehr voll werden.
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