Warnstreik im ÖPNV
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Keine Bus, U-Bahn oder S-Bahn

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Auf Streik folgt Streik: Wohin soll das führen?

Auf Streik folgt Streik: Wohin soll das führen?

Die Gewerkschaft Verdi hat wieder zu Warnstreiks im ÖPNV aufgerufen. Betroffen sind Bus, U-Bahn und Tram. In München ist der Weg zum Fußball-Stadion mit der U6 zumindest gesichert. Was sind die Forderungen der Gewerkschaft und wie geht's weiter?

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Auf den Streik im ÖPNV vergangene Woche folgt nun der nächste: Keine U-Bahn, keine Tram, kein Bus. Bis auf einige Ausnahmen ist es am Mittwoch schwer, in Städten wie München oder Nürnberg öffentlich voranzukommen.

Zu Gast bei BR24 sind die Gewerkschaftssekretärin von Verdi Bayern, Dr. Katharina Wagner und der Ökonom Lukas Scholle. Den Livestream finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.

Die Lage in den Städten

In Nürnberg bleiben sowohl die U-Bahnen als auch die Trambahnen in den Depots, wie Michael Batog von der Gewerkschaft Verdi schilderte. In Passau stehe alles still, ergänzte seine Kollegin Katharina Wagner.

Der normale Betrieb in der Landeshauptstadt werde voraussichtlich erst am Donnerstag wieder möglich sein, teilte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mit. Seit Mittwochvormittags fährt zwischen Marienplatz und Fröttmaning die U-Bahn, die Tramlinien 20 und 25 seien im 10-Minuten-Takt unterwegs. Auch bei den Bussen ging es vorwärts: Dreiviertel aller Fahrzeuge rückten aus, teilweise im 10-Minuten-Takt.

Warum diese Entspannung? Mehr Mitarbeiter hätten sich zum Dienst gemeldet als beim zurückliegenden Warnstreiktag vor eineinhalb Wochen

Verhandlungsrunde am Freitag

Gewerkschaftssekretärin Wagner kündigte an, dass es bis zur nächsten Verhandlungsrunde am Freitag keine weiteren Warnstreiks in Bayern geben werde. "In der Eskalation sind wir definitiv noch nicht."

Die Gewerkschaft wolle nicht die Fahrgäste als solche treffen, dies sei nur der einzige Hebel, um Druck auf die Arbeitgeber auszuüben. "Deshalb ist es unser Credo, dass wir Warnstreiks in der Regel früh ankündigen, damit die Leute nicht aus dem Haus gehen und ins offene Messer laufen und total überrascht werden." 

Auch in Bayreuth und Dachau waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Es ist das zweite Mal im laufenden Tarifkonflikt, dass die Gewerkschaft im Freistaat zu diesem Druckmittel greift. Schon bei der ersten Runde am 2. Februar waren auch München und Nürnberg betroffen.

Die Forderungen

Die Gewerkschaft Verdi fordert in dem Tarifkonflikt in Bayern unter anderem eine Entgeltsteigerung von 668,75 Euro und eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Die bayerischen Städte weisen das als zu teuer zurück, zumal sie bereits weitere Verbesserungen und eine Entgelterhöhung von mindestens fünf Prozent angeboten hätten.

Mit Informationen von dpa

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