Zwei Polizisten der Bundespolizei am Flughafen München.
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Die Bundespolizei schützt die Grenzen.
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Ausbildung Bundespolizei: Der harte Weg zum Ziel

Ausbildung Bundespolizei: Der harte Weg zum Ziel

In Deutschland sind rund 55.000 Bundespolizisten im Einsatz: an Bahnhöfen, Flughäfen, auf See, an den Grenzen oder in der Spezialeinheit GSG9. Die Ausbildung ist fordernd, über 20 Prozent brechen sie ab.

Über dieses Thema berichtet: Frankenschau aktuell am .

In Bamberg befindet sich das größte AFZ, das Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei. Derzeit werden dort rund 1.100 Anwärterinnen und Anwärter auf ihren Einsatz vorbereitet. - auch Zoe Aumann und Oliver Taubmann. Um 6.45 Uhr ist für sie Antritt vor ihrer Unterkunft. Es folgt ein Ausbildungstag mit viel juristischem Unterricht und Sport. Nach dem ersten Jahr geht es ins Praktikum und damit in die Realität des Alltags.

Voraussetzung für den Job: Topfit und belastbar

Oliver Taubmann ist 22 Jahre alt, kommt aus der Fränkischen Schweiz, hat Abitur und ist Einzelhandelskaufmann. Viele in Bamberg haben sich erst nach einer bereits abgeschlossenen Ausbildung oder einem Studium zu einer Laufbahn bei der Bundespolizei entschlossen. Für Zoe Aumann, 18 Jahre alt und aus dem Landkreis Cham, war sofort klar, dass der mittlere Polizeivollzugsdienst ihr Berufswunsch ist. Ihr erstes Ausbildungsjahr, und damit die Grundausbildung, hat sie, wie Oliver, bereits abgeschlossen.

Staats- und Verfassungsrecht, Psychologie, Kriminalistik

Zwölf Monate Schulbank mit den Unterrichtseinheiten Staats- und Verfassungsrecht, Öffentliches Dienstrecht, Einsatzrecht, Psychologie, Kriminalistik und Berufsethik. Dazwischen immer wieder hartes Einsatztraining. Auf der Matte wird den Anwärtern von den Übungsleitern gezeigt, wie sie sich bei Einsätzen schützen und wie sie reagieren können. Auch sonst wird von den zukünftigen Bundespolizisten körperliche Fitness verlangt. Wer auch beim zweiten Anlauf den sogenannten Cooper-Test nicht schafft, muss gehen. Das ist für Männer ein 2,7-Kilometer-Lauf in zwölf Minuten.

Im Video: Hier lernt ihr die beiden Bundespolizei-Anwärter Oliver und Zoe und ihren Berufsalltag kennen.

Die BR24 Vor Ort-Reportage zur Bundespolizei.
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BR24 Vor Ort hat zwei Anwärter der Bundespolizei bei der Ausbildung begleitet.

Ab in die Praxis

Nach einem Jahr steht für Zoe und Oliver das erste Praktikum an. Er wird für vier Wochen Dienst am Flughafen München haben, sie wird an der Grenze in Furth im Wald eingesetzt. Dabei werden beide täglich von einem "Bärenführer" begleitet, einem Ausbilder, der sie einweist und unterstützt. Zoe darf so schon am ersten Tag Grenzkontrollen durchführen. Am Nachmittag ist dann ihr erster Einsatz im Zug von Prag nach München: Passkontrolle bei allen Fahrgästen, Überprüfung der Einreiseeintragungen. Zwölf Stunden dauert ihre Schicht – ein langer erster Tag.

Olivers Einsatz beginnt am Flughafen mit einer Luftsicherheitsstreife. Danach geht er für zwei Stunden in die sogenannte "Box". Hier kontrolliert er die Einreisepapiere von Passagieren aus Nicht-EU-Staaten. Auch das kommt vor: Ein Georgier stellt nach seiner Landung einen Asylantrag. Oliver muss ihn amtlich registrieren mit Fingerabdrücken und Fotos. Dann wird der Mann der Ausländerbehörde übergeben. Sein letzter Einsatz: Kontrolle des 42 Kilometer langen Zauns auf Beschädigungen.

Vier Wochen dauern die jeweiligen Praktika, dazwischen immer wieder theoretische Einheiten und Vorbereitungen auf die nächste Einsatzstelle im AFZ Bamberg.

Jubiläum: 75 Jahre Bundespolizei

Vor 75 Jahren war sie bekannt unter dem Namen "Bundesgrenzschutz". Heute heißt sie Bundespolizei, aber im Kern ist ihr Hauptaufgabenbereich immer noch der Schutz der Grenzen. Zu den Einsatzfeldern gehören weiterhin die Sicherheit eigener Einrichtungen, von Bahnhöfen, der Schutz der Luftsicherheit, Sicherheitsmaßnahmen an Bord von Luftfahrzeugen, der Schutz von Bundesorganen und Aufgaben auf See.

Polizei: Sorge um Nachwuchs

Die Zahl der Bewerbungen für den Beruf hat in den letzten Jahren abgenommen, aber nicht nur bei der Bundespolizei. Alle Polizeibehörden fürchten um den Nachwuchs. Das ist zum einen der demographischen Entwicklung geschuldet, aber auch den Ansprüchen an die Ausbildung und der zunehmenden Gewalt gegen Einsatzkräfte. 20 Prozent brechen die Ausbildung bei der Bundespolizei ab. Im Vergleich: Jeder vierte Studierende schmeißt das Studium, jeder dritte seine Ausbildung.

Zoe und Oliver hat ihr erstes Praktikum eher motiviert, dabei zu bleiben. Abwechslungsreich seien ihre Aufgaben, interessant die Einsatzgebiete und man habe viel mit Menschen zu tun. Dies seien für sie die wichtigsten Punkte und Ansporn, die zweieinhalbjährige Ausbildung durchzuziehen.

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