Ein "starkes Angebot für alle" verspricht die Bahn mit dem neuen Fahrplan ab 13. Dezember. In Bayern dürften vor allem diejenigen profitieren, die schnell in Metropolen wie Hamburg oder Berlin reisen wollen. Wer mit einer Zugfahrt in den Urlaub liebäugelt, könnte neue Optionen bekommen. Allerdings stehen nicht nur Pendlern neue Probleme durch Bauarbeiten ins Haus. Gebucht werden können Fahrkarten von Mittwoch an. Die Preise steigen nicht.
Schneller von Nürnberg nach Stuttgart und Berlin
Mit je zwei weiteren ICE-Sprintern können Fahrgäste aus Nürnberg vom 13. Dezember an täglich nach Stuttgart und Berlin fahren. Nach Stuttgart brauchen Bahnfahrer so planmäßig nur knapp zwei Stunden, nach Berlin ohne Zwischenhalte etwa zwei Stunden und 45 Minuten.
Wegen geringer Nachfrage fallen laut Bahn aber auch eine frühe und eine späte Intercity-Verbindung zwischen Stuttgart und Nürnberg mit Halten in Ellwangen und Ansbach an den meisten Wochentagen weg.
Aus Nürnberg nach Wien über frisch sanierte Strecke
Zum Fahrplanwechsel soll die Route Nürnberg-Regensburg-Passau frisch saniert und befahrbar sein. Damit sollen dann auch wieder ICE-Züge von Nürnberg direkt nach Linz und Wien fahren – von Sonntag bis Freitag einmal mehr am Abend. Zurück nach Franken gibt es eine neue frühe Verbindung: Abfahrt ist um 4.57 Uhr in Wien. Insgesamt bietet die Bahn zehn Direktverbindungen pro Tag zwischen Nürnberg und Wien.
Von Hamburg nach München mit zwei Zwischenstopps
20 Minuten Zeitersparnis verspricht die Deutsche Bahn durch die neue Sprinter-Verbindung zwischen Hamburg und München, die dreimal täglich in beide Richtungen fährt. Halten werden die Züge nur in Hannover und Nürnberg. Lüneburg, Göttingen oder Fulda fallen als Stopp weg.
Am Wochenende einmal mehr am Tag nach Paris
Bisher haben Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer nur eine Gelegenheit am Tag, direkt im TGV von München und Augsburg via Straßburg nach Paris zu fahren. Mit dem Fahrplanwechsel kommt eine weitere Direktverbindung am Wochenende dazu. Abfahrt ist nachmittags, zurück nach Bayern kommt man künftig auch frühmorgens mit Abfahrt um 7.42 Uhr in Paris.
Ab nächstem Sommer schneller nach Rom
Ab dem Sommer 2027 soll der Frecciarossa Reisende aus München ohne Umsteigen über Verona nach Mailand und Rom bringen. Laut Bahn soll dadurch bis zu einer Stunde Fahrtzeit gespart werden. Geplant ist zunächst eine Fahrt pro Tag Richtung Italien und eine Fahrt morgens aus Italien zurück nach Bayern.
Nach Bauarbeiten zurück: ICE-Züge nach Westfalen und Innsbruck
Mit dem Fahrplanwechsel gibt es wieder einen direkten ICE von München, Nürnberg und Würzburg nach Paderborn, Lippstadt und Hamm. Reisende aus Würzburg, Ansbach, und Donauwörth dürfen sich zudem über die Rückkehr einer ganzjährigen ICE-Verbindung nach Innsbruck freuen.
München-Rosenheim gesperrt – Diesel-Fernzüge über Mühldorf
Während die Route Nürnberg-Regensburg-Passau nach den Korridorsanierungen zum Fahrplanwechsel frisch saniert sein soll, steht die nächste Sperrung schon an: Zwischen Februar und Anfang Juli 2027 ist die Sanierung der vielbefahrenen Strecke München–Rosenheim–Salzburg geplant. Für Reisende in Fernzügen nach Salzburg bedeutet das: monatelang nur noch drei Eurocitys täglich in beide Richtungen mit Umweg im Schlepptau von Dieselloks über Mühldorf am Inn.
Baustellen: Immer weniger ICE-Züge via Donauwörth nach Berlin
Vom 5. Februar 2027 an fällt erst eine von acht ICE-Verbindungen von Augsburg und Donauwörth via Nürnberg nach Berlin weg. Von Mai an können dann laut Bahn nur noch zwei ICE von und nach Berlin täglich ohne Halt in Nürnberg auf der Route fahren. Vom 16. Oktober 2027 an fahren die ICE dann nur noch ab und bis Nürnberg – Fahrgäste aus Donauwörth haben dann keine Direktzüge mehr.
Vom 13. August 2027 an entfallen außerdem acht ICE-Züge täglich zwischen Frankfurt und Nürnberg, davon auch zwei von und nach Passau. Zwischen Frankfurt und Nürnberg soll es aber laut Bahn weiter "mindestens stündliche" ICE-Verbindungen geben.
Mit Informationen von dpa
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