Ein Skitag beginnt für viele nicht mit den ersten Schwüngen im Schnee, sondern mit einer Rechnung: Skipässe, Leihski, eine Brotzeit auf der Hütte – schnell fallen für den Ausflug mehrere Hundert Euro an. Der Blick auf die kommende Saison zeigt: Die Ticketpreise haben noch einmal angezogen. Nur bei Saisonpässen, an Rabatttagen sowie bei Vorab-Buchungen lässt sich teilweise sparen.
Sudelfeld, Brauneck, Spitzingsee: Tickets zwei Euro teurer
Die beliebten bayerischen Skigebiete Spitzingsee-Tegernsee, Sudelfeld (Bayrischzell) und Brauneck (Lenggries) sind Teil des Alpenplus-Verbunds. Dieser hat kürzlich seine Preisliste für 2026/2027 veröffentlicht:
Wer sein Tagesticket an der Liftkasse kauft, zahlt im kommenden Winter im Skigebiet Spitzingsee 53 Euro. Im Sudelfeld und in Brauneck fallen 55 Euro an. Kinder-Tageskarten liegen bei 25 Euro am Spitzingsee sowie 27 Euro in Brauneck und Sudelfeld. Damit sind die Preise bei Erwachsenen im Vergleich zum Vorjahr jeweils um zwei Euro, bei Kindern um einen Euro gestiegen.
Sparen lässt sich an ausgewählten Mittwochen nach den Weihnachtsferien, da gibt es in allen drei Gebieten Rabatt. Vielfahrer können zudem von der Saisonkarte profitieren, die preislich gleich geblieben ist. Im Vorverkauf bis 21. November kostet sie 465 Euro, danach 520 Euro.
Garmisch-Classic und Zugspitze: Vorab buchen lohnt sich
Auch das Skigebiet Garmisch-Classic hat seine Preise angezogen. Der Tagespass für Erwachsene an der Liftkasse liegt in der Hauptsaison bei 72 Euro, also drei Euro mehr als im Vorjahr. Für Kinder fallen 36 Euro an. Wer sparen will, sollte sein Ticket vorab online besorgen, dann ist es um ein paar Euro günstiger. Die Saisonkartenpreise sind ebenfalls gestiegen: Der Winterpass für Garmisch-Classic und Wank kostete vor einem Jahr 497 Euro und liegt nun bei 507 Euro.
Im Skigebiet an der Zugspitze zahlen Erwachsene an der Kasse für einen Tag 78 Euro und Kinder 39 Euro. Eine deutliche Steigerung: Im vergangenen Winter fielen für Erwachsene 69 Euro an, für Kinder 34,50 Euro. Wer sein Ticket vorab online bucht, spart hier besonders, nämlich rund acht bzw. vier Euro pro Kopf.
Auch im Allgäu wird Skifahren teurer
Auch im Allgäu wird der Pistenspaß teurer. Im Skigebiet Oberstdorf/Kleinwalsertal kostet der Tagespass für das Gesamtgebiet für Erwachsene 72,90 Euro und für Kinder 31,30 Euro – also rund vier beziehungsweise zwei Euro mehr als im Vorjahr. In Balderschwang liegt das Erwachsenen-Tagesticket bei 49 Euro und ist damit auch um vier Euro teurer geworden. Kinder zahlen 24 Euro, also 2,50 Euro mehr als vor einem Jahr.
Tirol: Ischgl und Sölden bei über 80 Euro
Viele Bayern fahren für einen Skiurlaub über die Grenze, nach Österreich oder Italien. Günstiger ist das nicht. Allerdings unterscheiden viele Skigebiete zwischen Vorsaison und Hauptsaison – und mancherorts lohnt es sich, vorab online zu buchen. Außerdem erwarten Skifahrer in Tirol und Südtirol in der Regel deutlich mehr Pistenkilometer als in bayerischen Skigebieten.
Ein paar Beispiele: Im für seine rege Après-Ski-Szene bekannten Ischgl kostet ein Tag auf der Piste für Erwachsene 83 Euro und damit vier Euro mehr als im Jahr zuvor. Für einen Kinder-Tagespass fallen 51 Euro an. Noch ein wenig teurer wird es in Sölden mit 84,50 Euro am Tag für Erwachsene und 46,50 Euro für Kinder.
Südtirol mit den höchsten Preisen
Den wohl teuersten Skispaß gönnen sich Besucher in Südtirol: Im Dolomiti Superski Gesamtverbund steigt der Erwachsenenpreis in der Hochsaison von 86 auf 89 Euro. Für Kinder gibt es dort je nach Altersklasse unterschiedliche Tarife. Am Kronplatz kostet das Erwachsenen-Tagesticket in der Hochsaison 83 Euro – vor einem Jahr lag es bei 80 Euro. Und im auch bei Winterwanderern beliebten Gröden kostet ein Tag auf den Skiern 83 Euro, Kinder zahlen 42 Euro. Auch hier gilt: Für Online-Bucher gibt es Rabatte.
Anstiege wegen Energie- und Personalkosten
Als Grund für die Preisanstiege nennen viele Skigebiete die höheren Energiekosten, etwa für Lifte. Auch die Personalkosten steigen, zumindest in Deutschland: Im kommenden Jahr erhöht sich der Mindestlohn.
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