Das Müllkraftwerk Schwandorf
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Bahn statt Lkw: Neuer Zugbetreiber für Ostbayerns Müll gefunden

Bahn statt Lkw: Neuer Zugbetreiber für Ostbayerns Müll gefunden

Der Müll aus weiten Teilen Ostbayerns muss künftig nicht - wie lange befürchtet - mit Tausenden Lastwagen ins Schwandorfer Müllkraftwerk gefahren werden. Die Verantwortlichen haben einen Ersatz gefunden, nachdem die Bahn den Vertrag gekündigt hatte.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus der Oberpfalz am .

Wer seinen vollen Müllbeutel in die Tonne wirft, macht sich meist keine großen Gedanken, was weiterhin damit passiert. Die Mülltonne wird geleert und dann wird der gesammelte Müll verbrannt. Doch: Wie kommt er zur Verbrennungsanlage? Das war für Ostbayern eine Zeit lang unklar – und ein großes Problem für Entsorgungsunternehmen. Jetzt ist allerdings eine Lösung gefunden.

Straße oder Schiene – Mülltransport nach Schwandorf

Kommunale Müllentsorgungsunternehmen aus Niederbayern, der Oberpfalz und Oberfranken hingen in der Luft, nachdem das Unternehmen DB Cargo die Transportverträge gekündigt hatte. Ihre nächste Verbrennungsanlage ist in Schwandorf – und wenn der Müll nicht mehr über die Schiene transportiert werden kann, bliebe nur noch die Straße. Das hätte geheißen: Tausende Lkw hätten den Müll von insgesamt 17 Entsorgungs-Zweckverbänden - die für fast zwei Millionen Menschen in Bayern den Müll wegräumen - nach Schwandorf fahren müssen: bis zu 300.000 Tonnen Müll pro Jahr.

Rail Bavaria Logistik steigt als Transporteur ein

Nun die Erleichterung: Nach langer Suche haben die Verantwortlichen einen neuen Zugbetreiber gefunden, der die Tausende Tonnen Müll - wie bisher - auf der Schiene transportieren wird: Die Rail Bavaria Logistik GmbH aus Rohrbach im Landkreis Pfaffenhofen ist neuer Transporteur.

So können auch weiterhin rund 80 Prozent des zu verbrennenden Mülls zwischen Hof und Landshut über die Schiene nach Schwandorf gelangen. Der Schienengüterverkehr verursacht bis zu 80 Prozent weniger CO2-Emissionen als der Straßentransport, was ihn laut aktuellen Berichten von Branchenanalysen zum umweltfreundlichsten Massentransportmittel macht.

Müllkraftwerk Schwandorf nicht für Lkw-Verkehr ausgelegt

Im Müllkraftwerk Schwandorf waren zuvor schon Notfallpläne vorbereitet worden. Denn die Bahn-Tochter DB-Cargo hatte den seit Jahrzehnten bestehenden Transportvertrag zum Jahresende gekündigt. Ohne einen neuen Zugtransporteur wäre ab Januar nur der Straßenverkehr geblieben. Für solche Mengen an Lastwagen ist das Oberpfälzer Kraftwerk aber überhaupt nicht ausgelegt: Seit Jahrzehnten wird der Haus-, Gewerbe- und Sperrmüll im Verbandsgebiet überwiegend in Umladestationen in spezielle Bahn-Container gepresst und über die Schiene in die Müllverbrennungsanlage gebracht.

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