Eine Tafel im DB-Reisezentrum weist auf Schienenersatzverkehr hin
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Die Bahnsanierung geht weiter. Ab Mitte Juni ist die Bahnstrecke Regensburg- Passau betroffen. Auch hier wird es Ersatzbusse geben.
Bildrechte: BR/ Christina Weiss
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Die Bahnsanierung geht weiter. Ab Mitte Juni ist die Bahnstrecke Regensburg- Passau betroffen. Auch hier wird es Ersatzbusse geben.

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Bahnsanierung: Lange Sperrung zwischen Regensburg und Passau

Bahnsanierung: Lange Sperrung zwischen Regensburg und Passau

Zwischen Obertraubling und Passau brauchen Bahnreisende ein halbes Jahr Geduld: Vom 14. Juni bis 12. Dezember wird die wichtige Ostbayernstrecke für den Personenverkehr gesperrt. Fernzüge werden umgeleitet, viele Regionalzüge durch Busse ersetzt.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Niederbayern und Oberpfalz am .

Die Baustellen auf Bayerns Zugstrecken gehen weiter. Neben der Korridorsanierung zwischen Nürnberg und Regensburg nimmt die Deutsche Bahn (DB) jetzt den nächsten Abschnitt in Angriff. Diesmal trifft es die Bahnlinie zwischen Obertraubling bei Regensburg und Passau. Nun hat die DB ihr Bauvorhaben in einer öffentlichen Informationsveranstaltung vorgestellt und die Auswirkungen auf den Zugverkehr erläutert.

Regionalverkehr: Bahn setzt auf Ersatzbusse

Vom 14. Juni bis zum 12. Dezember ist der Abschnitt Obertraubling–Passau für den Personenverkehr weitgehend gesperrt. Bis zum 10. Juli fährt noch der Regionalzug zwischen Straubing und Regensburg, im übrigen Regionalverkehr kommt es aber zu erheblichen Einschränkungen.

Vor allem rund um den Verkehrsknotenpunkt Plattling werden zahlreiche Züge durch Busse ersetzt. In der Spitze sollen bis zu 90 Busse pro Tag auf rund zehn Linien im Schienenersatzverkehr unterwegs sein. Insgesamt legen die Busse in Spitzenzeiten dann bis zu 60.000 Kilometer täglich auf die Strecke. Gerade zu Stoßzeiten, wie dem Berufsverkehr, werden mehr Ersatzbusse eingesetzt. Auch bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen oder dem Gäubodenvolksfest kommt es zu Verstärkerfahrten.

Fernverkehr: Expresslinie und Umleitungen

Während sich beide Korridorsanierungen vom 14. Juni bis 10. Juli zeitlich überschneiden, setzt die DB zwischen Passau und Nürnberg dreimal täglich Expressbusse ein. Ab dem 11. Juli fahren die Busse dann bis nach Regensburg. Dort läuft der Fernverkehr dann wieder. Die schnelle Busfahrt über die Autobahn soll insbesondere Fernreisende unterstützen, die dafür vorab Sitzplätze reservieren können. Für Besitzer eines Fernverkehrstickets ist die Reservierung kostenfrei.

Fernzüge zwischen Regensburg, Passau und Wien fahren dann bis zum 12. Dezember nicht mehr. Stattdessen werden Fernzüge großräumig etwa über München umgeleitet. Zusätzlich plant die Bahn weitere Verbindungen über Simbach am Inn und Salzburg.

Ersatzverkehr fordert mehr Zeit und Planung

Fahrgäste brauchen in den kommenden sechs Monaten nach Einschätzung der Bahn aber mehr Zeit und müssen ihre Fahrten genauer planen. Um den Ersatzverkehr möglichst stabil zu gestalten, hat die DB die geplanten Busstrecken vorab per GPS getrackt und mehrere Testfahrten durchgeführt. Für jede Linie ist ein zusätzlicher Zeitpuffer eingeplant. Nach DB-Angaben sind die Ersatzbusse neuwertig und barrierefrei. Zudem verfügen sie über WLAN und teilweise auch über eine Toilette.

Die Korridorsanierung wird in insgesamt drei Bauphasen aufgeteilt. In jeder Phase ändern sich die Fahrpläne. Fahrgästen empfiehlt die Bahn deshalb, ihre Verbindung regelmäßig über die DB-App zu prüfen. Außerdem können sich Reisende auf der DB-Website für eine Infomail anmelden und einen WhatsApp-Kanal speziell für den Abschnitt Obertraubling–Passau abonnieren.

Baustelle: Eine große statt viele kleine

Mit der monatelangen Sperrung verfolgt die DB einen neuen Ansatz: Statt vieler kleiner Baustellen, die sich über Jahre hinziehen, soll die Strecke in einem großen Paket grundlegend erneuert werden. Der Abschnitt Nürnberg–Regensburg, der bereits seit Anfang des Jahres saniert wird, gilt dabei als Modellprojekt. Nach Angaben der Bahn liegt diese Korridorsanierung mit rund 88 Kilometern Strecke aktuell im Zeitplan.

Zwischen Obertraubling und Passau sollen nun rund 120 Kilometer Gleise erneuert werden. Hinzu kommen neue Weichen und Oberleitungen. Außerdem werden moderne elektronische Stellwerke eingebaut, die den Zugverkehr künftig störungsfreier machen sollen.

Ostbayern: Fünf Jahre keine weitere Großbaustelle

Nach Abschluss der Korridorsanierung in Ostbayern haben es die Reisenden und Pendler dort erstmal geschafft. So garantiert die DB, dass nach der Korridorsanierung in den kommenden fünf Jahre keine größeren Baumaßnahmen anstehen. In dieser Zeit sollen nur kleinere Instandhaltungsarbeiten stattfinden. Vorbei sind die Korridorsanierungen in Bayern damit aber nicht: Ab Ende Januar 2027 ist der Abschnitt zwischen Rosenheim und Salzburg an der Reihe.

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