Regionalexpress an einem Gleis im Hauptbahnhof Regensburg
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Regionalexpress im Hauptbahnhof Regensburg
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Bahnpanne bei Regensburg: Fahrgäste laufen ins nächste Dorf

Bahnpanne bei Regensburg: Fahrgäste laufen ins nächste Dorf

Technikdefekt auf der Bahnstrecke Regensburg-München: Nach einem Zugausfall liefen Reisende zu Fuß ins nahegelegene Eggmühl. Die Bahn sperrte die Strecke sicherheitshalber. Ein Fahrgast schildert BR24, wie er die Situation erlebt hat.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Bayern am .

Wegen einer technischen Störung blieb der Regionalexpress von Regensburg nach München am Sonntag (03.05.2026) noch im Landkreis Regensburg auf offener Strecke wieder stehen. Auch die Stromversorgung und damit die Klimaanlage fiel aus. Der Lokführer gab angesichts der sommerlichen Temperaturen auf einer Seite des Zuges die Türen frei, auf der vom Gegengleis abgewandten Seite.

Bahn: Fahrgäste steigen trotz Warnung aus

Die 300 bis 400 Fahrgäste wurden laut Bahn gebeten, im Zug zu bleiben. Doch einige stiegen trotzdem aus und liefen zu Fuß weiter ins nahe Dorf Eggmühl - ein Ortsteil von Schierling und Haltepunkt auf der Strecke Regensburg-München. Dort stellte die Bahn Ersatzbusse bereit, um die Fahrgäste nach Landshut zu bringen.

Allerdings hätten die Passagiere nicht dorthin laufen dürfen sondern warten müssen. Wenn ein Zug auf freier Strecke liegenbleibt, erfolge die Weiterreise mit einem Ersatzzug, Bussen oder mit Hilfe einer Abschlepp-Lok, betont die Bahn. Grundsätzlich habe die Sicherheit der Fahrgäste und Mitarbeitenden dabei die höchste Priorität.

Zugpassagier: "Unerträglich heiß, keine Kommunikation"

Ein Fahrgast des betroffenen Zuges schildert die Situation gegenüber BR24 aus seiner Sicht. Ihm zufolge sei es nach dem Ausfall der Klimaanlage unerträglich heiß und stickig geworden, woraufhin das Bahnpersonal mit der Aufforderung, nicht auszusteigen, einige Türen geöffnet habe. "Dann hieß es, eine Lok sei unterwegs, um den Zug abzuschleppen. Später dann, der Zug würde nach Eintreffen von Polizei und Feuerwehr evakuiert. Wir haben eine gute Dreiviertelstunde gewartet."

Danach seien immer mehr Passagiere ausgestiegen, um auf einem Feldweg auf Busse zu warten, die nicht kamen. Ansagen der Bahn habe es da schon keine mehr gegeben. "Danach hat sich eine Fußwallfahrt mit Rollkoffern nach Eggmühl in Bewegung gesetzt. Und da kamen dann Busse Richtung Landshut", so der Passagier, der sich vor allem über den "Zusammenbruch der Kommunikation" ärgert.

Bahnstrecke mehr als zwei Stunden gesperrt

Sicherheitshalber sperrte die Bahn am Sonntagabend die Strecke zwischen Köfering und Eggmühl für mehr als zwei Stunden komplett. Die Gründe der technischen Störung würden noch untersucht. Der liegengebliebene Zug sei in den Bahnhof Eggmühl abgeschleppt worden.

Mit Material von dpa

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