Die Stadt Bamberg ist mit dem bayerischen Biodiversitätspreis ausgezeichnet worden. Wie die Stadt am Donnerstag mitteilte, sind die blütenreichen Straßenränder mit dem zweiten Platz gewürdigt worden.
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Grünflächen am Berliner Ring: Artenzahl erhöht
Weil Grünflächen entlang des Berliner Rings und vieler zuführenden Straßen nur selten gemäht würden, habe sich dort etwa die Artenzahl von 320 auf 485 erhöht, heißt es weiter. Die blütenreichen Straßenränder seien das Ergebnis eines vorbildhaften kommunalen Engagements. So werde etwa auf Düngung und Pestizideinsatz bei der Pflege der Grünstreifen bewusst verzichtet, gemäht werde ein- bis zweimal pro Jahr. Durch die Maßnahmen hätte sich etwa die Artenzahl an Farn- und Blütenpflanzen deutlich erhöht, darunter befänden sich auch Seltenheiten wie das Alpen-Leinblatt oder die Violette Königskerze.
Ökologisches Grünflächenmanagement in Bamberg seit 1999
Bereits vor 27 Jahren hätten die zuständigen Fachleute mit dem "ökologischen Grünflächenmanagement der Straßenränder auf Terrassensand" begonnen. Alljährlich werde die Flora der Grünstreifen entlang des Berliner Rings auf einer Länge von sechs Kilometern und fast aller zuführenden Straßen erfasst und ein Ergebnisbericht mit einer Artenliste erstellt. Darauf würden dann die Pflegemaßnahmen abgestimmt. Das "Bamberger Modell" habe laut Mitteilung auch bereits überregional Interesse gefunden: Gemeinsam mit der Regierung von Oberfranken hätten die Fachleute einen Praxisleitfaden für andere Kommunen zur Nachahmung erstellt.
Glauber: "Pioniere der ökologischen Straßenrandpflege"
Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) bezeichnete die Beteiligten im Staatlichen Bauamt, im Umweltamt der Stadt Bamberg und bei der Abteilung "Grünanlagen und Friedhöfe" bei Bamberg Service als "Pioniere der ökologischen Straßenrandpflege". Die Preisverleihung fand im Rosengarten hinter der Neuen Residenz Bamberg statt.
Das Motto des diesjährigen Bayerischen Biodiversitätspreises lautete "Mehr Biodiversität durch naturnahe Hecken und Säume" und wurde vom Bayerischen Naturschutzfonds an insgesamt acht Preisträger verliehen. Die Domstadt teilt sich den zweiten Platz mit dem Landkreis Mühldorf am Inn, beide Preise sind mit jeweils 4.500 Euro dotiert.
Erster Preis an Familie aus Landkreis Kronach verliehen
Auf Platz eins landete eine Familie aus der Gemarkung Gössau im Landkreis Kronach für ihr jahrzehntelanges Engagement. Während vielerorts kleinteilige Strukturen wie Hecken und Feldraine entlang von Grundstücksgrenzen oder Wegen verschwunden seien, hätten sie hier zu einem umfangreichen Biotopverbund aus Hecken und anderen Lebensräumen ausgebaut werden können. Alle Preisträger finden sich auf der Website des Naturschutzfonds Bayern [externer Link] wieder.
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