Informationsblätter der Autobahn GmbH zu Brückenprojekten entlang der A7
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Wer in Unterfranken unterwegs ist, braucht in diesem Jahr starke Nerven. Auf vielen Autobahnen wird gebaut – ganz besonders auf der A7.
Bildrechte: BR / Patrick Obrusnik
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Wer in Unterfranken unterwegs ist, braucht in diesem Jahr starke Nerven. Auf vielen Autobahnen wird gebaut – ganz besonders auf der A7.

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Baustellen-Marathon: A7 wird auch heuer zur Geduldsprobe

Baustellen-Marathon: A7 wird auch heuer zur Geduldsprobe

Wer in Unterfranken unterwegs ist, braucht in diesem Jahr starke Nerven. Auf vielen Autobahnen wird gebaut – ganz besonders auf der A7. Warum das nötig ist, welche Projekte jetzt starten und wo Autofahrer am meisten Geduld brauchen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Youtube am .

Jeden Tag auf der A7: Der Verkehr rollt dicht an dicht auf der Nord-Süd-Autobahn. Lastwagen, Pendler, Urlauber – dann plötzlich orange Warnleuchten, Baken, ein Tempolimit-Schild. Baustelle.

Für viele Autofahrer in Unterfranken wird das auch in diesem Jahr zum gewohnten Bild. Denn entlang der Autobahnen der Region stehen zahlreiche Bauarbeiten an. Die Würzburger Außenstelle der Autobahn GmbH des Bundes hat ihr Bauprogramm vorgestellt: Insgesamt 16 Baustellen sind in diesem Jahr geplant oder laufen bereits – zehn davon allein an der A7.

Schwerpunkt: Brücken aus den 1960er Jahren

Der Grund für die vielen Baustellen liegt vor allem im Alter der Infrastruktur. Viele Brücken stammen noch aus den 1960er Jahren – einer Zeit, in der deutlich weniger Verkehr auf den Autobahnen unterwegs war.

"Die Belastungen, die wir heute ansetzen müssen, sind teilweise mehr als doppelt so hoch wie früher", erklärt der Leiter der Würzburger Außenstelle, Stefan Weißkopf-Zunft, bei der Vorstellung des Bauprogramms. Rund 109 Millionen Euro fließen deshalb allein in diesem Jahr allein in Neubau und Sanierung von Brückenbauwerken.

Besonders entlang der Bundesautobahn 7 zeigt sich der Modernisierungsbedarf deutlich. Dort gibt es 25 größere Brücken – zwölf davon sind bereits im Bau oder stehen kurz vor der Modernisierung.

Große Baustellen an mehreren Talbrücken

Zu den größten Projekten gehören mehrere Talbrücken. Während einige Baustellen noch Jahre dauern werden, gibt es eine gute Nachricht: Die Arbeiten an der Talbrücke Stettbach in Höhe des Autobahnkreuzes Schweinfurt/Werneck nähern sich dem Ende zu. Laut Autobahn GmbH fehlt dort nur noch die Abdichtung des Asphalts. Wenn alles nach Plan läuft, soll die Brücke im Sommer wieder komplett für den Verkehr freigegeben werden.

Bei anderen Projekten dauert es deutlich länger. Der Ersatzneubau der Talbrücke Thulba soll 2027 fertig werden. Die Arbeiten an der Talbrücke Römershag verzögern sich sogar bis 2030.

Megaprojekt Mainbrücke Marktbreit

Außerdem beginnen in diesem Jahr neue Ersatzneubauten – etwa an der Talbrücke Pfeffermühle nahe des mittelfränkischen Rothenburg ob der Tauber.

Besonders groß ist das Projekt bei Marktbreit: Dort entsteht eine neue Brücke für fast 400 Millionen Euro: fast ein Kilometer lang und 60 Meter hoch. Die Fertigstellung ist aktuell noch für 2034 geplant. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, ist aber laut Autobahn GmbH unklar.

Auch Fahrbahnen werden erneuert

Neben den Brücken werden auch mehrere Streckenabschnitte saniert. Dafür sind rund 37 Millionen Euro vorgesehen.

Vor allem auf der A7 werden Abschnitte der Asphaltdecke erneuert. Dabei wird die obere Schicht abgefräst und neu aufgebracht. Diese Arbeiten sollen vor allem zwischen Juni und November stattfinden. Auch auf der Bundesautobahn 71 wird gebaut. Dort werden Betonfugen in der Fahrbahn erneuert, damit kein Wasser eindringen und den Beton beschädigen kann.

"Räuberpiste" komplett neu

Eine besonders große Dauerbaustelle entsteht außerdem im mittelfränkischen Abschnitt der A7 zwischen der Anschlussstelle Wörnitz und dem Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim.

Dort wird die Betonfahrbahn auf längeren Abschnitten komplett erneuert – inklusive Unterbau und Entwässerung. Die Arbeiten sollen noch in diesem Monat starten und bis September nächsten Jahres dauern. Viele Autofahrer hätten sich über den bisherigen zustand der Strecke beschwert - das sei teilweise eine "richtige Räuberpiste" gewesen, sagt Außenstellenleiter Weißkopf-Zunft.

Bauarbeiten vor allem in den Ferienzeiten

Für Autofahrer, die die A7 nutzen, bedeutet das: Sie müssen heuer Geduld mitbringen. Denn viele Arbeiten fallen genau in die Monate, in denen auf den Straßen ohnehin besonders viel los ist – zwischen Frühjahr und Herbst. Teilweise würden Maßnahmen sogar bewusst in die Ferienzeit gelegt. Dann seien die Pendlerströme oft etwas geringer, betont der Außenstellenleiter der Autobahndirektion Nordbayern. Ganz vermeiden ließen sich Überschneidungen mit dem Ferienverkehr sowieso nicht. "Zwischen Ostern und den Herbstferien ist irgendwo in Deutschland praktisch immer schulfrei – und damit auch viel Reiseverkehr unterwegs", weiß Weißkopf-Zunft. Allerdings versuche man, die Auswirkungen möglichst gering zu halten.

Auf YouTube: Baustellen ohne Ende

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