(Archivbild) Bergsteiger klettern über eine Leiter eine Eiswand hinauf.
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(Archivbild) Der Khumbu-Eisbruch auf dem Weg zum Everest ist gefährlich. Er besteht aus sich stetig bewegenden Eisblöcke und Spalten.
Bildrechte: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Pasang Rinzee Sherpa
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(Archivbild) Der Khumbu-Eisbruch auf dem Weg zum Everest ist gefährlich. Er besteht aus sich stetig bewegenden Eisblöcke und Spalten.

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Bayerische Expertin bestätigt: Weg zum Mount Everest wieder frei

Bayerische Expertin bestätigt: Weg zum Mount Everest wieder frei

Ein riesiger Eisblock hatte die Route zum Gipfel des Mount Everest blockiert. Nun ist der Weg durch den Eisbruch auf der nepalesischen Seite des Berges wieder frei. Einfach wird dieser Abschnitt aber nicht für die Bergsteiger.

Über dieses Thema berichtet: Rucksackradio am .

Der Weg durch den Khumbu-Eisbruch auf der nepalesischen Seite des Mount Everest ist frei. Das bestätigt Billi Bierling, Höhenbergsteigerin aus Garmisch-Partenkirchen, die seit über 20 Jahren in Nepal lebt und selbst schon auf dem Gipfel des höchsten Bergs der Welt stand. Zuvor hatte ein riesiger Eisblock im Khumbu-Eisbruch die Strecke vom Basislager zu Lager 1 zwei Wochen lang versperrt.

Weg durch gefährlichen Eisbruch gefunden

Bierling zufolge haben am Sonntag unabhängige Sherpas von drei Expeditionsveranstaltern einen Weg durch den Eisbruch gefunden. Nun sei der Eisbruch offiziell eröffnet. Der Weg sei aber nicht ganz einfach. "Ich kann mir schon vorstellen, dass da Leute, die wirklich mit Steigeisen und mit dem Eispickel nicht so gut umgehen können, schon sehr gefordert sind", sagt Bierling, die in Kathmandu auch die Himalayan Database verwaltet, ein Archiv zur Expeditionsgeschichte am höchsten Berg der Welt, das auch die Folgen des wachsenden Bergtourismus dokumentiert.

"Icefall Doctors" haben Weg mit Seilen gesichert

Auch Berg-Journalist Stefan Nestler, ein Experte für Expeditionsbergsteigen, teilt auf seiner Homepage mit, dass der Weg durch den Eisbruch frei ist. Er bezieht sich auf Angaben des nepalesischen Expeditionsveranstalters 14 Peaks Expedition. Der Weg vorbei an dem gefährlichen Eisblock sei mit Leitern und Fixseilen gesichert worden – in einer gemeinsamen Aktion mehrerer Expeditionsveranstalter mit den "Icefall Doctors". Das ist ein Team besonders erfahrener Bergsteiger, das alljährlich die Aufstiegsroute zum Everest-Gipfel mit Leitern und Seilen vorbereitet.

Riesiger Eisblock versperrte den Weg

Ein sogenannter Serac, ein aufgetürmter Eisblock, versperrte im Khumbu-Eisbruch die Strecke vom Basislager in Richtung Lager 1. Normalerweise sollte die Strecke längst geöffnet sein. Der einsturzgefährdete Eisturm hatte die Arbeit der Icefall Doctors allerdings gestoppt und den Zeitplan der kommerziellen Teams durcheinandergebracht.

Die Aufstiegssaison konzentriert sich ohnehin nur auf wenige Tage bis Wochen im Mai. Dann ist das Wetter am höchsten Berg der Welt am stabilsten. Nun soll die Präparierung der Routen fortgesetzt werden.

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