140 Jahre nach dem noch immer rätselhaften Tod von König Ludwig II. erinnert in München ein neues Denkmal an ihn – an der Corneliusbrücke nahe des Deutschen Museums. Der "Märchenkönig", den viele in erster Linie mit seiner Rolle als Bauherr der Schlösser Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee in Verbindung bringen, verschrieb sich aber nicht nur der Kunst, sondern tat auch viel für die Wissenschaft. So wurde in München auf Initiative von Ludwig II. die Technische Universität gegründet.
Enthüllungsfeier mit Söder
An der Denkmal-Enthüllungsfeier an der Corneliusbrücke nahm unter anderen auch Ministerpräsident Markus Söder teil. Der CSU-Politiker sagte, mit der Gründung der Technischen Universität sei eine der führenden Hochschulen in der EU geschaffen worden. "Diese Politik der Wittelsbacher aus Tradition und Fortschritt setzen wir bis heute entschlossen fort", so Söder.
Ehrung Ludwigs durch mehrere Veranstaltungen
Bayern ehrt seinen wohl bekanntesten Monarchen am Wochenende mit mehreren Veranstaltungen. Höhepunkt ist neben der Enthüllung des Denkmals in München ein Gedenkgottesdienst in Berg am Starnberger See – unweit der Stelle, wo Ludwig zu Tode kam. Als Vertreter des Hauses Wittelsbach werden zu dem Gottesdienst in Berg Ludwig Prinz von Bayern und seine Schwester Auguste Prinzessin zu Lippe mit ihrer Familie erwartet.
Sonderausstellung: "Die letzten Tage des Märchenkönigs"
In der Region Starnberg sind auch Sonderführungen auf den Spuren Ludwigs II. sowie weitere Veranstaltungen an Originalschauplätzen seines Lebens und seiner letzten Tage angekündigt. Am Sonntag eröffnet etwa im Museum Starnberg die Dauerausstellung "Ludwig II. – Die letzten Tage des Märchenkönigs" über die letzten vier Tage im Leben des Monarchen. Die Schau widmet sich den Ereignissen zwischen seiner Entmachtung auf Schloss Neuschwanstein und seinem Tod in Berg.
"Märchenkönig" für regierungsunfähig erklärt
Geboren wurde Ludwig am 25. August 1845 auf Schloss Nymphenburg in München. Mit 18 Jahren bestieg er den Thron – jung, unerfahren und mehr an Kunst, Musik und Poesie interessiert als an Regierungsgeschäften.
Zugleich war er fasziniert von moderner Technik. Seine Schlösser gehörten zu den technisch fortschrittlichsten Europas. Ludwig II. steckte Unsummen in deren Bau, was auch heftige Kritik hervorrief. Der Psychiater Bernhard von Gudden erklärte Ludwig II. in einem Gutachten für geisteskrank. Damit wurde der Monarch für regierungsunfähig erklärt. Am 13. Juni 1886 kam er im Alter von 40 Jahren unter bis heute ungeklärten Umständen bei Berg am Starnberger See ums Leben.
Mit Informationen von dpa
Video: Ludwig II. – Visionär und Hightech-Pionier (30.11.2025)
mw sendung 210722
Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.
"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!

