Rettungskräfte der Feuerwehr stehen samt Fahrzeugen in einem Tunnel bei Bayreuth.
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Rettungskräfte proben in Bayreuth den Ernstfall.

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Bayreuth: Tunnelbrand-Übung auf der A9

Bayreuth: Tunnelbrand-Übung auf der A9

Die A9 bei Bayreuth ist derzeit das zweite Wochenende in Folge in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Der Grund sind Abrissarbeiten an einer Brücke, die über die Autobahn führt. Während der Sperrung findet eine Großübung von Rettungskräften statt.

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Feuer in der Autobahn-Einhausung Bayreuth-Nord. Acht Fahrzeuge sind bei einem Unfall in dem Tunnel kollidiert und in Brand geraten. Es bildet sich ein Rückstau, im Tunnel ist Rauch, Verletzte müssen versorgt werden – so das Szenario einer groß angelegten Übung.

Ernstfall-Probe für Rettungskräfte

Alles soll realistisch wirken, sagt Lucas Lauterbach von der Feuerwehr Bayreuth im Gespräch mit BR24, deshalb wird der Tunnel eingenebelt, die "Opfer" sind geschminkt. Geprobt werden Rettung und Brandbekämpfung auf der A9 mit rund 220 Rettungskräften von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, THW und Autobahnmeisterei. Für die Übung sind etwa zwei bis drei Stunden angesetzt, so Lauterbach weiter: "Wir haben einen roten Faden, aber kein Drehbuch".

Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Rettungsdiensten soll kontinuierlich verbessert werden, so Lauterbach weiter. Deshalb gibt es jetzt die Übung, denn "eine gesperrte Autobahn haben wir nicht so häufig zur Verfügung".

Wie wichtig es ist, dass diese Zusammenarbeit funktioniert, zeigte sich zuletzt bei einem Blitzeisereignis im Januar in Bayreuth. Damals waren innerhalb kurzer Zeit mehrere Unfälle auf der A9 passiert mit insgesamt 39 Fahrzeugen.

A9-Sperrung wegen Brücken-Abriss macht Großübung möglich

Möglich wird die Übung auf der Autobahn, weil die A9 wegen Abbrucharbeiten in dem Bereich an diesem Wochenende nicht befahren wird: In Bayreuth wird eine in die Jahre gekommene Hochbrücke, die über die A9 führt, abgerissen – zudem wird an einer Brücke am Bindlacher Berg gearbeitet. Die A9 ist deshalb zwischen den Anschlussstellen Bindlacher Berg und Bayreuth-Süd in beide Fahrtrichtungen gesperrt.

Die Rettungskräfte bitten darum, die Gefahrenzone rund um den Übungsbereich zu meiden, da dort wenig Platz zur Verfügung steht.

Bereits am vergangenen Wochenende war die A9 bei Bayreuth an derselben Stelle komplett gesperrt, da die Hochbrücke Schritt für Schritt entfernt wird. Um Staus in und um Bayreuth zu vermeiden, sind entsprechende Umleitungen ausgeschildert. Autofahrern rät die Autobahn GmbH, den Bereich weiträumig zu umfahren, etwa über die A70, die A73, die A6 und die A93.

Der Verkehr soll am Sonntag in Fahrtrichtung Berlin wieder gegen 15.00 Uhr freigegeben werden, in Fahrtrichtung Nürnberg um 22.00 Uhr.

Marode Brücke soll bis 2028 ersetzt werden

Der Neubau der Hochbrücke im Industriegebiet Bayreuth, die eine viel befahrene Achse zwischen Stadt und dem nördlichen Landkreis bietet, ist eine mehrere Jahre dauernde Baustelle. Die bisherige Brücke war marode. Das Bauwerk führt über die A9, über eine Bahnstrecke, über einen Radweg und eine innerstädtische Straße. 2028 soll das Projekt fertig werden, die Kosten wurden zuletzt auf etwa 105 Millionen Euro geschätzt.

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Mit Informationen von dpa.

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