Das Professorenpaar, Gründer und Vorstandsvorsitzende des Unternehmens BioNTech, Ugur Sahin (l) und Özlem Türeci stehen bei der Verleihung des Deutschen Nationalpreises auf der Bühne im französischen Dom am Gendarmentmarkt. Kanzler Merz hatte die Laudatio für das Ehepaar gehalten.
Das Professorenpaar, Gründer und Vorstandsvorsitzende des Unternehmens BioNTech, Ugur Sahin (l) und Özlem Türeci stehen bei der Verleihung des Deutschen Nationalpreises auf der Bühne im französischen Dom am Gendarmentmarkt. Kanzler Merz hatte die Laudatio für das Ehepaar gehalten.
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Die Gründer von BioNTech, Ugur Sahin und Özlem Türeci, wollen sich aus der Führung der Mainzer Biotechfirma zurückziehen.
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Die Gründer von BioNTech, Ugur Sahin und Özlem Türeci, wollen sich aus der Führung der Mainzer Biotechfirma zurückziehen.

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Biontech-Gründer verlassen Firma und gründen neues Unternehmen

Biontech-Gründer verlassen Firma und gründen neues Unternehmen

Die Gründer von BioNTech, Ugur Sahin und Özlem Türeci, wollen sich aus der Führung der Mainzer Biotechfirma zurückziehen und ein neues Unternehmen gründen. Das neue und das alte Unternehmen bleiben dabei offenbar verbandelt.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci wollen ein neues Unternehmen gründen und zum Ende des Jahres aus dem Management des Pharmaunternehmens aus Mainz ausscheiden, wie Biontech mitteilte.

Biontech erhält bei Erreichen bestimmter Entwicklungsschritte Geld

Ihr neues Biotechnologie-Unternehmen soll sich demnach der Entwicklung der nächsten Generation von Medikamenten auf mRNA-Basis widmen. Anteilseigner von Biontech, das für das Geschäftsjahr 2025 einen Milliardenverlust meldete, wollen die Eheleute aber bleiben. Derzeit halten sie nach Unternehmensangaben rund 15 Prozent.

Geplant ist laut Biontech, Rechte und mRNA-Technologien in das neue Unternehmen einzubringen. Im Gegenzug bekomme Biontech eine Minderheitsbeteiligung an der neuen Firma sowie Lizenzgebühren. Auch seien Meilensteinzahlungen vereinbart worden, Biontech wird also bei Erreichen bestimmter Entwicklungsschritte Geld von dem neuen Unternehmen erhalten. Eine bindende Vereinbarung hierzu soll bis Ende des ersten Halbjahres 2026 abgeschlossen werden, erklärte Biontech.

Biontech: Milliardengewinne dank Corona-Impfstoff

Sahin und Türeci hatten Biontech 2008 gegründet. Ziel war die Entwicklung von Krebstherapien auf mRNA-Basis. In der Corona-Pandemie wurden kurzerhand dann alle Kapazitäten der Mainzer in die Entwicklung eines mRNA-Vakzins gegen Covid-19 gesteckt - mit Erfolg. Das Unternehmen gewann das Wettrennen gegen eine Reihe von Mitbewerbern und erhielt gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer die erste Marktzulassung für einen Corona-Impfstoff.

Biontech verdiente in der Folge Milliarden und expandierte kräftig. Sahin und Türeci erhielten zahlreiche renommierte Auszeichnungen, darunter 2021 das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und 2022 gemeinsam mit ihrer einstigen Weggefährtin und späteren Nobelpreisträgerin Katalin Karikó den Paul-Ehrlich- und Ludwig-Darmstaedter-Preis, einen der wichtigsten Medizinpreise Deutschlands.

Forschung an mRNA-Therapien gegen Krebs im Fokus

Jahre nach der Pandemie sind Gewinn und Umsätze bei Biontech wieder deutlich geschrumpft, und obwohl das Geschäft mit dem Corona-Vakzin weiterläuft, steht längst wieder die Forschung an mRNA-Therapien gegen Krebs und andere Krankheiten im Mittelpunkt.

Nach wie vor ist das Vakzin das einzige Biontech-Produkt am Markt, das regelmäßig weiterentwickelt wird. Die Hoffnungen für die Zukunft ruhen auf mehreren späten klinischen Studien für Krebspräparate. Biontech peilt bis 2030 mehrere Zulassungsanträge für Onkologie-Therapien an.

Mit Informationen von dpa

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