Nach der Bluttat bei einer großen Feier in Parsberg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz sitzt der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wirft ihm Totschlag vor. Der Syrer soll am Sonntag auf der Feier anlässlich des kurdischen Neujahrsfests einen 39-jährigen Mann mit einem Messer getötet haben.
Für die Polizei stehen umfangreiche Zeugenvernehmungen und die Spurenauswertung an. Bereits unmittelbar nach der Tat hatten Polizisten damit begonnen, die Personalien der mehr als 500 Gäste aufzunehmen.
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Motiv für die Messerattacke bislang unbekannt
Vor der Tat hatte es offenbar Streit zwischen mehreren Gästen gegeben. Worum es ging, ist bisher unklar. Die Polizeiarbeit laufe auf Hochtouren, hieß es.
Eine Polizeisprecherin sagte zur dpa: "Selbstverständlich werden bei so einem Delikt alle Geschütze aufgefahren und alle notwendigen Maßnahmen getroffen." Derzeit werde priorisiert, welche Zeugen zuerst befragt werden sollen. Die Polizei bat die Gäste der Veranstaltung, mögliches Bild- oder Videomaterial zur Tat an die Ermittler weiterzugeben.
Hundertschaft der Polizei im Einsatz
Die tödliche Messerattacke war am Sonntagnachmittag auf einem Zelt- und Grillplatz am Ortsrand von Parsberg passiert. Mehrere Hundert Teilnehmer hatten zunächst friedlich unter freiem Himmel das kurdische Neujahrsfest "Newroz" gefeiert. Unter den Anwesenden waren auch zahlreiche Familien mit Kindern.
Das gesamte Gelände wurde nach der Tat weiträumig abgesperrt. Die Gäste durften das Areal zunächst nicht verlassen. Insgesamt waren mehr als 100 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz.
Mit Informationen von dpa
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