Die Unterschiede sind zwar nicht besonders groß, dennoch: In keinem bayerischen Regierungsbezirk ist gibt es so viel Zufriedenheit mit der wirtschaftlichen Lage wie in Schwaben. Laut dem BR24 BayernTrend zur Kommunalwahl sind dort 62 Prozent der Menschen mit der Wirtschaft in ihrer Stadt oder Gemeinde zufrieden. Zum Vergleich: Am wenigsten zufrieden sind die Menschen in Unterfranken (51 Prozent), der Wert für ganz Bayern liegt bei 59 Prozent.
Auch beim Zustand von Straßen, Brücken und Radwegen ist die Zufriedenheit in Schwaben mit 54 Prozent am größten. Der bayernweite Wert liegt bei 51 Prozent, am niedrigsten ist er in Oberfranken mit 39 Prozent. Oberhalb des Durchschnitts liegen die schwäbischen Zufriedenheitswerte außerdem beim Miteinander der Bürgerinnen und Bürgern (Schwaben: 78 Prozent / Bayern: 73 Prozent).
Nirgends sind Menschen mit Gesamtlage weniger zufrieden
Mit dem öffentlichen Nahverkehr sind die Schwaben mit 37 Prozent hingegen unterdurchschnittlich zufrieden (Bayern: 44 Prozent). Bei der Frage nach bezahlbarem Wohnraum liegen die Schwaben mit 30 Prozent Zufriedenheit zwar im bayerischen Schritt – allerdings sind auch nur die Menschen in Oberbayern weniger zufrieden (18 Prozent).
Außerdem interessant: In den meisten der abgefragten Teilbereiche liegen die schwäbischen Werte in der Nähe des bayerischen Schnitts oder sogar darüber – trotzdem ist die Zufriedenheit mit den Lebensbedingungen insgesamt nirgends niedriger. 81 Prozent der Schwaben sind mit der Gesamtlage zufrieden. Nur in Mittelfranken ist der Wert auf demselben Niveau. Bayernweit liegt die Zufriedenheit bei 85 Prozent.
Die Zufriedenheit in den sieben Regierungsbezirken bei bezahlbarem Wohnraum und Mieten.
29 Prozent kennen keine Kraft, der sie Lösungen zutrauen
Auf die Frage, welcher Partei, Liste oder Bürgervereinigung sie zutrauen, die Probleme vor Ort am ehesten lösen, nennen in Schwaben 24 Prozent die CSU. Es folgen die Freien Wähler und die AfD mit jeweils zehn Prozent sowie die SPD mit fünf Prozent. Die Grünen und Die Linke werden von jeweils vier Prozent der Schwaben genannt, die FDP von zwei Prozent. Die anderen Parteien sowie lokale Listen kommen zusammen auf 14 Prozent. Sieben Prozent haben zu keiner Partei oder Liste Zutrauen, weitere 22 können oder wollen keine nennen – so viel wie in keinem anderen Regierungsbezirk.
CSU und Grüne knapp unter, AfD knapp über bayerischem Schnitt
Die Werte von CSU und Grünen liegen knapp unterhalb des bayernweiten Schnitts, der schwäbische Wert für die AfD leicht darüber. Die Freien Wähler kommen sowohl in Schwaben als auch in ganz Bayern auf zehn Prozent. Einen negativen Ausschlag gibt es für die SPD, deren bayernweiter Wert bei neun Prozent liegt. Nur in Niederbayern erreichen die Sozialdemokraten mit vier Prozent ein schlechteres Ergebnis. Die Linke erhält hingegen nur in Mittelfranken (fünf Prozent) mehr Zuspruch als in Schwaben.
Das Zutrauen in die kommunale Lösungskompetenz von Parteien, Listen und Bürgervereinigungen in Schwaben.
Der BR24 BayernTrend zur Kommunalwahl
Dieser BR24 BayernTrend zur Kommunalwahl wird in Kooperation mit mehreren bayerischen Regionalzeitungen veröffentlicht, darunter "Augsburger Allgemeine", "Münchner Merkur", "Nürnberger Nachrichten", "Main-Post", "Passauer Neue Presse". Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap befragte vom 29. Januar bis 20. Februar 2026 telefonisch und online 512 Kommunalwahlberechtigte in Schwaben, in ganz Bayern waren es 3.621 Wahlberechtigte. Es handelt sich um eine repräsentative Studie.
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