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Brandattacke bei Rohde & Schwarz: Was bisher bekannt ist

Brandattacke bei Rohde & Schwarz: Was bisher bekannt ist

In der Nacht wurden mehrere Brandsätze auf eine Baustelle in München geworfen. In unmittelbarer Nachbarschaft: Der Technologiekonzern Rohde & Schwarz und das Rüstungsunternehmen Helsing. Das LKA spricht von einem möglichen Anschlag. Was wir wissen.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Große Aufregung im Münchner Stadtteil Berg am Laim: Mitten in der Nacht sollen zwei Verdächtige Brandsätze auf eine Baustelle geworfen haben. In unmittelbarer Nähe befinden sich der Technologiekonzern Rohde & Schwarz und das Rüstungsunternehmen Helsing.

Wer und was steckt dahinter? Darüber sprach BR24 mit Michael Götschenberg, ARD-Hauptstadtkorrespondent und Experte für Terrorismus und Innere Sicherheit und Frank Jordan, BR-Journalisten aus der Redaktion Oberbayern. Das Video finden Sie eingebettet über diesem Artikel.

Was bisher dazu bekannt ist:

Was ist passiert?

In der Nacht auf Donnerstag hat ein Zeuge laut Polizei beobachtet, wie aus einem Auto heraus Brandsätze auf eine Baustelle im Münchner Osten geworfen wurden. Einer davon löste im Bereich von Baucontainern vor der Firmenzentrale von Rohde & Schwarz ein Feuer aus. Der Brand konnte von der Polizei aber schnell gelöscht werden. Spezialisten entschärften einen weiteren Brandsatz. Größere Schäden entstanden laut Polizei nicht.

Wo ist es passiert?

Die Brandsätze landeten in der Nähe des Firmengeländes von Rohde & Schwarz, direkt hinter dem Münchner Ostbahnhof. Gegenüber hat auch der Rüstungskonzern Helsing seinen Firmensitz. In unmittelbarer Nähe befinden sich das Werksviertel am Ostbahnhof sowie der Mittlere Ring.

Gibt es Verdächtige?

Bei einer sofort eingeleiteten Fahndung konnte die Polizei an einer nahegelegenen Tankstelle am Innsbrucker Ring eine 28-jährige Frau und einen 38-jährigen Mann festnehmen. Beide sind bulgarische Staatsangehörige. Was sie mit dem mutmaßlichen Brandanschlag zu tun haben, ist Teil der Ermittlungen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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Die Polizei konnte an einer Tankstelle zwei Tatverdächtige festnehmen.

Wer ermittelt?

Als Erstes war eine Streife der Münchner Polizei vor Ort. Auch die Festnahmen am Innsbrucker Ring erfolgten durch die Münchner Beamten. Inzwischen ermitteln auch das Landeskriminalamt (LKA) und die bei der Generalstaatsanwaltschaft München angesiedelte Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET). Das LKA Bayern geht derzeit davon aus, dass die Brandattacke nicht oder nicht nur dem Unternehmen Rohde & Schwarz gegolten hat, da im Gebäudekomplex einige Rüstungsunternehmen ansässig seien. Das sagte LKA-Sprecher Ludwig Waldinger dem BR. Waldinger spricht von einem "möglichen Anschlag", betonte aber, dass die Ermittlungen noch am Anfang stünden.

Warum ist der Fall so brisant?

Eine Sprecherin des Technologiekonzerns Rohde & Schwarz bestätigte auf Anfrage des BR, dass es an der Firmenzentrale einen Polizei- und Feuerwehreinsatz gegeben hat. Das Betriebsgelände selbst sei aber nicht betroffen. Bereits 2021 hatten Unbekannte im Umfeld von Rohde & Schwarz eine Stromleitung angezündet, die offen in einer Baugrube gelegen hatte. Die damalige Tat ist bis heute nicht aufgeklärt. Bei Rohde & Schwarz handelt es sich um einen Technikkonzern, der aber auch an Rüstungsprojekten beteiligt ist. Helsing entwickelt unter anderem Drohnen. Laut einer Recherche von NDR, WDR und SZ, über die tageschau.de berichtet [externer Link], gab es in diesem Jahr bereits mehr als 165 Sabotageverdachtsfälle beim Bundeskriminalamt (BKA).

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