Die Bundeswehr will das Raketen-Abwehrsystem Arrow in Kaufbeuren im Ostallgäu und auf dem Lechfeld bei Augsburg stationieren. Das hat der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (FW) auf Anfrage von BR24 bestätigt. Zuerst hatte die Allgäuer Zeitung darüber berichtet.
- Zum Artikel der Allgäuer Zeitung [externer Link, womöglich Bezahl-Inhalt]: Raketen-Abwehrsystem Arrow wird im Allgäu stationiert
Arrow-Stationierung sichert wohl Bundeswehrstandort
Pohl erklärte, er habe sich als Mitglied im Haushaltsausschuss des Landtags um diese Standort-Entscheidung der Bundeswehr bemüht. Zunächst war auch das oberbayerische Penzing bei Landsberg als möglicher Arrow-Standort im Gespräch gewesen.
Am Fliegerhorst Lagerlechfeld will die Bundeswehr eine Raketenbatterie installieren. Die Radaranlage, die feindliche Raketen erkennt und die Abwehrgeschosse ins Ziel führt, soll in der Nähe des Bundeswehrstandorts in Kaufbeuren entstehen. Der stand in der Vergangenheit immer wieder zur Diskussion und ist mit der Entscheidung für die Arrow-Stationierung wohl dauerhaft gesichert.
Anderes Arrow-System bereits in Betrieb
In drei Jahren sollen die Arrow-Anlagen einsatzbereit sein. Dann wird Kaufbeuren gemeinsam mit Lagerlechfeld einer von deutschlandweit nur drei Standorten für das israelische Abwehrsystem sein. Im Grenzgebiet zwischen Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen ist schon ein Arrow-System in Betrieb, ein drittes soll in Norddeutschland aufgebaut werden.
Schwaben wird Baustein der NATO-Luftabwehr
Die Bundeswehr sieht Arrow als Teil der gemeinsamen Luftverteidigung im NATO-Bündnis. Feindliche Mittel- und Langstrecken-Raketen könnten von Schwaben aus nicht nur über Deutschland, sondern auch – in bis zu 100 Kilometern Höhe – über dem Gebiet von Nachbarländern abgefangen werden. Das System soll eine Reichweite von 2.400 Kilometern haben.
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