dpatopbilder - 31.08.2026, Brandenburg, Sieversdorf: Ein mächtiger, verzweigter Gewitterblitz leuchtet über der nächtlichen Landschaft mit einem Windpark. Foto: Patrick Pleul/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Gewitter über Brandenburg
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Deutscher Wetterdienst reformiert Warnsystem – das ist geplant

Deutscher Wetterdienst reformiert Warnsystem – das ist geplant

Hitze, Hagel, Hochwasser: Damit sich die Menschen in Deutschland bestmöglich auf Starkwetterereignisse einstellen können, warnt der Deutsche Wetterdienst vor ihnen. Jetzt soll das Warnsystem weiterentwickelt werden.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Heißen soll das neue System des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wie ein beliebtes Wetterphänomen: RainBoW, also Regenbogen. Der Name ist eine Abkürzung für "Risikobasierte, anwendungsorientierte, individualisierbare Bereitstellung optimierter Warninformationen". Das Ziel sei es, Wetterwarnungen in Zukunft noch verständlicher zu machen. Das teilte der DWD auf BR-Anfrage mit.

Weniger, aber einheitliche Warnstufen

In einem ersten Schritt will der DWD seine Warnstufen vereinheitlichen. Denn bislang gibt es verschiedene Warnstufen für verschiedene Wetterereignisse. So werden beispielsweise Gewitter und Schneefälle in vier Warnstufen eingeteilt, Stark- und Dauerregen jeweils in drei. Für Frost- und Hitze gibt es zwei Warnstufen, für Nebel und UV-Belastung eine.

Eine Herausforderung ist dabei laut DWD, zum einen "relevante Gefahren zuverlässig zu erkennen und zu kommunizieren und andererseits sicherzustellen, dass Warnungen von den Empfängerinnen und Empfängern richtig eingeordnet werden". In Zukunft wolle man auf drei einheitliche Warnstufen setzen – egal, um welches Wetter es sich handelt.

Gewitterwarnung kommt früher

Auch die Warntexte, die im Falle einer Meldung vom DWD herausgegeben werden, sollen verständlicher werden. Auf seiner Website schreibt der DWD dazu, man setze auf kürzere Überschriften, Stichpunkte statt Fließtext und auf nicht zwingend nötige meteorologische Details wolle man verzichten.

Denn im Mittelpunkt steht laut DWD, dass sich die Menschen in Deutschland leichter auf Wettergefahren einstellen und angemessen handeln können. Deshalb sollen Gewitterwarnungen in Zukunft auch früher herausgegeben werden, damit sich die Menschen vor Ort rechtzeitig vorbereiten können.

Hier ist aber laut DWD-Website zu beachten: Je früher eine Warnung ausgegeben wird, desto ungenauer kann der Ort vorhergesagt werden, an dem es gewittert. Deshalb soll es zusätzlich auch kurzfristige "Gewitterakutwarnungen" geben.

Start von RainBoW noch unklar

Die vereinheitlichten Warnstufen und die Gewitterakutwarnungen sind laut DWD die ersten Schritte zur Umsetzung von RainBoW. In weiteren Schritten soll es in Zukunft auch ein neues Warnportal geben, einen "Warn-Baukasten". Dort können die Menschen laut DWD für sie wichtige Warnungen abrufen und zum Beispiel nach Gebiet und Wetterelement filtern.

Wann RainBow tatsächlich an den Start geht, ist noch unklar. Laut DWD ist die Einführung aktuell für 2027 geplant, final ist das aber noch nicht. Auch die Frage, wie RainBoW für die DWD-Website oder Warnapps wie NINA oder WarnWetter umgesetzt werden kann, müsse erst noch geklärt werden. Hier liefen noch Abstimmungen mit den betreffenden Partnern, so der DWD.

Es kann also sein, dass sich manche Ideen bis zur tatsächlichen Einführung von RainBoW noch ändern.

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