Friedrich Merz kommt am 27.8.26 im Kanzleramt in Berlin an (Symbolbild).
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Friedrich Merz kommt am 27.8.26 im Kanzleramt in Berlin an (Symbolbild).
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Friedrich Merz kommt am 27.8.26 im Kanzleramt in Berlin an (Symbolbild).

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ARD-DeutschlandTrend: Große Unzufriedenheit mit Merz

ARD-DeutschlandTrend: Große Unzufriedenheit mit Merz

83 Prozent der Wahlberechtigten sind mit Kanzler Merz unzufrieden – ein historisch schlechter Wert im ARD-DeutschlandTrend. In der Sonntagsfrage bleibt die AfD vorne. Neue Zahlen gibt es auch zur Frage, wie Russland die deutsche Sicherheit bedroht.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Die große Mehrheit der Wahlberechtigten in Deutschland hadert weiter mit der Bundesregierung und ihrer Arbeit. 84 Prozent sind mit Schwarz-Rot weniger oder gar nicht zufrieden, wie der neue ARD-DeutschlandTrend zeigt. Nur 15 Prozent sind zufrieden. Ähnlich sind die Werte für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Mit seiner Arbeit sind 13 Prozent zufrieden, 83 Prozent sind unzufrieden. Das ist der bisher niedrigste im DeutschlandTrend gemessene Wert für einen amtierenden Kanzler.

Auch bei den Anhängern der Regierungsparteien überwiegt der negative Eindruck von Schwarz-Rot: 58 Prozent der Unterstützer von CDU und CSU sind unzufrieden, bei den SPD-Anhängern sind es 66 Prozent. Klar fällt das Urteil der Oppositions-Anhänger aus: Bei den Unterstützern der Grünen zeigen sich 88 Prozent unzufrieden mit der Regierung, bei der Linken 93 Prozent und bei der AfD 99 Prozent.

Grafik: Zufriedenheit mit der Bundesregierung

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ARD-DeutschlandTrend im September 2026: Zufriedenheit mit der Bundesregierung

Sonntagsfrage: AfD bleibt vor der Union

Die repräsentative Umfrage von Infratest dimap zeigt auch: In der Sonntagsfrage tut sich aktuell wenig. Die AfD büßt im Vergleich zum Vormonat einen Prozentpunkt ein, bleibt aber mit 27 Prozent vor der Union. CDU und CSU kommen unverändert auf 21 Prozent. Es folgen die Grünen mit weiterhin 15 Prozent, die SPD mit 13 Prozent (+1) und die Linken mit 12 Prozent (+1). Die FDP liegt bei 4 Prozent.

Würde am kommenden Sonntag gewählt, kämen Union und SPD derzeit nicht auf eine Regierungsmehrheit. Die FDP wäre weiter nicht im Bundestag vertreten.

Interaktive Grafik: Die Sonntagsfrage seit Januar 2021

Zufriedenheit: Dobrindt bei Unions-Anhängern vorne

In Sachen Politikerzufriedenheit vorne bleibt Boris Pistorius. Der Bundesverteidigungsminister von der SPD kommt auf einen Zufriedenheitswert von 51 Prozent. Es folgen Außenminister Johann Wadephul (CDU) mit 34 Prozent, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mit 30 Prozent und AfD-Chefin Alice Weidel mit 26 Prozent. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) kommt auf 22 Prozent, bei Kanzler Merz sind es die eingangs erwähnten 13 Prozent.

Bei den eigenen Leuten schneidet Merz, der auch CDU-Parteichef ist, zwar besser ab als bei allen Wahlberechtigten. Aber auch bei den Unterstützern der Union ist mit 52 Prozent die Mehrheit unzufrieden mit seiner Arbeit. 45 Prozent sind mit ihm zufrieden. Am beliebtesten in den eigenen Reihen ist Bundesinnenminister Dobrindt. Mit dem CSU-Politiker sind 66 Prozent der Unions-Unterstützer zufrieden. Dagegen sind es bei Wirtschaftsministerin Katherina Reiche nur 23 Prozent.

Grafik: Politikerzufriedenheit in Reihen der Union

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ARD-DeutschlandTrend im September 2026: Politikerzufriedenheit in Reihen der Union

Wirtschaftliche Lage: Skepsis weiter hoch

Was die wirtschaftliche Lage in Deutschland angeht, bleibt die Skepsis hoch. 57 Prozent halten die ökonomische Situation für weniger gut, 32 Prozent bewerten sie als schlecht. Ähnlich pessimistisch waren die Befragten im ARD-DeutschlandTrend zuletzt rund um den Kriegsbeginn in der Ukraine 2022 und die Finanzkrise 2008.

Immer weniger Wahlberechtigte trauen der Union zu, die anstehenden Aufgaben mit Blick auf die wirtschaftliche Lage zu lösen. Im Bereich Wirtschaft sind es derzeit 24 Prozent – das sind rund 15 Prozentpunkte weniger als vor eineinhalb Jahren. Es folgen die AfD mit 20 Prozent sowie SPD und Grüne mit jeweils 10 Prozent. Ähnlich ist es beim Bereich Arbeitsplätze: Hier trauen derzeit 22 Prozent CDU und CSU zu, die entsprechenden Aufgaben zu lösen. Auch hier folgen AfD, SPD und Grüne.

Grafik: Wirtschaftliche Lage in Deutschland im Zeitverlauf

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ARD-DeutschlandTrend im September 2026: Wirtschaftliche Lage in Deutschland im Zeitverlauf

Waffen für die Ukraine: Knappe Mehrheit weiter dafür

Lange wurde in Deutschland über mögliche Taurus-Marschflugkörper für die Ukraine diskutiert. Inzwischen geht es öffentlich vor allem um Drohnen-Technik und Mittel dagegen. 42 Prozent der Befragten im ARD-DeutschlandTrend finden, dass die deutsche Unterstützung der Ukraine mit Waffen zu weit geht. 38 Prozent halten sie für angemessen, 14 Prozent fordern mehr.

In Summe unterstützen bundesweit also 52 Prozent die deutschen Waffenlieferungen. In den vergangenen Jahren gab es hier wenig Bewegung. Allerdings sieht es in Ostdeutschland anders aus: Dort gehen die Waffenlieferungen an die Ukraine 54 Prozent der Befragten zu weit.

Dass Deutschlands Sicherheit durch Russland bedroht ist, finden 56 Prozent. 39 Prozent erkennen nur eine geringe oder keine Bedrohung. Anders ist das in den ostdeutschen Bundesländern, wo 47 Prozent Deutschlands Sicherheit durch Russland wenig oder gar nicht bedroht sehen. Die Befragungen fanden von Montag bis Mittwoch statt – am Dienstag machte die Bundesregierung Russland für den missglückten Drohnen-Angriff am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich.

Grafik: Bedrohung durch Russland

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ARD-DeutschlandTrend im September 2026: Bedrohung durch Russland

Der ARD-DeutschlandTrend

Für den aktuellen ARD-DeutschlandTrend befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap vom 31. August bis 2. September 2026 insgesamt 1.319 Wahlberechtigte in Deutschland (787 Telefon-Interviews und 532 Online-Interviews). Es handelt sich um eine repräsentative Studie unter den Wahlberechtigten in Deutschland.

Infratest dimap weist darauf hin, dass die Sonntagsfrage zur Bundestagswahl aktuelle Parteipräferenzen misst und kein tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag final abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich. Viele Wähler legen sich kurzfristig vor einer Wahl fest.

Im Video: ARD-DeutschlandTrend - Zufriedenheit mit Bundesregierung weiterhin gering

Grafik: ARD-DeutschlandTrend Sonntagsfrage
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ARD-DeutschlandTrend: Zufriedenheit mit Bundesregierung weiterhin gering

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