Nach dem mutmaßlichen Doppeltötungsdelikt in Augsburg hat die Polizei weitere Einzelheiten zu den Ermittlungen bekanntgegeben. Demnach wurde der 29 Jahre alte Tatverdächtige bereits am 3. August im Rahmen der Fahndung in der Münchner Innenstadt festgenommen, er sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Das teilten das Polizeipräsidium Schwaben Nord und die Staatsanwaltschaft Augsburg am Mittwoch (05.08.) mit.
Ermittler korrigieren Staatsangehörigkeiten
Zudem korrigierten die Ermittler Angaben aus einer früheren Mitteilung zu den Staatsangehörigkeiten der Beteiligten. Nach aktuellem Ermittlungsstand besaß der getötete 39-Jährige die syrische Staatsangehörigkeit. Der ebenfalls getötete 54-Jährige war irakischer Staatsangehöriger. Der Tatverdächtige ist den Angaben zufolge ebenfalls Syrer. Ursprünglich hatte die Polizei mitgeteilt, dass sowohl der Tatverdächtige als auch der getötete 39-Jährige zudem die saudi-arabische Staatsangehörigkeit besitzen.
Im Zusammenhang mit den Ermittlungen fanden laut Polizei umfangreiche Suchmaßnahmen nach Beweismitteln im Bereich einer dezentralen Asylunterkunft in der Inninger Straße statt. Dabei kamen auch Polizeihunde zum Einsatz. Zudem waren ein Gerichtsmediziner sowie die Spurensicherung der Kriminalpolizei Augsburg vor Ort.
Menschen verschiedener Nationen lebten in Asylunterkunft
In der städtischen Unterkunft lebten bisher 17 Menschen. Vier Personen wurden mittlerweile vom Amt für Wohnen und Wohnbauförderung in einer Notwohnung untergebracht. Die restlichen Bewohner sind laut Stadt derzeit bei Freunden und Bekannten untergekommen.
Wie ein Sprecher des zuständigen Referats für Soziales und Sport sagte, kommen die Bewohner der Unterkunft aus Somalia, der Türkei, Pakistan, Syrien, Mali, Afghanistan, dem Irak und Eritrea. Neben Personen, die sich noch im Asylverfahren befinden, leben laut Stadt dort auch Menschen mit Bleiberecht oder einer Duldung. Dass es in der Unterkunft schon einmal Probleme gegeben habe, wollte die Stadt nicht bestätigen.
Zwei Männer sind tot
Bei dem Vorfall im Stadtteil Haunstetten-Siebenbrunn waren ein 39-Jähriger und ein 54-Jähriger ums Leben gekommen. Zu den Hintergründen der Tat machten die Ermittler weiterhin keine Angaben. Die Kriminalpolizei Augsburg ermittelt nach eigenen Angaben wegen des Verdachts des zweifachen Totschlags.
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