Ein Elch steht zwischen Büschen
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Elch "Emil" sorgte im Herbst 2025 für viel Aufsehen
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Helmut Fohringer
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Elch "Emil" sorgte im Herbst 2025 für viel Aufsehen

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Elch streift offenbar durch den Landkreis Deggendorf

Elch streift offenbar durch den Landkreis Deggendorf

Im Herbst hatte Elch "Emil" für Schlagzeilen gesorgt, der erst in Österreich und nach einer Umsiedelungsaktion im Böhmerwald und Bayerischen Wald unterwegs war. Jetzt wurde offenbar wieder ein Elch gesichtet – diesmal im Raum Deggendorf.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Niederbayern und Oberpfalz am .

Gleich mehrfach haben sich in den vergangenen Tagen im Landkreis Deggendorf Menschen gemeldet, die einen Elch gesehen haben – unter anderem bei der Polizei und der Mediengruppe Bayern, die auch einige Fotos veröffentlicht hat [externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt]. Gut ein halbes Jahr nach Elch "Emil" sorgt damit wieder einer der großen Waldbewohner für Schlagzeilen.

Letzte Sichtung bei Metten

Den jüngsten Hinweis auf das Tier gab es nach Informationen des Bayerischen Rundfunks am Mittwochnachmittag (29.04.2026) aus dem Bereich um Metten an der Donau – seitdem aber nicht mehr. Auch Jäger haben ihn dort noch nicht zu Gesicht bekommen, suchen aber nicht gezielt nach ihm. Elche unterliegen zwar dem Jagdrecht, gelten aber nach dem Bundesnaturschutzgesetz als heimische Art und dürfen das ganze Jahr über nicht gejagt werden.

Elchsichtungen kommen vor

Generell sind Elche eher in Skandinavien zu Hause. Aber auch in Mitteleuropa gibt es sie, unter anderem in der Region um den Moldaustausee in Tschechien. Deswegen sind Sichtungen in Niederbayern zwar selten, aber nicht ungewöhnlich. Außerdem können die Tiere große Distanzen zurücklegen: Mehr als 50 Kilometer in einer Nacht sind problemlos möglich.

Elch "Emil" wurde zum Medienstar

Im Herbst 2025 sorgte Elch "Emil" für zahlreiche Medienberichte. Er war zunächst nahe einer Autobahn in Österreich unterwegs, wurde dann betäubt und am Rand des Böhmerwalds an der Grenze zu Tschechien ausgesetzt. Später wanderte er auch durch den Bayerischen Wald, bevor sich seine Spur verlor. Zuletzt war Ende März bei Zelezna Ruda, also ganz in der Nähe der Grenze zu Bayern, wieder ein Elch gesehen worden. Damals wurde vermutet, dass es wieder "Emil" war. Ob es sich bei dem nun bei Metten gesichteten Elch auch um ihn handelt, ist aber unklar.

Forderung nach Ruhe für die Tiere

Jäger und Wildtierexperten appellieren, sich jetzt nicht gezielt auf die Suche nach dem Elch bei Deggendorf zu machen. Besonders jetzt im Frühling, wenn Vögel brüten und Säugetiere Junge zur Welt bringen und säugen, brauchen sie in ihren Lebensräumen Ruhe. Werden die Tiere gestört, gefährdet das das Leben des Nachwuchses. Im März hatte es auch in Tschechien Aufrufe gegeben, den Aufenthaltsort des Elches nicht zu posten, damit Menschen ihn in Ruhe lassen.

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