Menschen laufen auf Straße, die seitlich mit verschneiten Motorrädern gesäumt ist
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Elefantentreffen: Verschärfte Regeln wurden gut angenommen

Elefantentreffen: Verschärfte Regeln wurden gut angenommen

Nach vier Tagen ist das Elefantentreffen in Thurmansbang im Bayerischen Wald, dem Mekka der Motorradfans, zu Ende gegangen. Erfolgreich, so Polizei und Veranstalter, trotz verschärfter Regeln, die gut angenommen worden seien – zumindest größtenteils.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Niederbayern am .

Das sogenannte Elefantentreffen in Thurmansbang mit Motorradfahrern aus aller Welt ist am Sonntag zu Ende gegangen. Wie der Bundesverband der Motorradfahrer mitteilt, haben heuer 3.170 Motorradfahrer teilgenommen, zudem kamen 825 Gäste.

Elefantentreffen: Weniger Teilnehmer, aber verschärfte Regeln

Damit waren diesmal insgesamt etwa 1.000 Teilnehmer weniger dabei im "Hexenkessel von Loh", als noch im Vorjahr – mit damals 4.245 Teilnehmern. Das seien aber übliche Schwankungen, wie Michael Lenzen, Sprecher vom Bundesverband der Motorradfahrer dem BR sagte. Insbesondere sehe er nicht die jetzt verschärften Regeln für das Treffen als Grund dafür, dass heuer weniger Menschen gekommen sind.

Nach Vorfällen im vergangenen Jahr – zwei Unfällen mit Verletzten und weiteren Polizeieinsätzen – waren die Regeln verschärft worden. Demnach durften die Teilnehmer heuer ihre Motorräder nur zur An- und Abfahrt auf dem Gelände bewegen – und das nur in Schrittgeschwindigkeit (7 km/h) und unter Helmpflicht. Zudem galten die üblichen Regeln für Alkohol im Straßenverkehr sowie eine Nachtruhe von 0 bis 7 Uhr.

Wenige Verstöße, aber betrunkener Teilnehmer beißt Security

Auch wenn es immer Leute gebe, die Regeln nicht gut finden, hätte der überwiegende Teil der Motorradfahrer die Vorgaben positiv aufgenommen, sagte Lenzen. So habe es auch keine größeren Vorkommnisse oder Verstöße gegeben.

Diese Einschätzung bestätigt auch die zuständige Polizei in Grafenau. Wie ein Sprecher dem BR sagte, sei die Veranstaltung mit einer Ausnahme ohne größere Störungen abgelaufen. So habe die Polizei nur in wenigen Fällen eingreifen müssen – so wie zu Beginn der Veranstaltung am Donnerstagabend, als ein 25-jähriger Teilnehmer aus Oberbayern Thekenpersonal auf dem Festgelände bedroht hatte.

Der schwer betrunkene Mann habe zudem ein verbotenes Messer bei sich getragen, Security-Kräfte gebissen und Polizisten beleidigt. Abgesehen davon sei man bei der Polizei aber äußerst zufrieden mit dem Ablauf des Treffens. Die Teilnehmer hätten sich überwiegend nach den Regeln gerichtet. So seien die Nächte ruhig und störungsfrei verlaufen.

Sieben Biker im Gehen ausgerutscht - Krankenhaus

Wegen der winterbedingt teils glatten Veranstaltungsfläche seien allerdings einige Teilnehmer im Gehen ausgerutscht, so der Polizeisprecher. Bei insgesamt etwa 50 Stürzen mit meist leichteren Blessuren mussten demnach sieben Teilnehmer im Krankenhaus behandelt werden. Darunter war laut Veranstalter ein Teilnehmer aus England, der sich ein Bein gebrochen hatte. Für den Mann sei umgehend die nötige medizinische Versorgung organisiert worden.

Für die weiteste Anreise mit gut 3.000 Kilometern wurden laut dem Verband ein Portugiese und eine Engländerin ausgezeichnet. Luis Miguel Jesus aus der Algarve legte mehr als 3.000 Kilometer zurück. Elaine Jeffrais aus England hatte einen Anreiseweg von 1.200 Kilometern. Beim Elefantentreffen waren laut Veranstalter alle Altersklassen vertreten. Der älteste Teilnehmer knapp 80 Jahre alt. Die jüngste Teilnehmerin war 19 Jahre alt.

Name des Treffens stammt von Motorrädern aus den 50er Jahren

Das Elefantentreffen ist nach Angaben des BVDM weltweit das älteste und europaweit größte Motorrad-Wintertreffen. Seine Ursprünge liegen in den 1950er Jahren. Seit 1989 findet es immer Ende Januar - Anfang Februar im schneesicheren Thurmansbang statt – heuer war es zum 36. Mal in Niederbayern.

Den Namen hat die Veranstaltung von den Zündapp KS 601-Motorrädern mit Seitenwagen, die in den 1950er Jahren auch als "Grüne Elefanten" bekannt wurden.

Im Video: "Elefantentreffen" 2026: Thurmansbang wird zur Bikerhochburg

Teilnehmer gehen zu ihren verschneiten Motorrädern
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Elefantentreffen 2026 gut zu Ende gegangen

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