Vertreter von Politik und Bauunternehmen durchschneiden bei der Verkehrsfreigabe eine schwarz-rot-goldenes Band
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Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (4. v. re.) bei der Verkehrsfreigabe der A3 am Rastplatz Aurach.
Bildrechte: BR / Julia Demel
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Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (4. v. re.) bei der Verkehrsfreigabe der A3 am Rastplatz Aurach.

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Ende einer Dauerbaustelle: A3 wieder komplett frei

Ende einer Dauerbaustelle: A3 wieder komplett frei

Die A3 ist eine der am stärksten befahrenen Autobahnen in Deutschland. Und sie war eine der stauanfälligsten. Nach 2.215 Tagen Baustelle ist jetzt der sechsspurige Ausbau fertig – finanziert durch ein Modell, das künftig Staus verhindern soll.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Franken am .

Auf seinen Auftritt haben alle gewartet. Steffen Bilger (CDU) ist seit fünf Tagen Verkehrsminister. Am Montag hat er den sechsstreifigen Ausbau der A3 am Rastplatz Aurach nordwestlich von Erlangen freigegeben. Er war von 2018 bis 2021 parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. In dieser Zeit fand der Spatenstich für den Ausbau statt. Exakt vor 2.215 Tagen, das rechnet Bilger in seiner Rede vor.

76 Kilometer und 90 Brücken

2.215 Tage oder rund sechs Jahre – aus Bilgers Sicht ist das nicht lange für ein Verkehrsprojekt dieser Größenordnung. 76 Kilometer Strecke wurden bei laufendem Verkehr ausgebaut. Dabei wurden rund 90 Brücken erneuert und neu gebaut, unter anderem zwei sogenannte Grünbrücken fürs Wild. Es entstanden unter anderem auch neue Parkplätze und ein besserer Lärmschutz.

LKW-Verkehr steigt ständig an

Die A3 war als Staufalle auf dem Weg vom Norden in den Süden und umgekehrt bekannt. Rund 90.000 Fahrzeuge sind hier pro Tag unterwegs – und immer mehr Lastwagen. Sie ist eine der am meisten befahrenen Autobahnen im Land, so Bilger, "eine bedeutende Europastraße in unserem transeuropäischen Verkehrsnetz". Der sechsstreifige Ausbau soll nun dafür sorgen, dass Waren und Reisende künftig weitgehend staufrei quer durch Franken zwischen den Autobahnkreuzen Biebelried und Fürth/Erlangen unterwegs sein können.

Arbeiten bleiben im Zeitplan

Der Ausbau der A3 könne nach Bilgers Worten als Vorbild für andere Projekte im Land dienen. "Ein so großes Projekt unter laufendem Verkehr im Zeitplan hinzubekommen, setzt wirklich Maßstäbe. Das zeigt, dass Deutschland Infrastruktur kann", sagt er. Daran hatte es zuletzt immer wieder Zweifel gegeben. Doch Bilger verweist auf die 500 Milliarden Euro, die für das Sondervermögen aufgenommen wurden. "Wir haben die höchsten Investitionsmittel aller Zeiten für die Infrastruktur und die müssen umgesetzt werden, das ist das gemeinsame Verständnis in der Koalition." Profitieren sollen Straße, Schiene, Wasserstraßen gleichermaßen.

Private bauen schneller

Rund 1,5 Milliarden kostete allein der Ausbau der A3. Finanziert wurde das Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft. Das heißt: Ein Konsortium aus Baufirmen hat die Strecke gebaut und betreibt diese dann in den kommenden 30 Jahren. Dafür wird es vom Staat bezahlt. Ein Vorteil sei, so Bilger, dass die Privaten schneller bauen könnten, weil zum Beispiel Ausschreibungen schneller gingen.

Schlaglöcher? Dann gibt’s weniger Geld

Doch auch die Autofahrer können von diesem öffentlich-privaten Modell profitieren. Darauf verweist Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU). Denn der Betreiber bekomme sein Geld nur dann, wenn wirklich freie Fahrt für alle herrsche.

Das heißt: Gibt’s zum Beispiel Baustellen oder Schlaglöcher, dann wird der Betrag reduziert. Bernreiters Hoffnung ist, dass der Betreiber alles macht, damit die neue A3 immer im besten Zustand ist. "Ich setze darauf, dass deshalb hohe Qualität geliefert wird, damit immer alle Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Das hilft hinterher bei der Nutzung."

Im Video: A3 nach sechs Jahren Baustelle wieder komplett frei

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