Archivbild von 2019: Aufgebrochene Fahrbahndecke
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Archivbild: Sogenannte Blow-Ups bei Sommerhitze, wie hier auf der A7 im Jahr 2019 können vor allem für Motorradfahrer sehr gefährlich werden
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Archivbild: Sogenannte Blow-Ups bei Sommerhitze, wie hier auf der A7 im Jahr 2019 können vor allem für Motorradfahrer sehr gefährlich werden

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Wegen Hitzeschäden: Sperre der A3 sorgte für Verkehrschaos

Wegen Hitzeschäden: Sperre der A3 sorgte für Verkehrschaos

Hohe Temperaturen setzen den alten Betonplatten zu: Die Hitze der vergangenen Tage hat auf einigen Autobahnen Spuren hinterlassen. In Niederbayern musste am Dienstagnachmittag die A3 wegen Reparaturarbeiten gesperrt werden. Es kam zu langen Staus.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Niederbayern am .

Das Phänomen ist längst bekannt, Hitzeschäden auf Autobahnen treten vor allem bei älteren Betonfahrbahnen mit geringer Schichtdicke auf. Besonders betroffen sind deshalb auch die Autobahnen im ostbayerischen Raum, die in den 1970er und 1980er Jahren gebaut wurden, und zwar die Abschnitte, die noch nicht saniert wurden.

Schäden müssen sofort beseitigt werden

So zum Beispiel die A3 im Landkreis Deggendorf. Wegen der extremen Hitze der vergangenen Tage ist es dort zwischen Iggensbach und Hengersberg zu Schäden auf der Fahrbahn gekommen. Wegen Reparaturarbeiten musste die Autobahn am Dienstagnachmittag in Fahrtrichtung Regensburg in dem rund acht Kilometer langen Abschnitt gesperrt werden.

Rückstau von bis zu 16 Kilometer Länge

Der Verkehr wurde an der A3-Ausfahrt Iggensbach ausgeleitet, über die U16 über Winzer geführt und an der Auffahrt Hengersberg wieder auf die Autobahn geleitet. Zeitweise bildeten sich lange Staus, auch auf der Umleitungsstrecke. Auf der A3 staute sich der Verkehr bis zu 16 Kilometer zurück, so ein Polizeisprecher. Man sei selbst ziemlich kurzfristig von den dringend notwendigen Baumaßnahmen informiert worden. Immerhin gingen die Arbeiten schneller voran, als gedacht. So konnte die Sperre gegen 15.30 Uhr wieder aufgehoben werden. Es dauerte aber eine Zeit, bis sich die Staus wieder auflösten.

Problem: Alte Betonplatten mit geringerer Schichtdecke

Die A3 ist eine stark befahrene Verkehrsroute. Länger anhaltende Hitze mit Temperaturen über 30 Grad setzt den veralteten Betonplatten zu: Beton dehnt sich bei Wärme aus, ist jedoch weniger verformbar als Asphalt. Deshalb kann es vor allem bei älteren Fahrbahnen zu Aufwölbungen – den sogenannten Blow-ups – kommen. Wenn sich der Beton nicht mehr in Längsrichtung ausdehnen kann, entlädt sich die Spannung oft explosionsartig nach oben.

Vor allem für Motorradfahrer hochgefährlich

Eine extreme Gefahr, insbesondere für Motorradfahrer. Auch auf der A93 im Landkreis Kelheim zwischen Saalhaupt und Abensberg gilt derzeit für Motorräder Tempo 80 und für Autos eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. 2013 verunglückte aufgrund eines solchen "Blow-Ups" ein Motorradfahrer bei Abensberg tödlich. In diesem Abschnitt soll in den nächsten Jahren die Fahrbahndecke komplett erneuert werden, wie dies schon im Abschnitt Regensburg-Saalhaupt gemacht wurde. Eine mehrjährige Bauphase steht bevor.

Bildrechte: Marcel Kehrer /BR
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Auch in der Oberpfalz gilt auf der A93 ein Tempolimit wegen Straßenschäden

Tempolimit auch in der Oberpfalz wegen Fahrbahnschäden

Aber auch weiter nördlich, in der Oberpfalz, gilt auf der A93 eine Geschwindigkeitsbegrenzung zwischen Weiden und Wernberg-Köblitz. Auch hier mussten bereits Abschnitte wegen Reparaturarbeiten gesperrt werden.

Die Reparatur erfolgt laut Autobahn GmbH in der Regel durch das Abtragen des Betons und die Auffüllung der betroffenen Stelle mit Asphalt. Abhilfe schaffen zunächst sogenannte Entlastungsschnitte – quer eingebrachte, mit Asphalt gefüllte Streifen, die über den gesamten Querschnitt verlaufen.

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