(Symbolbild) Schaufensterpuppen im Dirndl.
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(Symbolbild) Tracht zum Schnapper-Preis: Bayerischer Name und 60 Prozent Rabatt. Aber: Wer hier zuschlägt, könnte einem Fakeshop aufsitzen.
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(Symbolbild) Tracht zum Schnapper-Preis: Bayerischer Name und 60 Prozent Rabatt. Aber: Wer hier zuschlägt, könnte einem Fakeshop aufsitzen.

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Fake-Shops zur Wiesn: Vorsicht vor falschen Trachten-Schnäppchen

Fake-Shops zur Wiesn: Vorsicht vor falschen Trachten-Schnäppchen

Ein neues Dirndl für die Wiesn, dazu 60 Prozent Rabatt – da kann man schon mal schwach werden. Doch hinter dem vermeintlichen Online-Schnäppchen steckt nicht selten ein Fake-Shop. Wie man sie erkennt und was man tun kann, wenn man hereingefallen ist.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Das Dirndl in der Online-Anzeige sieht aus wie vom Münchner Trachtenladen, bayerische Marke, Werbefotos mit Bergidyll – und dazu gerade 70 Prozent Rabatt. Was nach Wiesn-Schnäppchen klingt, kann aber auch eine Falle sein. Denn rund um das Oktoberfest haben Fake-Trachtenshops im Netz Hochkonjunktur.

Zahlreiche Beschwerden von Verbrauchern

"Uns erreichen viele Beschwerden von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die berichten, dass sie sehr günstige Dirndl oder sonstige Trachten gekauft haben, keine Ware erhalten haben oder deutlich minderwertige Qualität", sagt Ann-Kathrin Edinger von der Verbraucherzentrale Bayern.

Die Betrugsmasche hat dabei verschiedene Varianten: Bei manchen Shops bezahlen Kunden zwar, erhalten aber überhaupt keine Ware. Andere erhalten ein Dirndl, das anders aussieht als auf dem Foto, aus billigem Stoff gemacht ist oder unangenehm riecht.

Seriöse Shops werden nachgebaut

Die Fake-Shops wirken dabei höchst professionell. Teilweise kopieren die Betreiber den kompletten Auftritt etablierter Händler – inklusive Fotos, Produkten und Namen. Künstliche Intelligenz (KI) macht es einfacher, auf Kundenpräferenzen einzugehen und in kurzer Zeit professionell wirkende Webseiten zu erstellen.

Darunter leiden nicht nur die Kunden, sondern auch die echten Unternehmen. Beim Trachtenhändler Angermaier ist man etwa auf einen Online-Shop mit sehr ähnlichem Namen aufmerksam geworden, der mit hohen Rabatten wirbt. "Wir hatten jetzt tatsächlich schon Kunden, die uns Retouren geschickt haben von Ware, die sie dort gekauft haben und die natürlich vorne und hinten nicht passt, die auch qualitativ sehr, sehr minderwertig ist", berichtet Geschäftsführerin Nina Munz.

Warum die Shops schwer zu stoppen sind

Munz und ihr Unternehmen haben die Seite auf verschiedenen Portalen gemeldet. Online ist die Seite nun also durchaus als Fake vermerkt. "Aber direkt gegen den Webshop vorgehen können wir nicht. Die Seite existiert weiter", sagt Munz. Oft sitzen die Betreiber solcher Fake-Shops im Ausland. Das erschwert es den betroffenen Unternehmen, rechtlich gegen sie anzugehen.

Diese Warnzeichen gibt es

Für Verbraucher bedeutet das: Lieber vor dem Kauf genau hinschauen. 70 oder 80 Prozent Rabatt auf Trachten können ein Warnsignal sein, besonders wenn die Preise deutlich unter denen vergleichbarer Anbieter liegen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt einen kurzen Check:

1. Impressum: Das ist in Deutschland Pflicht. Hier sollten Name und Anschrift des Unternehmens nachvollziehbar sein.

2. Rücksendebedingungen: Wohin würde eine Retoure gehen? Bei einem Anbieter außerhalb der EU kann eine Rücksendung teuer werden.

3. Zahlungsart: Vorsicht bei reiner Vorkasse.

4. Unabhängige Bewertungen: Außerhalb der Shop-Seite schauen, ob es unabhängige Erfahrungsberichte gibt.

5. Fakeshop-Finder: Der kostenlose Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale (externer Link) untersucht die Webseite auf typische Merkmale von Fake-Shops.

Was tun, wenn man bereits bezahlt hat?

Wer auf einen Fake-Shop hereingefallen ist, kann sich an die Verbraucherzentrale wenden und den Fall prüfen lassen. Auch Kreditinstitute oder Zahlungsdienstleister können bei der Rückholung des Geldes möglicherweise helfen – vor allem, wenn mit Kreditkarte oder PayPal bezahlt wurde. Gegen Anbieter außerhalb der EU rechtlich vorzugehen, ist allerdings schwierig.

Grundsätzlich gilt: Online-Käufe können in der Regel innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden, ohne dass ein Grund genannt werden muss. Den Widerruf und die Kommunikation mit dem Händler sollte man dokumentieren – etwa mit Screenshots. Das Problem: Bei unseriösen Shops kann schon die Rückgabe schwierig werden, etwa durch eine fehlende Rücksendeadresse oder hohe Rücksendekosten.

Im Video: Vorsicht vor falschen Trachten-Schnäppchen

Vorsicht vor falschen Trachten-Schnäppchen
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Vorsicht vor falschen Trachten-Schnäppchen

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