Die in Neu-Ulm gefundenen fünf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sind entschärft. Sämtliche Sperrungen seien inzwischen wieder aufgehoben worden, teilte die Stadt mit.
Entschärfung verläuft planmäßig
"Es lief wie ein Uhrwerk, wir konnten alles in zwei Stunden erledigen", sagte Thomas Nägele, Leiter der Abteilung Sicherheit und Ordnung der Stadt Neu-Ulm. Die jeweils 126 Kilo schweren US-Bomben waren vergangene Woche bei Sondierungsarbeiten im Pfuhler Ried entdeckt worden.
Auch der Zugverkehr auf der Strecke Ulm–Augsburg kam kurzfristig zum Erliegen. Nach rund 45 Minuten konnte die Bahnstrecke wieder freigegeben werden, gegen 20 Uhr folgte die B10. Größere Staus gab es laut Ordnungsamt nicht. Der Verkehr wurde über Umleitungen geleitet. Die Stadt Neu-Ulm hatte einen Sicherheitsbereich mit einem Radius von einem Kilometer eingerichtet, der ab 10.30 Uhr nicht mehr betreten werden durfte. Während der Entschärfung ab 18.30 Uhr sperrten die Behörden die B10 in beiden Richtungen.
Weitere Funde im Pfuhler Ried erwartet
Der Evakuierungsbereich umfasste überwiegend Felder und landwirtschaftliche Flächen. Betroffen war lediglich ein Gewerbegebiet mit fünf Firmen, deren Mitarbeiter die Gebäude vor Beginn der Entschärfung verlassen mussten. Bereits vor vier Wochen waren im Pfuhler Ried zwei Fliegerbomben entdeckt worden. Dort befand sich früher ein Flugplatz, der im Zweiten Weltkrieg von den US-Streitkräften bombardiert wurde. Ordnungsamtsleiter Thomas Nägele rechnet damit, dass im Pfuhler Ried auch künftig weitere Blindgänger gefunden werden.
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