Heute Früh ist der Betrieb am Flughafen München weitgehend normal angelaufen. Von rund 1.000 Flügen seien derzeit 20 annulliert, teilte ein Flughafensprecher mit. Knapp 100 Passagiere hätten die vergangene Nacht in Folge des Feueralarms ungeplant in den Terminals am Flughafen München verbracht.
Passagiere verzichten teilweise auf Hotelzimmer
Sie hätten auf eigenen Wunsch auf angebotene Hotelübernachtungen verzichtet, weil ihre Flüge bereits früh am Morgen starten sollten, sagte ein Flughafen-Sprecher auf BR-Anfrage. Andere, die ihre Anschlussflüge in der Nacht nicht mehr "erwischt" hatten, hätten die Hotelangebote aber in Anspruch genommen.
Der Betrieb am Airport im Erdinger Moos war am gestrigen Sonntag von 20.33 bis 22.15 Uhr eingestellt, nachdem Mitarbeitende der Flugsicherung im Tower Brandgeruch bemerkt hatten. Wie sich herausstellte, war dieser durch einen defekten Keilriemen in der Lüftungsanlage verursacht worden, der daraufhin ausgewechselt wurde. Wie es zu dem Defekt kommen konnte, ist noch nicht bekannt. Die Flughafen München GmbH versichert aber, "dass alle vorgeschriebenen Wartungsintervalle bzw. technischen Überprüfungsvorgaben zu 100 Prozent erfüllt wurden und werden".
Zwischenstopps, Absagen und Nachtflüge
Zwischenzeitlich mussten 30 Flugzeuge, die am Münchner Airport landen sollten, auf andere Flughäfen ausweichen. 24 davon konnten nach Angaben des Sprechers nach dem ungeplanten Zwischenstopp noch nach München weiterfliegen.
Insgesamt wurden nach dem Feueralarm 40 Starts und Landungen gestrichen. Noch mehr wären es gewesen, wenn es nicht Ausnahmegenehmigungen für Nachtflüge gegeben hätte. Normalerweise ist am Flughafen München um 24 Uhr Schluss mit dem regulären Betrieb. In diesem Fall durften aber 30 Flugzeuge noch bis 1.30 Uhr starten und landen.
Annullierungen heute in "normaler" Zahl
Ob die heutigen Flugstreichungen noch eine Folge des Feueralarms sind oder andere Gründe haben, lasse sich nicht sagen, erklärte der Sprecher. Auch technische oder operationelle Gründe seien denkbar, die Zahl der Annullierungen bewege sich in einer relativ "normalen" Größenordnung.
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