Wird es die 68. Fränkische Weinkönigin – oder erstmals ein Weinkönig für Franken? Wenn am 13. März im Bad Kissinger Regentenbau eine Jury die neue Fränkische Weinhoheit wählt, dann könnte zum ersten Mal seit 1950, seit dieses "Amt" besteht, ein Mann das Rennen machen. Denn kurz vor Ablauf der Frist hat sich der 23-jährige Maximilian Lang aus Hüttenheim im Landkreis Kitzingen als vierte Kandidatur für das Amt ins Spiel gebracht. Die Bewerbung sei quasi über Nacht eingegangen, bestätigt der Fränkische Weinbaupräsident Artur Steinmann am Montag im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk.
Weinprinzessinnen im Kandidaten-Pool
Bereits zuvor hatten drei unterfränkische Weinprinzessinnen ihre Bewerbung eingereicht. Weinbaupräsident Steinmann, der im Vorfeld darauf verwiesen hatte, dass der Verband auch 2026 traditionsgemäß eine weibliche Repräsentantin des Frankenweins suche, gab sich im BR-Gespräch gelassen angesichts des erweiterten Pools an Kandidaturen. Er gehe "ganz unbefangen und ohne Vorurteile" damit um. Die Jury sei "der Souverän" bei der Wahlentscheidung am 13. März. Er selbst kenne den Kandidaten Maximilian Lang persönlich. Der erste amtierende Weinprinz von Hüttenheim sei "ein feiner Mensch", so Steinmann.
Weinbau-Talente aus Unterfranken
Neben Lang, angehender Techniker für Weinbau und Oenologie, gibt es mit Lisa Faber aus Obernbreit eine weitere Kandidatur aus dem Landkreis Kitzingen. Die 22-Jährige arbeitet seit ihrem Abschluss am Weincampus Neustadt auf einem Weingut. Beworben hat sich außerdem Sonja Sehm aus Bürgstadt (Lkr. Miltenberg). Die 26-Jährige studiert Internationale Weinwirtschaft in Geisenheim und unterstützt ihren Partner im Weingut. Die jüngste Bewerberin ist Angelina Seiler aus Stammheim (Lkr. Schweinfurt), 21 Jahre alt und Studentin im Fach "Digitale Gesellschaft" an der TH Würzburg-Schweinfurt.
Wahl findet am 13. März in Bad Kissingen statt
Die vier Kandidaturen seien damit quer über Unterfranken verteilt, freut sich Artur Steinmann, der mit einer "sehr spannenden Wahl" am 13. März rechnet. Mit dem Regentenbau Bad Kissingen findet die Wahl an genau dem Ort statt, wo er 2010 zum ersten Mal als Wahlleiter fungierte. Für Steinmann ist es die letzte Wahl als Fränkischer Weinbaupräsident. Der 71-Jährige tritt im Sommer bei der Wahl der Präsidentschaft nicht mehr an.
Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.
"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!
